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| | == Geschichtlicher Rückblick in Salzburg == | | == Geschichtlicher Rückblick in Salzburg == |
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| | Almosen zu geben wurde als Ausgleich für die ungerechte Verteilung von Privateigentum angesehen und in weiterer Folge zum allgemeinen Gebot erhoben. So legte die von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] einberufene [[Synode von Salzburg]] fest, dass alle guten Christen nach besten Kräften viermal im Jahr Almosen zu geben haben. | | Almosen zu geben wurde als Ausgleich für die ungerechte Verteilung von Privateigentum angesehen und in weiterer Folge zum allgemeinen Gebot erhoben. So legte die von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] einberufene [[Synode von Salzburg]] fest, dass alle guten Christen nach besten Kräften viermal im Jahr Almosen zu geben haben. |
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| | === Spätes Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert === | | === Spätes Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert === |
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| | Dies änderte sich im späten Mittelalter, denn aufgrund von Missernten und infolgedessen Hungerperioden und Preissteigerung flohen immer mehr Menschen in die Städte<ref>Bräuer, Helmut: ''Bettler in frühzeitlichen Städten Mitteleuropas'' in: Althammer, Beate (Hrsg.): ''Bettler in der europäischen Stadt der Moderne'', Frankfurt am Main, Peter Lang Verlag GmbH, 2007, S. 25, zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref>. Aufgrund der schlechten Situation kam es, dass immmer mehr Menschen betteln (und betteln mussten). Die bisherige Armenfürsorge – getragen von kirchlichen Institutionen – war überlastet, und städtische Räte übernahmen (teilweise) diese Aufgabe. Die Verwaltung der städtischen Armenfürsorge galt es zu optimieren. Mit diesem Optimierungsprozess ging eine Wahrnehmungsveränderung des Bettelns einher. Nun wurde das Betteln stetig zu sozial unerwünschtem Verhalten.<ref>Müller, ''Vom Almosen zum Spendenmarkt'', S. 145 ff., zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref> | | Dies änderte sich im späten Mittelalter, denn aufgrund von Missernten und infolgedessen Hungerperioden und Preissteigerung flohen immer mehr Menschen in die Städte<ref>Bräuer, Helmut: ''Bettler in frühzeitlichen Städten Mitteleuropas'' in: Althammer, Beate (Hrsg.): ''Bettler in der europäischen Stadt der Moderne'', Frankfurt am Main, Peter Lang Verlag GmbH, 2007, S. 25, zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref>. Aufgrund der schlechten Situation kam es, dass immmer mehr Menschen betteln (und betteln mussten). Die bisherige Armenfürsorge – getragen von kirchlichen Institutionen – war überlastet, und städtische Räte übernahmen (teilweise) diese Aufgabe. Die Verwaltung der städtischen Armenfürsorge galt es zu optimieren. Mit diesem Optimierungsprozess ging eine Wahrnehmungsveränderung des Bettelns einher. Nun wurde das Betteln stetig zu sozial unerwünschtem Verhalten.<ref>Müller, ''Vom Almosen zum Spendenmarkt'', S. 145 ff., zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref> |
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| | ===17. und 18. Jahrhundert === | | ===17. und 18. Jahrhundert === |
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| | In den [[1690er]]-Jahren waren in Wien von insgesamt 1 051 bettelnden Menschen (die aufgezeichnet wurden) 102 Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre. In Salzburg waren es 460 Kinder von insgesamt 3 540 offiziellen BettlerInnen.<ref>Bräuer, Helmut: ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 34.</ref> | | In den [[1690er]]-Jahren waren in Wien von insgesamt 1 051 bettelnden Menschen (die aufgezeichnet wurden) 102 Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre. In Salzburg waren es 460 Kinder von insgesamt 3 540 offiziellen BettlerInnen.<ref>Bräuer, Helmut: ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 34.</ref> |
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| | === 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart === | | === 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart === |
