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| | * [[Franz Josef Strauß]] (* 1915 in München, † 1988), Ministerpräsident | | * [[Franz Josef Strauß]] (* 1915 in München, † 1988), Ministerpräsident |
| | * Sophie Scholl (* 1921 in Forchtenberg, † 1943), Studentin, als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ von den [[Nationalsozialisten]] hingerichtet | | * Sophie Scholl (* 1921 in Forchtenberg, † 1943), Studentin, als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ von den [[Nationalsozialisten]] hingerichtet |
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| | + | == Bayernherzöge in Salzburg == |
| | + | Siehe [[Bayernherzöge in Salzburg]] |
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| | ===Franken=== | | ===Franken=== |
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| | ====Schwaben==== | | ====Schwaben==== |
| | * [[Leopold Mozart]] (* 14. November 1719 in Augsburg; † 28. Mai 1787 in Salzburg), Musiker, Komponist | | * [[Leopold Mozart]] (* 14. November 1719 in Augsburg; † 28. Mai 1787 in Salzburg), Musiker, Komponist |
| − | * Bertold Brecht (* 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Berlin), Dichter, Regisseur | + | * [[Bertold Brecht]] (* 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Berlin), Dichter, Regisseur |
| | * Sebastian Kneipp (* 1821 in Stefansried, † 1897 in Wörishofen), katholischer Priester, Begründer des nach ihm benannten Naturheilverfahrens mit Wasserkuren | | * Sebastian Kneipp (* 1821 in Stefansried, † 1897 in Wörishofen), katholischer Priester, Begründer des nach ihm benannten Naturheilverfahrens mit Wasserkuren |
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| | * [[Ernst Kussin]] stammte aus Nürnberg, bekannter Salzburger [[Motorradrennfahrer]] der Nachkriegsjahre; | | * [[Ernst Kussin]] stammte aus Nürnberg, bekannter Salzburger [[Motorradrennfahrer]] der Nachkriegsjahre; |
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| − | ==geschichtliche Salzburg-Bezüge== | + | ==Geschichtliche Salzburg-Bezüge== |
| − | '''Gemeinsame Geschichte bis 1328'''
| + | === Gemeinsame Geschichte bis 1328 === |
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| | Die Beziehungen Salzburgs zu Bayern gehen mehr als 2000 Jahre in die [[Römer|römische]] Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des Inn. | | Die Beziehungen Salzburgs zu Bayern gehen mehr als 2000 Jahre in die [[Römer|römische]] Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des Inn. |
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| | Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als [[Fürsterzbischof]] [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Bayern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem „Land“. | | Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als [[Fürsterzbischof]] [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Bayern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem „Land“. |
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| − | '''Bayern und Salzburg als Nachbarn'''
| + | === Bayern und Salzburg als Nachbarn === |
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| | Spätestens seit dem [[12. Jahrhundert]] wurde [[Holz]] aus den so genannten [[Bayerische Saalforste|Bayerischen Saalforste]] zur Saline Reichenhall [[Holztrift|getriftet]]. Die im salzburgischen Pinzgau gelegenen Wälder gehörten seit alters her den Salinenbetreibern und ab Anfang des [[16. Jahrhundert]]s dem bayerischen Staat. Kaiser Ludwig der Bayer ordnete [[1333]] an, dass das Salz aus [[Hallein]] nur mehr zu Wasser transportiert werden dürfe. [[Laufen]] gewann damit als Schifferstadt an Bedeutung. Kaiser Maximilian I. ließ das Heilige Römische Reich Deutscher Nation im Jahr [[1500]] in so genannte Reichskreise einteilen. Das [[Erzstift Salzburg]] gehörte daraufhin bis [[1806]] zum Bayerischen Reichskreis. | | Spätestens seit dem [[12. Jahrhundert]] wurde [[Holz]] aus den so genannten [[Bayerische Saalforste|Bayerischen Saalforste]] zur Saline Reichenhall [[Holztrift|getriftet]]. Die im salzburgischen Pinzgau gelegenen Wälder gehörten seit alters her den Salinenbetreibern und ab Anfang des [[16. Jahrhundert]]s dem bayerischen Staat. Kaiser Ludwig der Bayer ordnete [[1333]] an, dass das Salz aus [[Hallein]] nur mehr zu Wasser transportiert werden dürfe. [[Laufen]] gewann damit als Schifferstadt an Bedeutung. Kaiser Maximilian I. ließ das Heilige Römische Reich Deutscher Nation im Jahr [[1500]] in so genannte Reichskreise einteilen. Das [[Erzstift Salzburg]] gehörte daraufhin bis [[1806]] zum Bayerischen Reichskreis. |
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| | Das „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]]“, dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst. | | Das „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]]“, dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst. |
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| − | '''Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810 - 1816'''
| + | === Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810 - 1816 === |
| − | | + | : Hauptartikel: [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]]'' |
