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Laut Augenzeugenbericht wäre ein sechsjähriger Bub noch von seiner Tante abgeholt worden. Im Ausgangsbereich wurde ihr der Bub jedoch aus der Hand gerissen und in eines der Autos gezwungen. Ein anderes der Kinder war zum Zeitpunkt der Abholung schwer krank und bereits dem Tode nahe. Die anwesende Schwester bat darum, den Buben im Kloster zu belassen, da er ohnehin gleich sterben würde. Das todkranke Kind wurde jedoch aus seinem Bett gezerrt und zusammen mit allen anderen in das Transportauto verfrachtet. Von den rund 70 beeinträchtigten Personen, die zwischen 1938 und 1941 aus Anstalten wie dem Konradinum in Eugendorf, der Caritas Anstalt St. Anton in Bruck an der Großglocknerstraße, aus Fügen und aus Mils in Tirol nach Mariathal zwangsverlegt worden waren, überlebte niemand.  
 
Laut Augenzeugenbericht wäre ein sechsjähriger Bub noch von seiner Tante abgeholt worden. Im Ausgangsbereich wurde ihr der Bub jedoch aus der Hand gerissen und in eines der Autos gezwungen. Ein anderes der Kinder war zum Zeitpunkt der Abholung schwer krank und bereits dem Tode nahe. Die anwesende Schwester bat darum, den Buben im Kloster zu belassen, da er ohnehin gleich sterben würde. Das todkranke Kind wurde jedoch aus seinem Bett gezerrt und zusammen mit allen anderen in das Transportauto verfrachtet. Von den rund 70 beeinträchtigten Personen, die zwischen 1938 und 1941 aus Anstalten wie dem Konradinum in Eugendorf, der Caritas Anstalt St. Anton in Bruck an der Großglocknerstraße, aus Fügen und aus Mils in Tirol nach Mariathal zwangsverlegt worden waren, überlebte niemand.  
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Zwei bis drei Wochen später erschienen SS-Leute, erklärten das Heim im Namen des Reichsstatthalters für beschlagnahmt und zwangen die Ordensfrauen binnen zweier Stunden das Kloster zu verlassen. Es wurde ihnen nur die Mitnahme des Allernotwendigsten gestattet.  
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Zwei bis drei Wochen später erschienen SS-Leute, erklärten das Heim im Namen des Reichsstatthalters (Gauleiter [[Franz Hofer]]) für beschlagnahmt und zwangen die Ordensfrauen binnen zweier Stunden das Kloster zu verlassen. Es wurde ihnen nur die Mitnahme des Allernotwendigsten gestattet.  
 
Die NS-Behörden verwendeten die geräumten Gebäude des Klosters Mariathal zur Einrichtung eines Erziehungsheimes für Mädchen.
 
Die NS-Behörden verwendeten die geräumten Gebäude des Klosters Mariathal zur Einrichtung eines Erziehungsheimes für Mädchen.
  
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