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| | Auch die nächsten Jahrhunderte änderten nichts am Umgang mit Menschen, die bettelten. In allen größeren österreichischen Städten, wie Innsbruck, Salzburg, Linz, Graz und Wien, existierten zu Beginn des 19. Jahrhunderts Zwangsarbeitshäuser, in die all jene Menschen über 12 Jahren geschickt wurden, die entweder nicht arbeiten wollten oder konnten oder denen dies einfach vielfach unterstellt wurde.<ref>Kleinwächter, Friedrich: ''Armenwesen und Armengesetzgebung in Österreich'', 1870, in Emminghaus, Arwed (Hrsg.): ''Das Armenwesen und die Armengesetzgebung in europäischen Staaten'', Berlin, Verlag von F. A. Herbig, zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 49.</ref> | | Auch die nächsten Jahrhunderte änderten nichts am Umgang mit Menschen, die bettelten. In allen größeren österreichischen Städten, wie Innsbruck, Salzburg, Linz, Graz und Wien, existierten zu Beginn des 19. Jahrhunderts Zwangsarbeitshäuser, in die all jene Menschen über 12 Jahren geschickt wurden, die entweder nicht arbeiten wollten oder konnten oder denen dies einfach vielfach unterstellt wurde.<ref>Kleinwächter, Friedrich: ''Armenwesen und Armengesetzgebung in Österreich'', 1870, in Emminghaus, Arwed (Hrsg.): ''Das Armenwesen und die Armengesetzgebung in europäischen Staaten'', Berlin, Verlag von F. A. Herbig, zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 49.</ref> |
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| | Trotzdem stimmten SPÖ, ÖVP, FPÖ zu. Der Antrag wurde am 31. Oktober 2012 im Salzburger Landtag beschlossen. Das Salzburger Landesgesetz, genauer der § 29 (Bettelei), wurde in abgeschächter Form wieder eingeführt.<ref>[http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/14Gesetzgebungsperiode/5Session/068.pdf www.salzburg.gv.at PDF]</ref> | | Trotzdem stimmten SPÖ, ÖVP, FPÖ zu. Der Antrag wurde am 31. Oktober 2012 im Salzburger Landtag beschlossen. Das Salzburger Landesgesetz, genauer der § 29 (Bettelei), wurde in abgeschächter Form wieder eingeführt.<ref>[http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/14Gesetzgebungsperiode/5Session/068.pdf www.salzburg.gv.at PDF]</ref> |
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| | + | ==== Salzburg-Splitter im Überblick ==== |
| | + | Im [[Bundesland Salzburg]] geht die Namensgebung der [[Pongau]er Gemeinde [[Sankt Martin am Tennengebirge]] auf den hl. Martin zurück, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. In der [[Filialkirche zum hl. Martin in Pfongau]] in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]] schuf [[Johann Scheidl]] eindrucksvoll diese Bettlerszene. |
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| | + | Ab dem [[Mittelalter]] waren Bettler in [[Hexenprozess]]es oft Anklagte. So finden sich u.a. Berichte über Bettler, die im Zusammenhang mit Zauberei gefoltert wurden, in den Geschichtsbüchern des [[Lungau]er [[Schloss Moosham|Schlosses Moosham]]. Auch in den der [[Pest]] waren Bettler oft Leidtragende, wurden sie doch manchmal nicht mehr in Dörfer und Städte gelassen. |
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| | + | Wer früher in einer Gemeinde einen ununterbrochenen Aufenthalt von zehn Jahren erreichte, erwarb das Heimatrecht ([[1820]] – [[1938]], einige Male novelliert) und damit den Anspruch auf das Armenhaus bzw. die [[Einliegerwesen|Einlage]]. Wer kein Heimatrecht erwerben konnte, weil man in manchen Gemeinden dem [[Dienstboten]] vor Ablauf der Zehnjahresfrist keine Arbeit mehr gab und sich dieser in einer anderen Gemeinde verdingen musste, endete oftmals als Bettler, wenn er arbeitsunfähig geworden war. |
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| | + | Der [[Gasthof zum Noisternig]] trug im [[19. Jahrhundert]] den Namen ''„Bettelmanns Umkehr“''. Dieser etwas seltsame Name rührt von einem damals dort angebrachten und von Kontrollorganen bewachten Zollschranken her, vor dem Bettler und Walzbrüder umkehren mussten. |
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| | + | In der [[Rochuskaserne]] in [[Maxglan]] wurden Bettler, Unterstandslose und Kleinkriminelle eingesperrt und mussten sich ihre Verpflegung selbst erarbeiten. |
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| | == Sagen, Beispiele und Vorkommnisse == | | == Sagen, Beispiele und Vorkommnisse == |
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| | === Sage === | | === Sage === |
| | In der [[Die Weitmoser#Weitmoser-Sage|Weitmoser-Sage]], die im ausgehenden Mittelalter entstand, dreht es sich um das Verhalten gegenüber Bettlern. | | In der [[Die Weitmoser#Weitmoser-Sage|Weitmoser-Sage]], die im ausgehenden Mittelalter entstand, dreht es sich um das Verhalten gegenüber Bettlern. |
