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* [[994]] wurden die Hagenauer in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bereits als adeliges Geschlecht bezeichnet. In dieser Urkunde tauschte der Freisinger Bischof ''"Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau"'' mit dem Edlen Gerolt Liegenschaften zu Notzing gegen andere zu Biberbach.  Wahrscheinlich gehen die Herren von Hagenau auf germanischen [[Adel]] zurück, aus dem die meisten edelfreien Geschlechter hervorgingen.  
 
* [[994]] wurden die Hagenauer in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bereits als adeliges Geschlecht bezeichnet. In dieser Urkunde tauschte der Freisinger Bischof ''"Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau"'' mit dem Edlen Gerolt Liegenschaften zu Notzing gegen andere zu Biberbach.  Wahrscheinlich gehen die Herren von Hagenau auf germanischen [[Adel]] zurück, aus dem die meisten edelfreien Geschlechter hervorgingen.  
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* Aus dem Jahr [[1137]] stammt das marmorne Epitaph des Hochfreien Reimprecht von  Hagenau (aus der Böheimkirchner Linie), dem Mitstifter von Seitenstetten. Auf diesem ist das Hagenauer Stammwappen (das hier Ähnlichkeit mit dem Stiftswappen von Seitenstetten zeigt) zwischen dem heiligen Augustin und den heiligen Hippolyt abgebildet: Ein grüner Dreiberg mit Hagenbaum (hier ein Stamm mit schrägrechts gestümmeltem Ast), über dem Wappen ein Topfhelm mit zwei Büffelhörnern (die Freisinger Linie hatte einen Flug als Helmzier) und Helmdecke. Zwischen den Hörnern erneut ein Dreiberg mit Hagenbaum in erwähnter Art, die Decke ist rot - weiß tingiert. Die Umschrift ist teils mit lateinischen und teils mit griechischen Buchstaben: ''"Augustine pie nos duc ad agalma Sophiae, Christicolis gratus sit sacer ypolitus"''.  Ob das in einer früheren Beschreibungen des Epitaphs genannte rote Kreuz am Helm als Zeichen der Zugehörigkeit zu den Tempelrittern (1129 gegründete Orden der Templer) oder für einen Kreuzritter stehen soll, ist nicht ersichtlich. Die Teilnahme Reimprechts an einer "bewaffneten Pilgerfahrt" (erster Kreuzzug 1096–1099, oder Kreuzzug von 1101) ist in keiner Urkunde belegt. Hingegen ist von seinen beiden Söhnen Hartwik und Reginbert II. die Teilnahme am zweiten Kreuzzug (1147–1149) urkundlich gesichert. Das Epitaph Reimprechts (oder Reginberts) befand sich ursprünglich in der Eigenkirche der Hagenauer, neben der Burg Hagenau in St. Peter am Anger in Ausserkasten (Böheimkirchen, NÖ).  
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* Aus dem Jahr [[1137]] stammt das marmorne Epitaph des Hochfreien Reimprecht von  Hagenau (aus der Böheimkirchner Linie), dem Mitstifter von Seitenstetten. Auf diesem ist erstmals das Hagenauer Stammwappen (das hier Ähnlichkeit mit dem Stiftswappen von Seitenstetten zeigt) zwischen dem heiligen Augustin und den heiligen Hippolyt abgebildet: Ein grüner Dreiberg mit Hagenbaum (hier ein Stamm mit schrägrechts gestümmeltem Ast), über dem Wappen ein Topfhelm mit zwei Büffelhörnern (die Freisinger Linie hatte einen Flug als Helmzier) und Helmdecke. Zwischen den Hörnern erneut ein Dreiberg mit Hagenbaum in erwähnter Art, die Decke ist rot - weiß tingiert. Die Umschrift ist teils mit lateinischen und teils mit griechischen Buchstaben: ''"Augustine pie nos duc ad agalma Sophiae, Christicolis gratus sit sacer ypolitus"''.  Ob das in einer früheren Beschreibungen des Epitaphs genannte rote Kreuz am Helm als Zeichen der Zugehörigkeit zu den Tempelrittern (1129 gegründete Orden der Templer) oder für einen Kreuzritter stehen soll, ist nicht ersichtlich. Die Teilnahme Reimprechts an einer "bewaffneten Pilgerfahrt" (erster Kreuzzug 1096–1099, oder Kreuzzug von 1101) ist in keiner Urkunde belegt. Hingegen ist von seinen beiden Söhnen Hartwik und Reginbert II. die Teilnahme am zweiten Kreuzzug (1147–1149) urkundlich gesichert. Das Epitaph Reimprechts (oder Reginberts) befand sich ursprünglich in der Eigenkirche der Hagenauer, neben der Burg Hagenau in St. Peter am Anger in Ausserkasten (Böheimkirchen, NÖ).  
    
* Am [[24. Juni]] [[1141]], bestätigte Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, dem Stift St. Florian alle Rechte und Besitzungen. Das (leider zerbrochene) mandelförmige Siegel Reginberts zeigt ihn als Bischof thronend. Am [[26. Dezember]] [[1147]] wurde von Reginbert von Hagenau in Kremsmünster ebenfalls eine Urkunde gesiegelt, in der er als Bischof von Passau die Pfarrkirche zu Schöndorf mit dem Spitale des heil. Ägidius zu Vöcklabruck, welches Piligrim von Schalchheim gestiftet hatte, vereinigt. Unter den Zeugen befand sich auch Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), einer seiner Brüder, mit dem er bald darauf in den Zweiten Kreuzzug ziehen sollte, von dem beide nicht mehr zurück kamen. Das Siegel ist selbiges wie oben, jedoch besser erhalten. Beide Urkunden befindet sich im Stiftsarchiv des Stiftes St. Florian (Oberösterreich).  
 
* Am [[24. Juni]] [[1141]], bestätigte Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, dem Stift St. Florian alle Rechte und Besitzungen. Das (leider zerbrochene) mandelförmige Siegel Reginberts zeigt ihn als Bischof thronend. Am [[26. Dezember]] [[1147]] wurde von Reginbert von Hagenau in Kremsmünster ebenfalls eine Urkunde gesiegelt, in der er als Bischof von Passau die Pfarrkirche zu Schöndorf mit dem Spitale des heil. Ägidius zu Vöcklabruck, welches Piligrim von Schalchheim gestiftet hatte, vereinigt. Unter den Zeugen befand sich auch Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), einer seiner Brüder, mit dem er bald darauf in den Zweiten Kreuzzug ziehen sollte, von dem beide nicht mehr zurück kamen. Das Siegel ist selbiges wie oben, jedoch besser erhalten. Beide Urkunden befindet sich im Stiftsarchiv des Stiftes St. Florian (Oberösterreich).  
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