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| | [[Datei:Bleckwand-Aussicht nach Strobl.jpg|thumb|Salzkammergut:Blick von der Bleckwand nach Strobl]] | | [[Datei:Bleckwand-Aussicht nach Strobl.jpg|thumb|Salzkammergut:Blick von der Bleckwand nach Strobl]] |
| | [[Datei:Vom Traunstein bis zur Bleckwand v. H. Taferner.jpg|thumb|Ausblick vom [[Schober]] im [[Flachgau]]: links der [[Mondsee (See)|Mondsee]] mit der [[Drachenwand]], links im Hintergrund das Höllengebirge zwischen [[Attersee|Atter]]- und Traunsee, der schneebedeckte Berggipfel in der Mitte ist der [[Schafberg]], rechts davon der [[Wolfgangsee]] im [[Salzkammergut]], ganz rechts die [[Bleckwand]]]] | | [[Datei:Vom Traunstein bis zur Bleckwand v. H. Taferner.jpg|thumb|Ausblick vom [[Schober]] im [[Flachgau]]: links der [[Mondsee (See)|Mondsee]] mit der [[Drachenwand]], links im Hintergrund das Höllengebirge zwischen [[Attersee|Atter]]- und Traunsee, der schneebedeckte Berggipfel in der Mitte ist der [[Schafberg]], rechts davon der [[Wolfgangsee]] im [[Salzkammergut]], ganz rechts die [[Bleckwand]]]] |
| − | [[Datei:Ausseer Verkaufstand am Christkindlmarkt am Salzburger Domplatz.jpg|thumb|Ausseer Verkaufsstand am Christkindlmarkt am Salzburger Domplatz]]
| + | Als historisches '''Salzkammergut''' gilt die Region von Gmunden über Ebensee nach [[Bad Ischl]] und weiter bis [[Hallstatt]] und Obertraun in [[Oberösterreich]] , sowie das [[enns:Ausserland]] in der [[Steiermark]]. Salzburg hatte keinen Anteil am Salzkammergut, da es nicht habsburgisch war. Fremdenverkehrsaspekte führten dazu, dass sich heute zusätzliche Regionen in Oberösterreich und Salzburg als zum Salzkammergut gehörig bezeichnen. |
| − | Als historisches '''Salzkammergut''' gilt die Region von [[Gmunden]] über [[Ebensee ]] nach [[Bad Ischl]] und weiter bis [[Hallstatt]] und [[Obertraun ]] in [[Oberösterreich]] , sowie das [[enns:Ausserland]] in der [[Steiermark]]. Salzburg hatte keinen Anteil am Salzkammergut, da es nicht habsburgisch war. Fremdenverkehrsaspekte führten dazu, dass sich heute zusätzliche Regionen in Oberösterreich und Salzburg als zum Salzkammergut gehörig bezeichnen. | |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
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| | Zur Fremdenverkehrsregion Salzkammergut zählen heute: | | Zur Fremdenverkehrsregion Salzkammergut zählen heute: |
| | * im Bundesland [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]: | | * im Bundesland [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]: |
| − | ** Teile des [[Wolfgangsee]]s, auch Abersee genannt; | + | ** Teile des [[Wolfgangsee]]s, historisch ''Abersee'' genannt |
| | ** der [[Fuschlsee]] | | ** der [[Fuschlsee]] |
| | ** der [[Krotensee]] | | ** der [[Krotensee]] |
| | * im Bundesland Oberösterreich: | | * im Bundesland Oberösterreich: |
| | ** der [[Attersee]] | | ** der [[Attersee]] |
| − | ** Teile des [[Wolfgangsee]]s; | + | ** Teile des [[Wolfgangsee]]s |
| | ** der Traunsee | | ** der Traunsee |
| | ** der [[Mondsee (See)|Mondsee]] | | ** der [[Mondsee (See)|Mondsee]] |
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| | ** das Almtal | | ** das Almtal |
| | * im Bundesland Steiermark: | | * im Bundesland Steiermark: |
| − | ** das Ausseerland mit Bad Aussee, Altausee, Pichl-Kainisch, Bad Mitterndorf und Grundlsee | + | ** das Ausseerland mit Bad Aussee, Altaussee, Pichl-Kainisch, Bad Mitterndorf und Grundlsee |
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| | ==Namenserklärung== | | ==Namenserklärung== |
