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'''Rudolf Thalhammer''' (* [[1. Februar]] [[1935]] in Wertheim, damals Gemeinde [[Köstendorf]], heute [[Neumarkt am Wallersee]]) war ein erfolgreicher Motorradrennfahrer.

[[Bild:Helmut Krackowizer Mai 1955.jpg|thumb|300px|Links - 70 - [[Helmut Krackowizer]] auf BSA "Gold Star", rechts - 90 - Rudi Thalhammer auf Ariel "Red Hunter", beim [[1. Mai Rennen]] in Salzburg-[[Liefering]] [[1955]]]]

==Leben==
Schon als 18-jähriger begeisterte sich Rudi Thalhammer für das Motorrad und den Motorsport. [[1953]], er hatte gerade seinen Führerschein gemacht, nahm er auch schon an der Tiroler Alpenfahrt am Zirler Berg teil. Seine Wertungsfahrten bestritt er mit einer BMW 250, dann mit einer Ariel 500 und später auf einer Viktoria Werksmaschine.

Mit seiner NSU-Sportmax nahm er [[1957]] auf dem ''Sachsenring'' (damals Deutsche Demokratische Republik, heute Bundesrepublik Deutschland) an seinem ersten internationalen Rennen teil, in dem er aber ausfiel. Dann folgte [[1959]] die erste Teilnahme and der englischen T.T. (Tourist Trophy) auf der ''Isle of Man'', dem ältesten und schwersten Motorradrennen der Welt. Auf derer NSU-Sportmax erzielte er als "Newcomer" einen sehr guten sechsten Platz in der 250 ccm Klasse.

Seinen ersten internationalen Sieg hatte er einem Zufall zu verdanken. Im 250-ccm-Klasse-Rennen beim ''Eifelrennen'' auf dem Nürburgring, Bundesrepublik Deutschland [[1959]] sollte Hans Fischer auf MZ (ein tschechisches Fabrikat), im Rennen immer noch an zweiter Stelle, als Sieger ins Ziel kommen. So war es "ausgemacht". Aber er bekam in der letzten Runde Ärger mit seiner Kupplung. Walter Brehme, sein in Führung liegender Stallgefährte wusste natürlich nichts davon und wollte der Stallorder gemäß den hinter sich wähenden Fischer in der letzten Links-Kurve vor dem Ziel vorbei ziehen lassen. Doch wider Erwarten war das aber aufgrund der Fischer´schen Probleme dann Rudi Thalhammer.

Die 350-ccm-WM-Läufe [[1961]] in Hockenheim, Bundesrepublik Deutschland, und im schwedischen Kristianstad brachten ihm einen dritten und vierten Platz und am Ende des Jahres teilte er sich den sechsten Platz in der WM mit dem Iren Ralph Rensen.

Mit großen Erwartungen ging er in die Rennsaison [[1962]]. Ein Kopf-an-Kopf-Zieleinlauf mit Mike Duff beim Eifelrennen brachte ihm den zweiten Platz. Jäh aus seinen Hoffnungen gerissen wurde Thalhammer durch seinen sehr schweren Unfall während des freien Trainings zur englischen TT auf der Isle of Man. Auf der noch noch nicht gesperrten Rennstrecke fuhr ein Castrol-Servicefahrzeug. Thalhammer, der die Strecke noch nicht so gut kannte, krachte mit voller Geschwindigkeit kommend, frontal in das Fahrzeug. Es war damit für ihn nicht nur die Saison beendet, sondern letztendlich auch die Karriere des damals gerade 27-Jährigen unterbrochen.

In Österreich war Rudi Thalhammer bei vielen Straßen- und Bergrennen anzutreffen. So natürlich auch beim [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] und beim [[1. Mai Rennen]].

[[1965]] wurde er nochmals österreichischer Staatsmeister mit einer 350 ccm Jawa (ebenfalls ein tschechisches Fabrikat), gewann u. a. in Tubbergen und Le Mans und holte mit einer Werks-CZ am [[Salzburgring]] [[1966]] beim [[Großer Preis von Österreich|Großen Preis von Österreich]] den dritten Platz. Ein schwerer Sturz im gleichen Jahr in Jicin war ein neuerlicher Rückschlag. [[1968]], jung verheiratet, kam er nochmals mit zwei Aermacchi (italienisches Motorrad) zum Sachsenring. Schließlich hörte er aber nach einem erneuten schweren Sturz zu Beginn der Saison [[1969]] in Salzburg dann mit dem Rennsport auf und hing den Helm endgültig an den Nagel.

[[2005]] trugen mehr als 10.000 Fackelläufer die Flamme des Olypmischen Feuers von Turin 64 Tage lang rund 11.300 Kilometer durch ganz Italien und einige Nachbarlände. Nach der feierlichen Entzündung des olympischen Feuers in Olympia war der Start der olympischen Flamme am Donnerstag, 8. Dezember, in Rom. Beim feierlichen Start in Rom waren neben den drei österreichischen Spitzensportler/innen, Olympiasieger Franz Klammer und Olympiasiegerin Kate Allen sowie Spitzenhandballerin Ausrele Fridrikas, auch die vom Elektronikunternehmen Samsung nominierten "Helden des Alltags" als Fackelläufer mit dabei. Einer von ihnen war der 70-jährige Rudi Thalhammer. Er trainierte jeden Tag in seiner Heimatgemeinde Henndorf. "Obwohl wir ja nur 400 Meter laufen werden, möchte ich doch als Teamältester zeigen, dass ich mit 70 Jahren noch ein ganz schönes Tempo vorgeben kann", freute sich Thalhammer auf seinen Einsatz.

Thalhammer war von 1956 bis [[1969]] einer der erfolgreichsten österreichischen Motorradrennfahrer.

==Erfolge==
* [[15. April]] [[1956]]: erster Sieg in einem Straßenrennen auf einer NSU 250 Sportmax in St. Pölten, Niederösterreich
* [[1959]]: Sechste Platz bei der englischen TT
* [[1961]]: Sechster in der Straßenmotorrad-WM
* [[1966]]: Dritte beim [[Großer Preis von Österreich|Großen Preis von Österreich]] am [[Salzburgring]]
* dreifache österreichische Motorrad-Staatsmeister

==Quelle==
{{homepage|http://www.motorradmeister.at/}}
* [http://www.eggersdorfer.info/thalhammer/rudi_thalhammer.htm Rudi Thalhammer]
* [http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=35704 www.salzburg.gv.at Pressemeldung]

[[Kategorie:Motorsport|Thalhammer, Rudolf]]
[[Kategorie:Motorradrennfahrer|Thalhammer, Rudolf]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Thalhammer, Rudolf]]