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Der Hochaltar der Wallfahrtskirche stammt vom Salzburger Bildhauer [[Jakob Gerold]].
 
Der Hochaltar der Wallfahrtskirche stammt vom Salzburger Bildhauer [[Jakob Gerold]].
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=== Orgel ===
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Die Orgel wurde [[1838]] von [[Johann Dummel]] aufgestellt. 1840 ließ der [[Bezirksgericht Tamsweg|Pfleger]] von Tamsweg, Karl von Kürsinger, die Orgel von ''zweÿ'' Schullehrern, nämlich Jakob ''Elmauthaler'' von [[St. Michael im Lungau|St. Michael]] und Franz ''Wimmer'' aus [[Zederhaus]], ''aufs genauste untersuchen''.<ref>[[Salzburger Landesarchiv|SLA]], Kreisamt, Karton 577, Faszikel 637/II, betreffend Tamsweg/St. Leonhard, Nr. 111. IV 3. XX. Zitiert nach: Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 292f.</ref> In ihrer Beurteilung des Instruments, die ungünstig ausfiel, gaben sie die Disposition wie folgt wieder:
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=== Disposition ===
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{| border="0" cellspacing="0" cellpadding="10" style="border-collapse:collapse;"
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| style="vertical-align:top" |
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{| border="0"
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| colspan=2 | '''Manual:''' (56 Tasten C–g<sup>3</sup>)
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|-
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| Prinzipal || 8'
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| Gampa || 8'
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| Coppel || 8'
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| Flöte || 4'
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|-
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| Vocara || 4'
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| Spitzflöte || 4'
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|-
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| Quint || 3'
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| Octav || 2'
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| Mixtur IV || 2'
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|-
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|
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|-
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|-
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|}
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| style="vertical-align:top" |
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{| border="0"
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| colspan=2 | '''Pedal:''' (18 Tasten C–f<sup>0</sup>)
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|-
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| Subbass || 16'
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|-
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| Octav Bass || 8'
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|-
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| Violon Bass || 8'
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|-
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| Pedalkoppel
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|}
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|}
    
==Der hl. Leonhard==
 
==Der hl. Leonhard==
 
Er lebte im [[6. Jahrhundert]] als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.
 
Er lebte im [[6. Jahrhundert]] als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.
 
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====Schutzpatron====
===Schutzpatron===
   
Er ist der Schutzpatron der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten. Votive waren häufig geschmiedetes Eisen in Form von Ketten, da der hl. Leonhard als „Kettenlöser“, als Befreier aus Gefangenschaft verehrt wurde,<ref>Beitl, Klaus: ''Der Kult des hl. Leonhard zu Tamsweg und seine Ausstrahlung''. In: ''550 Jahre St. Leonhard 1433–1983 - Tamsweg'', hg. von Georg Neureiter (2. Auflage Tamsweg 1987), S. 72.</ref> aber auch Wachs, Wolle, Flachs und andere Materialien.<ref>Kretzenbacher, Leopold: ''Die Verehrung des hl. Leonhard in Europa'' In: ''550 Jahre St. Leonhard 1433–1983 - Tamsweg'', hg. von Georg Neureiter (2. Auflage Tamsweg 1987), S. 67.</ref>
 
Er ist der Schutzpatron der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten. Votive waren häufig geschmiedetes Eisen in Form von Ketten, da der hl. Leonhard als „Kettenlöser“, als Befreier aus Gefangenschaft verehrt wurde,<ref>Beitl, Klaus: ''Der Kult des hl. Leonhard zu Tamsweg und seine Ausstrahlung''. In: ''550 Jahre St. Leonhard 1433–1983 - Tamsweg'', hg. von Georg Neureiter (2. Auflage Tamsweg 1987), S. 72.</ref> aber auch Wachs, Wolle, Flachs und andere Materialien.<ref>Kretzenbacher, Leopold: ''Die Verehrung des hl. Leonhard in Europa'' In: ''550 Jahre St. Leonhard 1433–1983 - Tamsweg'', hg. von Georg Neureiter (2. Auflage Tamsweg 1987), S. 67.</ref>