Änderungen

K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 33: Zeile 33:  
Einen wichtigen Schritt tat Stiegl-Direktor Kiener 1954 mit der Gründung der „Salzburger Getränkeindustrie“ ([[Coca-Cola-Salzburg]]), der er ebenfalls als geschäftsführender Gesellschafter vorstand. Der Stiegl-Schwesterbetrieb (heute Stiegl Getränke & Service Gesellschaft) entwickelte sich zur bedeutendsten alkoholfreien Getränkefirma im Land Salzburg.
 
Einen wichtigen Schritt tat Stiegl-Direktor Kiener 1954 mit der Gründung der „Salzburger Getränkeindustrie“ ([[Coca-Cola-Salzburg]]), der er ebenfalls als geschäftsführender Gesellschafter vorstand. Der Stiegl-Schwesterbetrieb (heute Stiegl Getränke & Service Gesellschaft) entwickelte sich zur bedeutendsten alkoholfreien Getränkefirma im Land Salzburg.
   −
Seit [[1991]] leitet [[Dr. Heinrich Dieter Kiener]] III. die Geschicke der Stieglbrauerei zu Salzburg. Als Großneffe und Adoptivsohn von Heinrich Kiener II trat er 1985 in die Brauerei ein und wurde bereits in Jugendjahren auf seine zukünftige Aufgabe als Stiegl-Chef vorbereitet. Er studierte an der Universität Innsbruck Rechtswissenschaften sowie Betriebswirtschaft und sammelte Erfahrungen in Brauereien und Banken. Seine fachspezifische Ausbildung erhielt er an der [[Doemens-Schule]], einer Lehr- und Versuchsanstalt für Brauer in Gräfelfing bei München. Im April [[1985]] trat er in die Brauerei ein, wo er bald als rechte Hand des Chefs agierte. Als Marketingstratege war er schon damals offen für Neues. Nach dem Ableben von Heinrich Kiener II. [[1990]] übernahm er die Position des geschäftsführenden Gesellschafters. Im Mai 2010 heiratete er seine Lebensgefährtin Mag. Alessandra Kiener, die ebenfalls im Unternehmen tätig ist.
+
Seit [[1991]] leitet [[Dr. Heinrich Dieter Kiener]] III. die Geschicke der Stieglbrauerei zu Salzburg. Als Großneffe und Adoptivsohn von Heinrich Kiener II trat er 1985 in die Brauerei ein und wurde bereits in Jugendjahren auf seine zukünftige Aufgabe als Stiegl-Chef vorbereitet. Er studierte an der Universität Innsbruck Rechtswissenschaften sowie Betriebswirtschaft und sammelte Erfahrungen in Brauereien und Banken. Seine fachspezifische Ausbildung erhielt er an der [[Doemens-Schule]], einer Lehr- und Versuchsanstalt für Brauer in Gräfelfing bei München. Im April [[1985]] trat er in die Brauerei ein, wo er bald als rechte Hand des Chefs agierte. Als Marketingstratege war er schon damals offen für Neues. Nach dem Ableben von Heinrich Kiener II. [[1990]] übernahm er die Position des geschäftsführenden Gesellschafters. Im Mai 2010 heiratete er seine Lebensgefährtin Mag.<sup>a</sup><ref>{{Magistra}}</ref> Alessandra Kiener, die ebenfalls im Unternehmen tätig ist.
    
===Rochushof===
 
===Rochushof===
 
[[Bild:Stiegl_Rochushof.JPG|thumb|Der Rochhushof mit dem Haus der Meister an der Stieglbrauerei]]
 
[[Bild:Stiegl_Rochushof.JPG|thumb|Der Rochhushof mit dem Haus der Meister an der Stieglbrauerei]]
Der [[Rochushof]], in dem sich heute ein Bio-Feinkostladen und das "Haus der Meister" befinden, erinnert an den Pestpatron, den Heiligen [[Rochus]], und das dortige Pesthaus ([[Lazareth zum Heiligen Rochus]]) samt Pestfriedhof. Fürsterzbischof [[Paris Lodron]] hatte [[1636]] Pesthaus und Friedhof hier errichten lassen.
+
Der [[Rochushof]], in dem sich heute ein Bio-Feinkostladen und das "Haus der Meister" befinden, erinnert an den [[Pest]]<nowiki>patron</nowiki>, den heiligen [[Rochus]], und das dortige Pesthaus ([[Lazareth zum Heiligen Rochus]]) samt Pestfriedhof. [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] hatte [[1636]] Pesthaus und Friedhof hier errichten lassen.
    
