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Als Stützpunkt zur Missionierung im [[Pongau]] gründete Rupert [[711]]/[[712]] ein weiteres Kloster, die "[[Maximilianzelle]]" im heutigen [[Bischofshofen]]. Nach mehreren Zerstörungen verlieren sich die Spuren dieses Klosters im frühen [[9. Jahrhundert]]. Das große Waldgebiet im Pongau jedoch, welches Herzog Theodbert an die Maximilianszelle schenkte, wurde später zur Keimzelle des Landes Salzburg.  
 
Als Stützpunkt zur Missionierung im [[Pongau]] gründete Rupert [[711]]/[[712]] ein weiteres Kloster, die "[[Maximilianzelle]]" im heutigen [[Bischofshofen]]. Nach mehreren Zerstörungen verlieren sich die Spuren dieses Klosters im frühen [[9. Jahrhundert]]. Das große Waldgebiet im Pongau jedoch, welches Herzog Theodbert an die Maximilianszelle schenkte, wurde später zur Keimzelle des Landes Salzburg.  
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Herzog Theodbert und seine Frau Regintrud haben Rupert außerdem den Auftrag zur Gründung eines [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg|Frauenklosters]] erteilt. Weil es aber in Bayern selbst noch kein Frauenkloster gab, das eine Äbtissin und einige Nonnen für die Gründung hätte stellen können, holte Rupert 712 seine Nichte [[Erentrudis]], die eine Nonne war, und weitere Helfer aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg. Erentrudis, die etwa von [[650]] bis [[718]] lebte, wurde als erste [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissin]] des Klosters eingesetzt und bald nach ihrem Tod als Heilige verehrt. Das Kloster gründete man zwischen [[713]] und [[715]] auf dem östlichen Ausläufer des Festungsberges, dem heutigen Nonnberg, unterhalb der Oberen Burg. Das Kloster war in deren äußere Befestigungsanlage integriert und damit Bestandteil der Burg. Die [[Nonnberger Stiftskirche Mariae Himmelfahrt|Klosterkirche]] weihte Rupert zu Ehren der Gottesmutter Maria.  
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Herzog Theodbert und seine Frau Regintrud haben Rupert außerdem den Auftrag zur Gründung eines [[Benediktinenstift Nonnberg|Frauenklosters]] erteilt. Weil es aber in Bayern selbst noch kein Frauenkloster gab, das eine Äbtissin und einige Nonnen für die Gründung hätte stellen können, holte Rupert 712 seine Nichte [[Erentrudis]], die eine Nonne war, und weitere Helfer aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg. Erentrudis, die etwa von [[650]] bis [[718]] lebte, wurde als erste [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissin]] des Klosters eingesetzt und bald nach ihrem Tod als Heilige verehrt. Das Kloster gründete man zwischen [[713]] und [[715]] auf dem östlichen Ausläufer des Festungsberges, dem heutigen Nonnberg, unterhalb der Oberen Burg. Das Kloster war in deren äußere Befestigungsanlage integriert und damit Bestandteil der Burg. Die [[Nonnberger Stiftskirche Mariae Himmelfahrt|Klosterkirche]] weihte Rupert zu Ehren der Gottesmutter Maria.  
    
Nach dem Tod seines Gegners Pippin im Jahr [[715]] kehrte Rupert an seinen Bischofssitz in Worms zurück. Dort starb er an einem 27. März zwischen 716 und 718. In Salzburg geriet er trotz seiner bedeutenden Leistungen bald in Vergessenheit. Erst sein späterer Nachfolger [[Virgil]] ließ anlässlich der Domweihe am [[24. September]] [[774]] die Gebeine Ruperts aus Worms nach Salzburg überführen.  
 
Nach dem Tod seines Gegners Pippin im Jahr [[715]] kehrte Rupert an seinen Bischofssitz in Worms zurück. Dort starb er an einem 27. März zwischen 716 und 718. In Salzburg geriet er trotz seiner bedeutenden Leistungen bald in Vergessenheit. Erst sein späterer Nachfolger [[Virgil]] ließ anlässlich der Domweihe am [[24. September]] [[774]] die Gebeine Ruperts aus Worms nach Salzburg überführen.