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'''Brandopferplatz am Langacker'''
 
'''Brandopferplatz am Langacker'''
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[[Datei:!cid image001 png@01CF9205.png|thumb|Blick vom bronzezeitlichen Brandopferplatz am Langacker ins Alpenvorland. Im Hintergrund der Gaisberg. ]]
 
Am oberen Ende des Langackers befand sich ein ovaler Hügel, der etwa 4 m hoch, 32 m lang und 24 m breit war. 1891 wurde er archäologisch erforscht und abgetragen. Auf einem aus Steinen errichteten kreisrunden Opferaltar lag eine Schicht aus Holzkohle und Asche, vermischt mit Tierknochen. Darüber eine Schicht verbrannter Tierknochen und Scherben von Gefäßen. Dazu wurden etwa 150 Gegenstände aus der Mittleren bis Späten Bronzezeit gefunden (Angelhaken, Spinnwirteln, Schmuck). Der Opferplatz wurde in der Zeit zwischen 1500 und 1200 vor Christus genutzt. Vermutlich baten die Menschen der Bronzezeit dort höhere Mächte um Schutz und Hilfe vor dem beschwerlichen Weg ins Gebirge. Der Opferplatz lag nämlich an einem Saumweg, der vom Flachland ins Gebirge führte und sich an dieser Stelle gabelte: Der eine Weg führte durch die „Garnei“ und am [[Thumsee]] vorbei in den [[Pinzgau]], der andere über den Jochberg in den Chiemgau. Ein weiterer Opferplatz befand sich in der Nähe auf dem Eisenbichl. (Bruckthal/Zwieselstraße)
 
Am oberen Ende des Langackers befand sich ein ovaler Hügel, der etwa 4 m hoch, 32 m lang und 24 m breit war. 1891 wurde er archäologisch erforscht und abgetragen. Auf einem aus Steinen errichteten kreisrunden Opferaltar lag eine Schicht aus Holzkohle und Asche, vermischt mit Tierknochen. Darüber eine Schicht verbrannter Tierknochen und Scherben von Gefäßen. Dazu wurden etwa 150 Gegenstände aus der Mittleren bis Späten Bronzezeit gefunden (Angelhaken, Spinnwirteln, Schmuck). Der Opferplatz wurde in der Zeit zwischen 1500 und 1200 vor Christus genutzt. Vermutlich baten die Menschen der Bronzezeit dort höhere Mächte um Schutz und Hilfe vor dem beschwerlichen Weg ins Gebirge. Der Opferplatz lag nämlich an einem Saumweg, der vom Flachland ins Gebirge führte und sich an dieser Stelle gabelte: Der eine Weg führte durch die „Garnei“ und am [[Thumsee]] vorbei in den [[Pinzgau]], der andere über den Jochberg in den Chiemgau. Ein weiterer Opferplatz befand sich in der Nähe auf dem Eisenbichl. (Bruckthal/Zwieselstraße)
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In der Nähe der heutigen [[Predigtstuhlbahn]] im Ortsteil Kirchberg wurden in den 1880er Jahren über 500 Gräber aus dem 6. bis 8. Jahrhundert nach Christus ausgegraben. Dabei hat man  christlich-romanische und heidnisch-bajuwarische Bestattungen gleichermaßen entdeckt. Sie sind ein Hinweis darauf, dass im Reichenhaller Tal bis zum Ende des 8. Jh. eine romanische Minderheit lebte, die dann im Stamm der [[Bajuwaren]] aufgegangen ist. (Kiblinger Straße)
 
In der Nähe der heutigen [[Predigtstuhlbahn]] im Ortsteil Kirchberg wurden in den 1880er Jahren über 500 Gräber aus dem 6. bis 8. Jahrhundert nach Christus ausgegraben. Dabei hat man  christlich-romanische und heidnisch-bajuwarische Bestattungen gleichermaßen entdeckt. Sie sind ein Hinweis darauf, dass im Reichenhaller Tal bis zum Ende des 8. Jh. eine romanische Minderheit lebte, die dann im Stamm der [[Bajuwaren]] aufgegangen ist. (Kiblinger Straße)
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==Bildergalerie==
 
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