===Österreichs größte und erfolgreichste Privatbrauerei===
 
===Österreichs größte und erfolgreichste Privatbrauerei===
Zeile 66: Zeile 66:  
=== Stiegl-Nachhaltigkeitsbericht ===
 
=== Stiegl-Nachhaltigkeitsbericht ===
 
Der [[ Stiegl-Nachhaltigkeitsbericht]] wird von Stiegl seit [[1990]] alljährlich herausgegeben.
 
Der [[ Stiegl-Nachhaltigkeitsbericht]] wird von Stiegl seit [[1990]] alljährlich herausgegeben.
 +
 
=== Verurteilung ===
 
=== Verurteilung ===
 
Die Brauerei wurde zusammen mit dem Marktführer [[Brau Union Österreich AG]] und der Brauerei Ottakringer im Zusammenhang eines seit 1999 geltenden Lieferboykotts für Fassbier für Cash- & Carry-Märkte von der Bundeswettbewerbshörde (BWB) geklagt und vom Kartellgericht im Februar 2012 rechtskräftig verurteilt. Demnach musste Stiegl 170&nbsp;000 Euro Strafe zahlen, Brau Union 750&nbsp;000 und Ottakringer 190&nbsp;000 Euro. Der Brauereiverband hatte 1999 beschlossen, wegen Qualitäts- und Hygienebedenken Großverbrauchermärkte nicht mehr mit Fassbier zu beliefern. Das wurde vom Kartellgericht im Februar 2012 letztlich für nicht zulässig befunden. Das bemängelte Verhalten sei bereits 2011 abgestellt worden<ref>Quellen: {{Quelle SN|6. März 2012}}, [http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/737533/111-Mio-Euro-Strafe-fuer-Bierbrauer-wegen-Lieferboykott diepresse.com]</ref>.
 
Die Brauerei wurde zusammen mit dem Marktführer [[Brau Union Österreich AG]] und der Brauerei Ottakringer im Zusammenhang eines seit 1999 geltenden Lieferboykotts für Fassbier für Cash- & Carry-Märkte von der Bundeswettbewerbshörde (BWB) geklagt und vom Kartellgericht im Februar 2012 rechtskräftig verurteilt. Demnach musste Stiegl 170&nbsp;000 Euro Strafe zahlen, Brau Union 750&nbsp;000 und Ottakringer 190&nbsp;000 Euro. Der Brauereiverband hatte 1999 beschlossen, wegen Qualitäts- und Hygienebedenken Großverbrauchermärkte nicht mehr mit Fassbier zu beliefern. Das wurde vom Kartellgericht im Februar 2012 letztlich für nicht zulässig befunden. Das bemängelte Verhalten sei bereits 2011 abgestellt worden<ref>Quellen: {{Quelle SN|6. März 2012}}, [http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/737533/111-Mio-Euro-Strafe-fuer-Bierbrauer-wegen-Lieferboykott diepresse.com]</ref>.
Zeile 138: Zeile 139:  
* ''900 Jahre Festung Hohensalzburg'', Landesfest [[4. Juni|4.]] bis [[12. Juni]] [[1977]], Schriftenreihe des Landespressebüro Salzburg, 1977
 
* ''900 Jahre Festung Hohensalzburg'', Landesfest [[4. Juni|4.]] bis [[12. Juni]] [[1977]], Schriftenreihe des Landespressebüro Salzburg, 1977
 
* ''Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier Würthle'', Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4
 
* ''Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier Würthle'', Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4
 +
 +
== Fußnoten==
 
<references />
 
<references />