| − | Im 6. Jahrhundert besiedelten Bajuwaren das Land im Salzburger Becken. In Salzburghofen entstand bald ein herzoglicher Hof der Agilolfinger, der in enger Verbindung mit dem Bischofssitz bzw. der herzoglichen Pfalz der Stadt Salzburg stand und der am Anfang des 10. Jahrhunderts als Schenkung an die Salzburger Kirche kam. Der Name von Freilassing wird erstmals zwischen 1125 und 1147 erwähnt. Bezüglich der Entstehung des Namens bestehen zwei Thesen: Wahrscheinlich stammt der Name Freilassing von einer "freien (also nicht abgabepflichtiger) Weidefläche" [2]. Nach einer anderen These steht der Name im Zusammenhang mit der Freilassung eines hörigen oder leibeigenen Person [3]. Die Gemeinde trug bis 1923 den Namen des jetzigen Ortsteils Salzburghofen.[4] Sie gehörte seit dem frühen Mittelalter zum Land Salzburg, das samt dem Salzburggau und den Gebirgsgauen seinerseits zum Herzogtum Bayern gehörte. Durch den Aufstieg Salzburgs zum eigenständigen Fürsterzbistum in der Zeit nach 1328 löste sich auch Salzburghofen bzw. Freilassing vom Mutterland Bayern. 1810 kam das heutige Freilassing zusammen mit Salzburg zum Königreich Bayern und blieb wie der übrige Rupertiwinkel auch 1816 bayerisch, als der Großteil des Landes Salzburg zu Österreich kam.Salzburghofen war beinahe 1 000 Jahre lang ein Teil Salzburgs. Es gehörte mit dem heutigen Rupertigau zur Kornkammer des Fürsterzbistums, das auch die Stadt und den fürsterzbischöflichen Hof mit Lebensmitteln mitversorgte. Als Salzburg nach den Kriegszügen Napoleons [[1810]] zu Bayern kam, fiel auch Salzburghofen an Bayern. Während Salzburg am Wiener Kongress [[1816]] dann Österreich zugesprochen wurde, verblieben der [[Rupertiwinkel]] und damit auch Salzburghofen bei Bayern. | + | Im [[6. Jahrhundert]] besiedelten [[Bajuwaren]] das Land im [[Salzburger Becken]]. In Salzburghofen entstand bald ein herzoglicher Hof der Agilolfinger, der in enger Verbindung mit dem Bischofssitz bzw. der herzoglichen [[Pfalz]] in [[Salzburg]] stand und der am Anfang des [[10. Jahrhundert]]s als Schenkung an die Salzburger Kirche kam. Der Name von Freilassing wird erstmals zwischen 1125 und 1147 erwähnt. Bezüglich der Entstehung des Namens bestehen zwei Thesen: Wahrscheinlich stammt der Name Freilassing von einer "freien (also nicht abgabepflichtiger) Weidefläche". Nach einer anderen These steht der Name im Zusammenhang mit der Freilassung eines hörigen oder leibeigenen Person. Die Gemeinde trug bis 1923 den Namen des jetzigen Ortsteils Salzburghofen. Sie gehörte seit dem frühen [[Mittelalter]] zum Land Salzburg, das samt dem [[Salzburggau]] und den Gebirgsgauen seinerseits zum [[Herzogtum Bayern]] gehörte. Durch den Aufstieg Salzburgs zum eigenständigen Fürsterzbistum in der Zeit nach 1328 löste sich auch Salzburghofen bzw. Freilassing vom Mutterland Bayern. 1810 kam das heutige Freilassing zusammen mit Salzburg zum Königreich Bayern und blieb wie der übrige [[Rupertiwinkel]] auch 1816 bayerisch, als der Großteil des Landes Salzburg zu [[Österreich]] kam. Salzburghofen war beinahe 1 000 Jahre lang ein Teil Salzburgs. Es gehörte mit dem heutigen Rupertigau zur Kornkammer des Fürsterzbistums, das auch die Stadt und den fürsterzbischöflichen Hof mit Lebensmitteln mitversorgte. Als Salzburg nach den Kriegszügen [[Napoleon]]s [[1810]] zu Bayern kam, fiel auch Salzburghofen an Bayern. Während Salzburg am Wiener Kongress [[1816]] dann Österreich zugesprochen wurde, verblieben der [[Rupertiwinkel]] und damit auch Salzburghofen bei Bayern. |
| | Salzburghofen wurde Grenzort und bekam eine Zollstation. [[1860]] wurde es durch den Bau der Eisenbahnverbindung München-[[Salzburg]] zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt. [[1923]] erfolgte die Umbenennung von Salzburghofen in Freilassing. | | Salzburghofen wurde Grenzort und bekam eine Zollstation. [[1860]] wurde es durch den Bau der Eisenbahnverbindung München-[[Salzburg]] zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt. [[1923]] erfolgte die Umbenennung von Salzburghofen in Freilassing. |