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Nach Abschluss seiner Ausbildung in Wien zum akademischen Bildhauer kehrte Johann Baptist 1759 nach Salzburg zurück. Bald darauf wurde ihm eine mehrjährige Studienreise nach Italien ermöglicht, die ihn vorerst an die Akademie nach Bologna führen sollte. Dabei wurde er sowohl von seinem vermögenden Onkel Johann Lorenz, als auch vom Salzburger [[Erzbischof#Fürsterzbischof|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] persönlich unterstützt. An der Akademie in Bologna gewann Johann Baptist mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der dortigen Accademia Clementina, sowie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bologna. Zu Gute kam ihm, dass er fließend Italienisch und Französisch sprach und auch Latein beherrschte. Weitere Studien führten ihn schließlich nach Florenz und Rom, wo er auch mit dem deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann und seinen Theorien Bekanntschaft geschlossen hatte.
 
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Wien zum akademischen Bildhauer kehrte Johann Baptist 1759 nach Salzburg zurück. Bald darauf wurde ihm eine mehrjährige Studienreise nach Italien ermöglicht, die ihn vorerst an die Akademie nach Bologna führen sollte. Dabei wurde er sowohl von seinem vermögenden Onkel Johann Lorenz, als auch vom Salzburger [[Erzbischof#Fürsterzbischof|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] persönlich unterstützt. An der Akademie in Bologna gewann Johann Baptist mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der dortigen Accademia Clementina, sowie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bologna. Zu Gute kam ihm, dass er fließend Italienisch und Französisch sprach und auch Latein beherrschte. Weitere Studien führten ihn schließlich nach Florenz und Rom, wo er auch mit dem deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann und seinen Theorien Bekanntschaft geschlossen hatte.
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[[1764]] kehrte Johann Baptist mit seiner zukünftigen Frau, der florentiner Malerin Rosa Barducci (1744-1786), vielen Auszeichnungen und einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück. Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach machte ihn nach seiner Rückkehr zum erzbischöflichen Galerieinspektor. Bald darauf heiratete Johann Baptist Rosa Barducci-Hagenauer und wurde vom Fürsterzbischof zum Hofstatuarius sowie [[1767]] zum [[Ritterstand|Hoftruchsess]] erhoben. Durch seine Standesbestätigung (von Hagenauer) hatte er das Recht „an der der Tafel der Edelknaben“ zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem inzwischen an der Wiener Akademie zum Architekten ausgebildeten älteren Bruder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] bei mehreren Projekten zusammen. Wolfgang als Architekt, Johann Baptist als Bildhauer und bereits 1771 scheinen Zeichnungen des in Ausbildung zum Architekten stehenden jüngsten Bruders [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg]] auf.  
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[[1764]] kehrte Johann Baptist mit seiner zukünftigen Frau, der florentiner Malerin Rosa Barducci, vielen Auszeichnungen und einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück. Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach machte ihn nach seiner Rückkehr zum erzbischöflichen Galerieinspektor. Bald darauf heiratete Johann Baptist Rosa Barducci-Hagenauer und wurde vom Fürsterzbischof zum Hofstatuarius sowie [[1767]] zum [[Ritterstand|Hoftruchsess]] erhoben. Durch seine Standesbestätigung (von Hagenauer) hatte er das Recht „an der der Tafel der Edelknaben“ zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem inzwischen an der Wiener Akademie zum Architekten ausgebildeten älteren Bruder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] bei mehreren Projekten zusammen. Wolfgang als Architekt, Johann Baptist als Bildhauer und bereits 1771 scheinen Zeichnungen des in Ausbildung zum Architekten stehenden jüngsten Bruders [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg]] auf.  
    
[[File:Salzburg Neutor West 04.jpg|miniatur|Neutor in Salzburg]][[File:Johann Baptist Hagenauer model of a pieta.jpg|thumb|Modell einer Pieta im Salzburger Barockmuseum]]
 
[[File:Salzburg Neutor West 04.jpg|miniatur|Neutor in Salzburg]][[File:Johann Baptist Hagenauer model of a pieta.jpg|thumb|Modell einer Pieta im Salzburger Barockmuseum]]
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Auch mehrere Brunnen und Statuen im Schlosspark von Schönbrunn in Wien stammen von ihm. Der Vetter und Förderer von Johann Baptist Hagenauer und dessen Brüdern Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer war neben dem wohlhabende Salzburger Kaufmann Johann Lorenz Hagenauer auch dessen Sohn Abt Dominikus Hagenauer.
 
Auch mehrere Brunnen und Statuen im Schlosspark von Schönbrunn in Wien stammen von ihm. Der Vetter und Förderer von Johann Baptist Hagenauer und dessen Brüdern Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer war neben dem wohlhabende Salzburger Kaufmann Johann Lorenz Hagenauer auch dessen Sohn Abt Dominikus Hagenauer.
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Johann Baptist von Hagenauer starb 1810 in Wien, sein Tod wurde in der Wiener Zeitung kurz erwähnt: ''"Den 10. September in der Stadt. Herr Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollzeile Nr. 913."''
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Seine erste Frau Maria Rosa Barducci (1744-1786) hatte Johann Baptist am 26. November 1764 im Salzburger Dom geheiratet. Die Malerin Maria Rosa und stammte aus einer Künstlerfamilie von Malern, ihr Vater war Giuseppe de Barducci, ein Augsburger Miniaturmaler mit italienischen Wurzeln. Sie diente ihrem Mann Johann Baptist immer wieder als Modell für Skulpturen, die bekannteste ist wohl die Marienstatue am Salzburger Domplatz. (Maria) [[Rosa Barducci-Hagenauer]] starb 1786 in Wien, sieben Jahre danach heiratete Johann Baptist von Hagenauer am 16. Juni 1793 die um 40 Jahre jüngere Offizierstochter und Wachsmedailleurin Elisabeth Weber (1772–1839) im Wiener Stephansdom. Johann Baptist von Hagenauer starb 1810 in Wien, sein Tod wurde in der Wiener Zeitung kurz erwähnt: ''"Den 10. September in der Stadt. Herr Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollzeile Nr. 913."''
    
== Weitere Fotos ==
 
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