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== Die Richtstätte in Gneis und das Scharfrichterhaus ==
 
== Die Richtstätte in Gneis und das Scharfrichterhaus ==
Besonders wichtig im Landschaftsraum von Gneis ist die ehemalige Richtstätte mit dem [[Scharfrichterhaus]] ("Freymannbehausung", Freimann = Scharfrichter), die zwischen [[1599]] bis [[1817]] (letzte Hinrichtung am Galgen) hier bestand, seitdem [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als aufgeklärter Fürst die mittelalterliche Richtstätte mit den am Galgen vermodernden Leichen an der viel befahrenen Linzerstraße aufließ. Er errichtete abseits der [[Berchtesgadener Straße]] und weit außerhalb der Stadt und des Stadtrechtes am „Totenweg“ (heute [[Neukommgasse]] - [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] - [[Josef-Moosbrucker-Weg]]) die neue Richtstätte, die aus einem Galgen, einem Arme-Sünder-Kreuz für das letzte Gebet des Verurteilten und der Köpfstätte bestand. Sowohl der Galgen (historisch Galling genannt)als auch die Köpfstätte (historisch Kopfstätte) befanden sich auf einem  etwa drei Meter hohen gemauerten und begehbaren Podest  gestaltet. Zu dieser Richtstätte gehörte auch das [[Scharfrichterhaus]] und seit etwa 1700 der ''Arme-Sünder-Friedhof'', der sich unweit des heutigen Salzburger [[Kommunalfriedhof]]s (ebenfalls an der Neukommgasse) befand, wo sich heute ein Bestattungsunternehmen befindet.  
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Besonders wichtig im Landschaftsraum von Gneis ist die ehemalige Richtstätte mit dem [[Scharfrichterhaus]] ("Freymannbehausung", Freimann = Scharfrichter), die zwischen [[1599]] bis [[1817]] (letzte Hinrichtung am Galgen) hier bestand, seitdem [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als aufgeklärter Fürst die mittelalterliche Richtstätte mit den am Galgen vermodernden Leichen an der viel befahrenen Linzerstraße aufließ. Er errichtete abseits der [[Berchtesgadener Straße]] und weit außerhalb der Stadt und des Stadtrechtes am „Totenweg“ (heute [[Neukommgasse]] - [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] - [[Josef-Moosbrucker-Weg]]) die neue Richtstätte, die aus einem Galgen, einem Arme-Sünder-Kreuz für das letzte Gebet des Verurteilten und der Köpfstätte bestand. Sowohl der Galgen (historisch Galling genannt)als auch die Köpfstätte (historisch Kopfstätte) befanden sich auf einem  etwa drei Meter hohen gemauerten und begehbaren Podest  gestaltet. Zu dieser Richtstätte gehörte seit 1701 der ''Arme-Sünder-Friedhof'', der sich unweit des heutigen Salzburger [[Kommunalfriedhof]]s (ebenfalls an der Neukommgasse) befand, wo sich heute ein Bestattungsunternehmen befindet.  
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Das Gebäude des Scharfrichters nächst der alten Richtstätte, das in der Bausubstanz zumindest in die Zeit um 1700 zurückreicht, ist an der Neukommgasse bis heute erhalten, es ist das alte Bauernhaus des Martinbauern, und damit das echte Henkerhäusel. Dieses Haus zählt samt dem umgebenden kulturhistorisch bedeutsamen Grünraum zu den unbedingt erhaltenswerten Baudenkmälern der Stadt. Dieses für die Stadt unersetzlich wichtige Bauwerk wird derzeit leider nicht genutzt und droht daher allmählich zu verfallen.   
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Das Wohnhaus des Scharfrichters nächst der alten Richtstätte, das in der Bausubstanz zumindest in die Zeit um 1730 zurückreicht, ist an der Neukommgasse bis heute erhalten, es ist das alte Bauernhaus des Martinbauern, und damit das echte "Henkerhäusel" (Siehe Beitrag [[Scharfrichterhaus]]). Dieses Haus zählt samt dem umgebenden kulturhistorisch bedeutsamen Grünraum zu den unbedingt erhaltenswerten Baudenkmälern der Stadt. Dieses für die Stadt unersetzlich wichtige Bauwerk wird derzeit leider nicht genutzt und droht daher allmählich zu verfallen.   
    
Der einstige Galgenwirt, nun [[Hotel Hölle]] genannt, erinnert ebenfalls an die alte Richtstätte. Der ursprüngliche Galgenwirt lag allerdings östlich des Obelisken im Kern-Park vor dem Kommunalfriedhof, er musste beim Bau des Kommunalfriedhofes übersiedeln, da ein "Galgenwirt" direkt im Eingangsbereich zum großen kommunalen Friedhof damals unerwünscht war.
 
Der einstige Galgenwirt, nun [[Hotel Hölle]] genannt, erinnert ebenfalls an die alte Richtstätte. Der ursprüngliche Galgenwirt lag allerdings östlich des Obelisken im Kern-Park vor dem Kommunalfriedhof, er musste beim Bau des Kommunalfriedhofes übersiedeln, da ein "Galgenwirt" direkt im Eingangsbereich zum großen kommunalen Friedhof damals unerwünscht war.
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