Änderungen

Zeile 4: Zeile 4:  
Friderike Zweig stand zeit ihres Lebens im Schatten ihres berühmten Mannes. Sie überlebte diesen um drei Jahrzehnte. Über ihr Wirken ist bis heute wenig bekannt. "Friderike Zweig ist als Schriftstellerin weitgehend in Vergessenheit geraten", sagt der Salzburger Literaturhistoriker und Herausgeber des Briefwechsels zwischen Stefan und Friderike Zweig, [[Gert Kerschbaumer]]. Das liege zum einen an den irreführenden Darstellungen, die sich in ihren Biografien über Stefan Zweig finden, zum anderen, weil sie eine Frau war. "In dem männlich dominierten Literaturbetrieb von damals war es für Frauen kaum möglich ohne Unterstützung etwas publizieren zu können", so Kerschbaumer. In mühevoller Kleinarbeit analysierte der Historiker die Briefwechsel zwischen ihr und ihrem Mann und rekonstruierte auf diese Weise das Leben der vergessenen Dichterin.
 
Friderike Zweig stand zeit ihres Lebens im Schatten ihres berühmten Mannes. Sie überlebte diesen um drei Jahrzehnte. Über ihr Wirken ist bis heute wenig bekannt. "Friderike Zweig ist als Schriftstellerin weitgehend in Vergessenheit geraten", sagt der Salzburger Literaturhistoriker und Herausgeber des Briefwechsels zwischen Stefan und Friderike Zweig, [[Gert Kerschbaumer]]. Das liege zum einen an den irreführenden Darstellungen, die sich in ihren Biografien über Stefan Zweig finden, zum anderen, weil sie eine Frau war. "In dem männlich dominierten Literaturbetrieb von damals war es für Frauen kaum möglich ohne Unterstützung etwas publizieren zu können", so Kerschbaumer. In mühevoller Kleinarbeit analysierte der Historiker die Briefwechsel zwischen ihr und ihrem Mann und rekonstruierte auf diese Weise das Leben der vergessenen Dichterin.
   −
Bereits vor ihrer Heirat mit Stefan Zweig im Jahr [[1920]] veröffentlichte die noch unbekannte Schriftstellerin unter dem Namen Winternitz - ihre Ehe mit Felix von Winternitz wurde [[1914]] geschieden - [[1913]] ihren ersten Roman "Der Ruf der Heimat". Schon damals äußerte sie gegenüber Zweig ihren innigsten Wunsch "Lass uns einmal wie zwei Dichter leben". Ein Wunsch, der jedoch nie wirklich in Erfüllung ging.
+
Bereits vor ihrer Heirat mit Stefan Zweig im Jahr [[1920]] veröffentlichte die noch unbekannte Schriftstellerin unter dem Namen Winternitz (siehe auch: [[Friederike von Winternitz]]  - ihre Ehe mit Felix von Winternitz wurde [[1914]] geschieden - [[1913]] ihren ersten Roman "Der Ruf der Heimat". Schon damals äußerte sie gegenüber Zweig ihren innigsten Wunsch "Lass uns einmal wie zwei Dichter leben". Ein Wunsch, der jedoch nie wirklich in Erfüllung ging.
    
Gemeinsam mit ihm und ihren beiden Töchtern Alix und Suse bewohnte Friderike Zweig bis [[1937]] das [[Paschinger Schlössl]] am [[Kapuzinerberg]]. Sie war es, die den Literaturbetrieb ihres Mannes leitete und die Korrespondenz über hatte. In dieser Zeit übersetzte sie etliche Werke aus dem Französischen ins Deutsche. "Eine Arbeit, in der sie jedoch keine Erfüllung fand und die sie in ihrem eigenen Schaffen hemmte", erklärt Kerschbaumer. Ihr Roman "Erik Neergard und die Schwestern", an dem sie schon während ihrer Zeit in [[Salzburg]] zu schreiben begann, wurde erst nach Kriegsende [[1951]] veröffentlicht.
 
Gemeinsam mit ihm und ihren beiden Töchtern Alix und Suse bewohnte Friderike Zweig bis [[1937]] das [[Paschinger Schlössl]] am [[Kapuzinerberg]]. Sie war es, die den Literaturbetrieb ihres Mannes leitete und die Korrespondenz über hatte. In dieser Zeit übersetzte sie etliche Werke aus dem Französischen ins Deutsche. "Eine Arbeit, in der sie jedoch keine Erfüllung fand und die sie in ihrem eigenen Schaffen hemmte", erklärt Kerschbaumer. Ihr Roman "Erik Neergard und die Schwestern", an dem sie schon während ihrer Zeit in [[Salzburg]] zu schreiben begann, wurde erst nach Kriegsende [[1951]] veröffentlicht.