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[[Bild:Eberhard Stüber.jpg|thumb|Eberhard Stüber]]
'''Eberhard Stüber''' (* [[15. September]] [[1927]] in Schwaighof, Gemeinde [[Wagrain]], [[Pongau]]) ist Leiter des Museums [[Haus der Natur]] in der [[Stadt Salzburg]].

==Leben==
Stüber studierte in Innsbruck Naturgeschichte und Geografie und arbeitete ab [[1946]] im Salzburger ''Haus der Natur'' mit. [[1949]] gründet er die Österreichische Naturschutzjugend und wird [[1972]] zum Präsidenten des Österreichischen Naturschutzbundes gewählt. Stüber gilt als Mit-Initiator des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] und als Vater der Wiedereinsetzung von Luchs und Biber im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. Unter seiner Mithilfe wurden auch die [[Krimmler Wasserfälle]] unter internationalen Naturschutz gestellt.

Eberhard Stüber war von [[1950]] bis [[1998]] Mitglied des Naturschutzbeirates der [[Salzburger Landesregierung]] und ab [[1985]] 14 Jahre lang Leiter der damals neu gegründeten [[Landesumweltanwaltschaft Salzburg]].

[[1976]] übernahm er nach dem Tod des langjährigen Leiters und Gründers [[Eduard Paul Tratz]] außerdem den Direktionposten im ''Haus der Natur''.

==Vorgestellt==
Musik gehört zum Leben des engagierten Naturkundlers und Museumsdirektors. Er hat am [[Mozarteum]] in Salzburg Trompete, Klavier und Orgel studiert, er spielt die Volksinstrumente von der Gitarre bis zur Harfe.

Als ehemaligen Musikerzieher am Salzburger "Haus der Jugend" holte Landesschulinspektor [[Mathias Laireiter]] 1950 den jungen Eberhard an die damalige Lehrerbildungsanstalt.

"Zuerst als Musikpädagoge", erinnert sich Stüber, "dann unterrichtete ich aber doch meine Fächer." Das waren Naturkunde und Geografie, vorrangig aber Naturkunde. Der gebürtige Wagrainer hatte an der Universität Innsbruck Zoologie, Botanik, Geologie, Mineralogie und Geografie studiert. Rückblickend betont der rüstige Jubilar: "Ich wollte nicht in der Wissenschaft tätig bleiben, sondern die Jugend von der Notwendigkeit des Naturschutzes überzeugen."

Der Entschluss prägte sein weiteres Leben: Über die Lehrerbildung, über die Heimleitung des von ihm 26 Jahre lang geführten Lehrerhauses, über die von ihm 1949 gegründete Naturschutzjugend, über Forschungsreisen und bei unzähligen Vorträgen und über 80 Jugendlagern impfte er den jungen Leuten die Liebe zur Natur und die Verantwortung für die Schöpfung ein.

Wenn das Haus der Natur derzeit im Jahr an die 300.000 Besucher zählen kann, geht dies auch auf die pädagogische Arbeit des Naturkundlers und Forschers zurück. Als er 1976 die Leitung des Hauses der Natur übernahm, kamen noch 100.000 Besucher.

Inzwischen gibt es im Land wohl keinen Bereich in Sachen Naturschutz, der nicht mit Eberhard Stüber in Verbindung steht.

Der Kämpfer für die Natur und spätere erste Landesumweltanwalt Salzburgs hat maßgeblichen Anteil am Werden des Nationalparks Hohe Tauern, es gelang ihm, Biotope und Bergseen zu erhalten, Flussregulierungen rückgängig zu machen, die Nutzung vieler Gebirgsbäche für Energiezwecke zu verhindern und vieles andere mehr. Ohne ihn wären die Krimmler Wasserfälle nie ein geschütztes Naturdenkmal geworden, ist der Umweltaktivist überzeugt.

Stüber im Rückblick. "Ich hab mich stets bemüht, mit Argumenten zu überzeugen. Mit vielen Kompromissen kann man heute gut leben." Er fühle sich nicht als fanatischer Verhinderer.

Den Abschluss seines aktiven Lebens will Stüber mit dem Umbau und der Neukonzeption des Hauses der Natur krönen. Das spießt sich aus finanziellen Gründen noch, doch Stüber ist zuversichtlich, 2009 das neue Haus übergeben zu können. "Dann werden wir über eine Ausschreibung gewiss einen guten Nachfolger finden."

==Quelle==
*Salzburger Nachrichten (Bernhard Strobl)

==Weblinks==
*[http://www.hausdernatur.at Haus der Natur]

[[Kategorie:Salzburger des Tages|Stüber, Eberhard]]
[[Kategorie:Wissenschafter|Stüber, Eberhard]]