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| | === Beispiele und Vorkommnisse im 20. und 21. Jahrhundert === | | === Beispiele und Vorkommnisse im 20. und 21. Jahrhundert === |
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| | Durch das Ende der [[Bürmooser Glasindustrie]] um 1931 begann eine schwere Zeit für die [[Flachgau]]er Gemeinde [[Bürmoos]]. Viele Familien mit bis zu zehn Kindern waren ohne Einkommen. Manche bekamen Arbeit beim Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. Andere zogen nach Niederösterreich, nach Brunn am Gebirge, weil es dort noch eine intakte Glashütte gab. Das Sozialsystem war damals noch dürftig, 20 Wochen Arbeitslosengeld gab es, danach galt man als „ausgesteuert“. So sollen die Bürmooser verschrien gewesen sein, „''weil sie zu den Bauern bis ins [[Innviertel]] betteln gegangen sind. Viele haben durch Beeren- und Schwammerlbrocken überlebt''“, erzählt Alexander Schwarz, der sich selbst zunächst als Bau- und Ziegeleiarbeiter durchschlug, bis er schließlich nach dem Krieg als Schaffner bei der [[Salzburger Lokalbahn]] eine berufliche Heimat fand.<ref>Quelle Salzburgwiki-Beitrag [[Bürmooser Glasindustrie]].</ref> | | Durch das Ende der [[Bürmooser Glasindustrie]] um 1931 begann eine schwere Zeit für die [[Flachgau]]er Gemeinde [[Bürmoos]]. Viele Familien mit bis zu zehn Kindern waren ohne Einkommen. Manche bekamen Arbeit beim Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. Andere zogen nach Niederösterreich, nach Brunn am Gebirge, weil es dort noch eine intakte Glashütte gab. Das Sozialsystem war damals noch dürftig, 20 Wochen Arbeitslosengeld gab es, danach galt man als „ausgesteuert“. So sollen die Bürmooser verschrien gewesen sein, „''weil sie zu den Bauern bis ins [[Innviertel]] betteln gegangen sind. Viele haben durch Beeren- und Schwammerlbrocken überlebt''“, erzählt Alexander Schwarz, der sich selbst zunächst als Bau- und Ziegeleiarbeiter durchschlug, bis er schließlich nach dem Krieg als Schaffner bei der [[Salzburger Lokalbahn]] eine berufliche Heimat fand.<ref>Quelle Salzburgwiki-Beitrag [[Bürmooser Glasindustrie]].</ref> |
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| − | Ein in Salzburg seit [[1979]] bestandenes Bettelverbot wurde mit Erkenntnis vom [[11. Juli]] [[2012]] vom Verfassungsgerichtshof gekippt. Grund dafür war die Beschwerde eines slowakischen Staatsbürgers im Oktober 2010. Das Höchstgericht stimmte zu, dass das [[Salzburger Bettelverbot]] gegen den Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoße, da es verhindere, dass ''jedermann ausnahmslos an öffentlichen Orten andere Menschen auf | + | Ein in Salzburg seit [[1979]] bestandenes Bettelverbot wurde mit Erkenntnis vom [[11. Juli]] [[2012]] vom Verfassungsgerichtshof gekippt. Grund dafür war die Beschwerde eines slowakischen Staatsbürgers im Oktober 2010. Das Höchstgericht stimmte zu, dass das [[Salzburger Bettelverbot]] gegen den Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoße, da es verhindere, dass ''jedermann ausnahmslos an öffentlichen Orten andere Menschen auf seine individuelle Notlage aufmerksam machen'' könne (Freiheit der Meinungsäußerung). Das Verbot von "aggressivem Betteln" ist verfassungskonform, nicht jedoch das von "stillem" Betteln, sagt der VfGH. Der VfGH räumte keine Frist zur Reparatur des Gesetzes ein. |
| − | seine individuelle Notlage aufmerksam machen'' könne (Freiheit der Meinungsäußerung). Das Verbot von "aggressivem Betteln" ist verfassungskonform, nicht jedoch das von "stillem" Betteln, sagt der VfGH. Der VfGH räumte keine Frist zur Reparatur des Gesetzes ein. | |
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| | In Salzburg prallten nämlich in den letzten Jahren zunehmend die Verfechter der "''Alle-verhaften-Strategie''" ungebremst auf auf jene, die den Gruppen aus Osteuropa am liebsten rote Teppiche ausrollen würden<ref>Zitat "Standpunkt": Kontrollieren und helfen, von Christian Resch, [[Salzburger Nachrichten]], 14. September 2012.</ref>. Immer wieder fühlten und fühlen sich Besucher in der Stadt Salzburg von Bettlern bedroht. Wobei der Ausdruck ''aggressives Betteln'' entstanden ist. | | In Salzburg prallten nämlich in den letzten Jahren zunehmend die Verfechter der "''Alle-verhaften-Strategie''" ungebremst auf auf jene, die den Gruppen aus Osteuropa am liebsten rote Teppiche ausrollen würden<ref>Zitat "Standpunkt": Kontrollieren und helfen, von Christian Resch, [[Salzburger Nachrichten]], 14. September 2012.</ref>. Immer wieder fühlten und fühlen sich Besucher in der Stadt Salzburg von Bettlern bedroht. Wobei der Ausdruck ''aggressives Betteln'' entstanden ist. |
