| | Der erste nachweisbare Fischmarkt wurde am Löchlplatz, jetzt [[Hagenauerplatz]], abgehalten, wofür man 1548 einen hölzernen Brunnen errichtet hatte. [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] ließ ihn 1599 durch einen viereckigen Röhrenbrunnen ersetzen, der mit einer Maria-Immaculata-Statue bekrönt, und mit Fischbehältern umgeben war. Die Anlage war insgesamt aus Untersberger Marmor gefertigt gewesen, sie wurde 1873 abgetragen, die Marienstatue ist im Garten des [[Herz-Jesu-Heim]]es erhalten geblieben.<ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 7.</ref> | | Der erste nachweisbare Fischmarkt wurde am Löchlplatz, jetzt [[Hagenauerplatz]], abgehalten, wofür man 1548 einen hölzernen Brunnen errichtet hatte. [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] ließ ihn 1599 durch einen viereckigen Röhrenbrunnen ersetzen, der mit einer Maria-Immaculata-Statue bekrönt, und mit Fischbehältern umgeben war. Die Anlage war insgesamt aus Untersberger Marmor gefertigt gewesen, sie wurde 1873 abgetragen, die Marienstatue ist im Garten des [[Herz-Jesu-Heim]]es erhalten geblieben.<ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 7.</ref> |
| − | Als Anfang des 17. Jahrhunderts der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg<ref>Unter Bürgermeister Kaspar Hahn (1611–1636) [[Liste der Bürgermeister der Stadt Salzburg#Bürgermeister von 1511 bis 1741|Liste der Bürgermeister 1511–1741]]</ref> den Fischmarkt an den ''Gries'', dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], vor die ''[[Alte Thürnitz]]'', wobei der Brunnen mit den alten Fischbecken am Löchlplatz verblieb. Die neuen Fischbecken mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich Santino Solari, die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister Martin Pfenninger aus Himmelreich. Dieser schuf 1620 das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender '''Wappenhüter''', der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das ''Recht der Stadt über den Fischmarkt'' ausdrückende Salzburger Stadtwappen. <ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 8f.</ref> | + | Als Anfang des 17. Jahrhunderts der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg<ref>Unter Bürgermeister Kaspar Hahn (1611–1636)</ref> den Fischmarkt an den ''Gries'', dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], vor die ''[[Alte Thürnitz]]'', wobei der Brunnen mit den alten Fischbecken am Löchlplatz verblieb. Die neuen Fischbecken mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich Santino Solari, die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister Martin Pfenninger aus Himmelreich. Dieser schuf 1620 das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender '''Wappenhüter''', der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das ''Recht der Stadt über den Fischmarkt'' ausdrückende Salzburger Stadtwappen. <ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 8f.</ref> |
| | [[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz, wo noch der Fischmarktbrunnen aus dem Jahre 1599 stand, abgehalten, während der ''Wilde-Mann-Brunnen'' vor der [[Hofmarstall|alten Reitschule]], gleich neben dem heutigen Bühnenhaus des [[Haus für Mozart|alten Festspielhauses]], aufgebaut wurde. [[1937]] versetzte man ihn abermals, er steht seither am Rand des [[Furtwänglerpark]]s.<ref>Quelle Buch [[Salzburger Fotografien 1880–1918]]</ref>. | | [[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz, wo noch der Fischmarktbrunnen aus dem Jahre 1599 stand, abgehalten, während der ''Wilde-Mann-Brunnen'' vor der [[Hofmarstall|alten Reitschule]], gleich neben dem heutigen Bühnenhaus des [[Haus für Mozart|alten Festspielhauses]], aufgebaut wurde. [[1937]] versetzte man ihn abermals, er steht seither am Rand des [[Furtwänglerpark]]s.<ref>Quelle Buch [[Salzburger Fotografien 1880–1918]]</ref>. |