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Die unklaren Grenzverhältnisse wussten auch Räuberbanden für sich auszunutzen. Gegen sie wurden sowohl von bayerischer als auch von Salzburger Seite Grenzstreifen ausgeschickt. Der Lochener Heimatforscher [[Herbert Handlechner]] berichtet auch von einem regelrechten Streit um die Leiche eines beim Wildern getöteten [[Friedburg]]ers, die von beiden Seiten beansprucht wurde. Selbstmörder, die sich erhängt hatten, hingen oft mehrere Tage unter Bewachung, bis Zuständigkeit und Umstände geklärt waren.
 
Die unklaren Grenzverhältnisse wussten auch Räuberbanden für sich auszunutzen. Gegen sie wurden sowohl von bayerischer als auch von Salzburger Seite Grenzstreifen ausgeschickt. Der Lochener Heimatforscher [[Herbert Handlechner]] berichtet auch von einem regelrechten Streit um die Leiche eines beim Wildern getöteten [[Friedburg]]ers, die von beiden Seiten beansprucht wurde. Selbstmörder, die sich erhängt hatten, hingen oft mehrere Tage unter Bewachung, bis Zuständigkeit und Umstände geklärt waren.
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Die [[Richtstätten|Richtstätte]] für ausgelieferte Salzburger befand sich im Lochener [[Astätt]]. Die Köpfstattsäule aus [[Untersberger Marmor]] erinnert noch heute an die blutige Henkerarbeit, die auf Grund und Boden eines in Astätt lebenden Salzburger Untertanen von bayerischen Scharfrichtern vollzogen wurde. Am [[8. Februar]] [[1762]] fand die letzte Hinrichtung statt. Ein junges Mädchen wurde enthauptet, nachdem es gestohlen hatte. Aufgrund zuvor verübter Delikte musste sie um den Gegenwert eines Taschentuches ihr Leben lassen.
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Die [[Richtstätte]] für ausgelieferte Salzburger befand sich im Lochener [[Astätt]]. Die Köpfstattsäule aus [[Untersberger Marmor]] erinnert noch heute an die blutige Henkerarbeit, die auf Grund und Boden eines in Astätt lebenden Salzburger Untertanen von bayerischen Scharfrichtern vollzogen wurde. Am [[8. Februar]] [[1762]] fand die letzte Hinrichtung statt. Ein junges Mädchen wurde enthauptet, nachdem es gestohlen hatte. Aufgrund zuvor verübter Delikte musste sie um den Gegenwert eines Taschentuches ihr Leben lassen.
    
Der [[Verein Dorfentwicklung Lochen]] hat einen 28 Kilometer langen barrierefreien Themenweg zu wichtigen Rechtsdenkmälern im Gemeindegebiet von Lochen erarbeitet. Der 2012 eröffnete [[Richtstättenweg]] führt über [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[Gebertsham]], Astätt, [[Bergham]], Lochen und den [[Tannberg (Gemeinde Lochen)|Tannberg]]. Den tragischen "Weg eines Delinquenten" vom Mattseer Gefängnis bis zur Hinrichtung erzählen die Stationstafeln in Mattsee, Gebertsham und Astätt.
 
Der [[Verein Dorfentwicklung Lochen]] hat einen 28 Kilometer langen barrierefreien Themenweg zu wichtigen Rechtsdenkmälern im Gemeindegebiet von Lochen erarbeitet. Der 2012 eröffnete [[Richtstättenweg]] führt über [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[Gebertsham]], Astätt, [[Bergham]], Lochen und den [[Tannberg (Gemeinde Lochen)|Tannberg]]. Den tragischen "Weg eines Delinquenten" vom Mattseer Gefängnis bis zur Hinrichtung erzählen die Stationstafeln in Mattsee, Gebertsham und Astätt.