| | Das [[Land Salzburg]] kam am [[19. September]] [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil [[Oberösterreich]]s (darunter das südliche Innviertel) und das Landgericht Kitzbühel in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher auf [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte. | | Das [[Land Salzburg]] kam am [[19. September]] [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil [[Oberösterreich]]s (darunter das südliche Innviertel) und das Landgericht Kitzbühel in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher auf [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte. |
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| | Durch den [[Münchner Vertrag]] fiel das Land Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] an [[Österreich]] – allerdings nicht zur Gänze: Mit den Ämtern [[Waging am See|Waging]], [[Tittmoning]], Laufen und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] blieb das Gebiet des heutigen [[Rupertiwinkel]]s bei Bayern. | | Durch den [[Münchner Vertrag]] fiel das Land Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] an [[Österreich]] – allerdings nicht zur Gänze: Mit den Ämtern [[Waging am See|Waging]], [[Tittmoning]], Laufen und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] blieb das Gebiet des heutigen [[Rupertiwinkel]]s bei Bayern. |
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| − | '''Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert'''
| + | ===Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert === |
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| | Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten „Deutschen Bund“ ([[1866]] aufgelöst) an, der unter der Führung Österreichs stand. | | Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten „Deutschen Bund“ ([[1866]] aufgelöst) an, der unter der Führung Österreichs stand. |
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| | Nach dem [[1995]] erfolgten Beitritt Österreichs zur [[Europäischen Union]] wurden die Grenzkontrollen zwischen Salzburg und Bayern im Jahre [[1998]] aufgehoben. | | Nach dem [[1995]] erfolgten Beitritt Österreichs zur [[Europäischen Union]] wurden die Grenzkontrollen zwischen Salzburg und Bayern im Jahre [[1998]] aufgehoben. |
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| − | '''Kirchliche Bezüge 696 - 1816'''
| + | ===Kirchliche Bezüge 696 - 1816=== |
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| | [[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im Herzogtum Bayern gilt als „Apostel der Bayern“. Der Überlieferung nach hat er den bayerischen Herzog [[Theodo II.]] in Regensburg getauft. | | [[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im Herzogtum Bayern gilt als „Apostel der Bayern“. Der Überlieferung nach hat er den bayerischen Herzog [[Theodo II.]] in Regensburg getauft. |
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| | Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von [[1215]] bis [[1817]] das Salzburger [[Eigenbistum Chiemsee]]. Der Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] war das [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]]. Sie waren die [[Weihbischof|Weihbischöfe]] der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das [[Bistum Chiemsee]] umfasste nur zehn Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], Prien, Eggstätt, Söllhuben und Grassau in Bayern, Söll, Kirchdorf, [[Sankt Johann in Tirol]], [[Brixen im Thale]] und [[Sankt Ulrich am Pillersee]] in [[Tirol]]. | | Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von [[1215]] bis [[1817]] das Salzburger [[Eigenbistum Chiemsee]]. Der Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] war das [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]]. Sie waren die [[Weihbischof|Weihbischöfe]] der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das [[Bistum Chiemsee]] umfasste nur zehn Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], Prien, Eggstätt, Söllhuben und Grassau in Bayern, Söll, Kirchdorf, [[Sankt Johann in Tirol]], [[Brixen im Thale]] und [[Sankt Ulrich am Pillersee]] in [[Tirol]]. |
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| − | '''Literatur und Quellen für den Abschnitt: Geschichtliche Salzburg-Bezüge'''
| + | ====Literatur und Quellen für den Abschnitt: Geschichtliche Salzburg-Bezüge ==== |
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| − | * [[Hermann Dannheimer|Dannheimer, Hermann]]/[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]: ''Die Bajuwaren'', Katalog Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg 1988 | + | * [[Hermann Dannheimer|Dannheimer, Hermann]]; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]: ''Die Bajuwaren'', Katalog Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg 1988 |
| | * Dopsch, Heinz: ''Kleine Geschichte Salzburgs'', Salzburg 2001 | | * Dopsch, Heinz: ''Kleine Geschichte Salzburgs'', Salzburg 2001 |
| | * Dopsch, Heinz; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band I/1, Salzburg 1999 | | * Dopsch, Heinz; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band I/1, Salzburg 1999 |
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| | * Hirsch, Andreas: ''Gestaltung des Abschnittes "geschichtliche Salzburg-Bezüge"'' | | * Hirsch, Andreas: ''Gestaltung des Abschnittes "geschichtliche Salzburg-Bezüge"'' |
| | * [http://www.bayern.de www.bayern.de] | | * [http://www.bayern.de www.bayern.de] |
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| − | [[Kategorie:Geschichte]]
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| − | [[Kategorie:Bayern]]
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