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| | + | ==== Bettler in Salzburg ==== |
| | + | : ''Hauptartikel [[Bettler in Salzburg]]''' |
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| | Laut Stadtverwaltung kommen die Beschwerden wegen aggressiven Bettelns und illegalen Campierens samt Geruchsbelästigung mittlerweile aus allen [[Salzburger Stadtteile]]n. 41 Anzeigen gab es von Jänner bis August 2012 wegen Übertretung nach dem Forst- und dem Campingplatzgesetz, ein Drittel mehr als bisher. Jüngste Aktion: In der Nacht vom 13. auf den 14. September 2012 räumte das Amt für öffentliche Ordnung gemeinsam mit dem Strafamt und der Polizei auf dem [[Kapuzinerberg]] drei Zelte mit drei slowakischen Bettlern und einem Bosnier. Nur wenige Tage zuvor hatte der [[Magistrat | | Laut Stadtverwaltung kommen die Beschwerden wegen aggressiven Bettelns und illegalen Campierens samt Geruchsbelästigung mittlerweile aus allen [[Salzburger Stadtteile]]n. 41 Anzeigen gab es von Jänner bis August 2012 wegen Übertretung nach dem Forst- und dem Campingplatzgesetz, ein Drittel mehr als bisher. Jüngste Aktion: In der Nacht vom 13. auf den 14. September 2012 räumte das Amt für öffentliche Ordnung gemeinsam mit dem Strafamt und der Polizei auf dem [[Kapuzinerberg]] drei Zelte mit drei slowakischen Bettlern und einem Bosnier. Nur wenige Tage zuvor hatte der [[Magistrat |
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| | Ein skurriler Vorfall trug sich am 28. August 2012 um 11 Uhr am [[Rosenhügel]] hinter dem [[Schloss Mirabell]] zu. Vor den Augen von Stadtbeamten gingen zwei Gruppen von Bettlern aufeinander los, wobei die Beteiligten ihre Krücken wegwarfen und zum Angriff auf ihre Kontrahenten los gingen. ''(Angabe von Quellen etc. fehlt!)'' | | Ein skurriler Vorfall trug sich am 28. August 2012 um 11 Uhr am [[Rosenhügel]] hinter dem [[Schloss Mirabell]] zu. Vor den Augen von Stadtbeamten gingen zwei Gruppen von Bettlern aufeinander los, wobei die Beteiligten ihre Krücken wegwarfen und zum Angriff auf ihre Kontrahenten los gingen. ''(Angabe von Quellen etc. fehlt!)'' |
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| − | Dienststellenleiter Rudolf Stolzer vom [[Magistrat Salzburg|Magistrat]] berichtet, dass im öffentlichen WC in der Salzburger [[Wiener-Philharmoniker-Gasse]] die Umsätze im Sommer 2012 merklich zurückgingen. Der Grund sei von Reinigungsfrauen beobachtet worden: Bettler nutzten Kabinen als Aufenthaltsbereich und um ihre "Bettlerkluft" überzuwerfen bzw. sich nach ''Dienstende'' wieder ihre Alltagskleidung anzuziehen. Man habe die | + | Dienststellenleiter Rudolf Stolzer vom [[Magistrat Salzburg|Magistrat]] berichtet, dass im öffentlichen WC in der Salzburger [[Wiener-Philharmoniker-Gasse]] die Umsätze im Sommer 2012 merklich zurückgingen. Der Grund sei von Reinigungsfrauen beobachtet worden: Bettler nutzten Kabinen als Aufenthaltsbereich und um ihre "Bettlerkluft" überzuwerfen bzw. sich nach ''Dienstende'' wieder ihre Alltagskleidung anzuziehen. Man habe die Betreffenden mehrfach zum Verlassen der Anlagen aufgefordert. |
| − | Betreffenden mehrfach zum Verlassen der Anlagen aufgefordert. | |
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| | == Warum betteln Menschen? == | | == Warum betteln Menschen? == |
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| | == Was ist erlaubt, was verboten == | | == Was ist erlaubt, was verboten == |
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| | Strafbar macht sich nur noch, wer "''in aufdringlicher und aggressiver Weise''" bettelt. Wer still auf der Straße sitzt, kann nicht mehr bestraft werden. Nicht erlaubt ist, an Engstellen allein oder als "''Bettler-Team''" Passanten aufzuhalten. Auch soll verboten werden, eine Behinderung vorzutäuschen. | | Strafbar macht sich nur noch, wer "''in aufdringlicher und aggressiver Weise''" bettelt. Wer still auf der Straße sitzt, kann nicht mehr bestraft werden. Nicht erlaubt ist, an Engstellen allein oder als "''Bettler-Team''" Passanten aufzuhalten. Auch soll verboten werden, eine Behinderung vorzutäuschen. |
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