| − | Der Begriff ''Salz'' geht auf die reichen [[Salzbergbau|Salzvorkommen]] um Hallstatt und Bad Ischl zurück. Ein "Kammergut" war ein unmittelbarer beweglicher oder unbeweglicher (z. B. eben ein Land, eine Region) Besitz eines Landesherren. Die in diesem "Kammergut" vorkommenden Bodenschätze oder landwirtschaftlichen Erträge gehörten direkt diesem Landesherren und dienten zur Deckung seiner Lebenskosten. Im konkreten Fall war dies das Haus Habsburg mit seiner Grundherrschaft Wildenstein bei Bad Ischl, die sich vom Traunsee bis zum [[Dachstein]] erstreckte. Die Erträge aus dem [[Salzhandel]] gingen also nach Wien in die Habsburgische Privatschatulle. Es gelang dem Salzkammergut auf Kosten des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]] im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] immer größere Absatzgebiete zu erobern. Der Aufstieg des Salzkammergutes war also verbunden mit dem Niedergang der Wirtschaftskraft des Landes Salzburgs. Historisch gehören naturgemäß keine Teile des früher eigenständigen geistlichen Reichsfürstentums Salzburg zum Salzkammergut. | + | Der Begriff ''Salz'' im Wort ''Salzkammergut'' geht auf die reichen [[Salzbergbau|Salzvorkommen]] um Hallstatt und Bad Ischl zurück. Ein ''Kammergut'' war ein unmittelbarer beweglicher oder unbeweglicher (z. B. ein Land, eine Region) Besitz eines Landesherren. Die in diesem ''Kammergut'' vorkommenden Bodenschätze oder landwirtschaftlichen Erträge gehörten direkt diesem Landesherren und dienten zur Deckung seiner Lebenskosten. Im konkreten Fall war dies das Haus [[Habsburger|Habsburg]] mit seiner Grundherrschaft Wildenstein bei Bad Ischl, die sich vom Traunsee bis zum [[Dachstein]] erstreckte. Die Erträge aus dem [[Salzhandel]] gingen also nach Wien in die Habsburgische Privatschatulle. Es gelang den Habsburgern mit dem Salz aus dem Salzkammergut auf Kosten des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]] im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] immer größere Absatzgebiete zu erobern. Der wirtschaftliche Aufstieg des Salzkammergutes war also mit dem Niedergang der Wirtschaftskraft des Landes Salzburgs verbunden. Historisch gehören naturgemäß keine Teile des früher eigenständigen geistlichen Reichsfürstentums Salzburg zum Salzkammergut. |
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| | ==Historisches Salzkammergut== | | ==Historisches Salzkammergut== |
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| | Um 1900 wurde dann auch das Attersee-Gebiet zum Salzkammergut gerechnet, nicht aber das Gebiet um den Mondsee und Wolfgangsee<ref>Quelle [http://www.siegfried-huemer.at www.siegfried-huemer.at]</ref>. Bis ins 19. Jahrhundert war die Region um Bad Ischl dann unmittelbar dem Salzamt der Wiener Finanzbehörde, der Hofkammer, unterstellt, die das staatliche Salzmonopol verwaltete. | | Um 1900 wurde dann auch das Attersee-Gebiet zum Salzkammergut gerechnet, nicht aber das Gebiet um den Mondsee und Wolfgangsee<ref>Quelle [http://www.siegfried-huemer.at www.siegfried-huemer.at]</ref>. Bis ins 19. Jahrhundert war die Region um Bad Ischl dann unmittelbar dem Salzamt der Wiener Finanzbehörde, der Hofkammer, unterstellt, die das staatliche Salzmonopol verwaltete. |
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| − | Diese Urzelle schon von einem Sohn von [[Matthäus Merian]] ''der Ältere'' 1677 wie folgt beschrieben: ''ob der Enß beym Ursprung der Traun und dem Halstädter See''', sowie (Bad) Ischl als ''...Marckt und Landsfürstlich Cammergut in gesagtem Land''<ref name="Salzkammergut">Salzkammergut</ref>. | + | Diese Urzelle des Salzkammerguts wurde schon von einem Sohn des [[Matthäus Merian]] ''dem Älteren'' [[1677]] wie folgt beschrieben: "''ob der Enß beym Ursprung der Traun und dem Halstädter See''', sowie (Bad) Ischl als ''...Marckt und Landsfürstlich Cammergut in gesagtem Land''"<ref name="Salzkammergut">Salzkammergut</ref>. |
