| − | Als Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] [[1387]] von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich [[1403]] im "Igelbund" zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. Die Salzburger "Landschaft", die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. | + | Als Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] [[1387]] von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich [[1403]] im "[[Igelbund]]" zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. Die Salzburger "Landschaft", die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. |
| − | Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar [[1456]] - [[1543]] in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. Einzig das [[Salzburger Domkapitel|Domkapitel]], das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet. | + | Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar [[1456]] - [[1543]] in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. Einzig das [[Salzburger Domkapitel|Domkapitel]], das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet. |