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| − | Dieses ursprüngliche "Salzkammergut" war aufgrund der politischen Gegebenheiten nur mit dem Schiff über den Traunsee erreichbar. Im Westen begann bald nach Ischl das selbständige Reichsfürstentum (Erzstift) Salzburg, das steierische Ausseerland zwar im Familienbesitz der Habsburger, jedoch nicht im engeren Sinn<ref name="Salzkammergut">Salzkammergut</ref>. Auch Hallstatt war bis 1890 ohne Straßenzufahrt nur über den Hallstätter See erreichbar, Obertraun erst ab 1900. | + | Dieses ursprüngliche Salzkammergut war aufgrund der politischen und geografischen Gegebenheiten nur mit dem Schiff über den Traunsee erreichbar. Im Westen begann bald nach Ischl das selbständige Reichsfürstentum (Erzstift) Salzburg, das steierische Ausseerland zwar im Familienbesitz der Habsburger, jedoch nicht im engeren Sinn<ref name="Salzkammergut">Salzkammergut</ref>. Auch Hallstatt war, bis 1890 ohne Straßenzufahrt, nur über den Hallstätter See erreichbar, Obertraun erst ab 1900. |
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| − | Durch die Eröffnung der [[Salzkammergut-Lokalbahn]] im Juli 1894 (seit 1890 waren nur Teilstücke befahrbar) wurde das ''Salzkammergut'' dann auch über Mondsee - St. Gilgen erreichbar. | + | Durch die Eröffnung der [[Salzkammergut-Lokalbahn]] im Juli 1894 (seit 1890 waren nur Teilstücke befahrbar) wurde das Salzkammergut dann auch über Mondsee und Sankt Gilgen erreichbar. |
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| | == Salz im Salzkammergut == | | == Salz im Salzkammergut == |
| | : ''Hauptartikel: [[Salz im Salzkammergut]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Salz im Salzkammergut]]'' |
| − | Salzabbau und [[Salzhandel]]s waren ein Monopol der Landesfürsten. Erst gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s hob Joseph II. diese Sonderstellung auf. | + | Salzabbau und [[Salzhandel]]s waren Monopole der Landesfürsten. Erst gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s hob Joseph II. diese Sonderstellung auf. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Hallstatt gab einer ganzen Geschichtsepoche seinen Namen, der [[Hallstattzeit]]. In diesem Gebiet finden sich auch die ältesten Spuren des Salzabbaues. Weitere Salzvorkommen gibt es im Ausseer Land in der Steiermark. Somit bildeten das Ausseer Land und Hallstatt auch das Zentrum des historischen ''Salzkammerguts''. | + | Hallstatt gab einer ganzen Geschichtsepoche seinen Namen, der [[Hallstattzeit]]. In diesem Gebiet finden sich auch die ältesten Spuren des Salzabbaues. Weitere Salzvorkommen gibt es im Ausseerland in der Steiermark. Somit bildeten das Ausseerland und Hallstatt auch das Zentrum des historischen Salzkammerguts. |
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| | In früheren Zeiten war dieser Teil des Salzkammergut durch seine ungünstige Verkehrslage ein in sich abgeschlossener Landstrich. Bis [[1859]] war es vom Norden her nur mit dem Schiff über den Traunsee und das innere Salzkammergut über den [[Hallstätter See]] erreichbar. Auch das Salz konnte nur über die Seen oder über [[Saumpfad]]e abtransportiert werden. | | In früheren Zeiten war dieser Teil des Salzkammergut durch seine ungünstige Verkehrslage ein in sich abgeschlossener Landstrich. Bis [[1859]] war es vom Norden her nur mit dem Schiff über den Traunsee und das innere Salzkammergut über den [[Hallstätter See]] erreichbar. Auch das Salz konnte nur über die Seen oder über [[Saumpfad]]e abtransportiert werden. |
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| | [[1284]] ließ Herzog Albrecht I. Habsburg am Hallstätter Salzberg einen Turm als Wehr- und Befestigungsanlage errichten, benannt nach seinem Vater "Rudolfturm". Die Wehranlage bewährte sich dann im [[Salzkrieg 1284|Krieg um das Salz]] zwischen den erzbischöflichen Salinen von [[Hallein]] und den habsburgischen Salinen in Hallstatt und Aussee. | | [[1284]] ließ Herzog Albrecht I. Habsburg am Hallstätter Salzberg einen Turm als Wehr- und Befestigungsanlage errichten, benannt nach seinem Vater "Rudolfturm". Die Wehranlage bewährte sich dann im [[Salzkrieg 1284|Krieg um das Salz]] zwischen den erzbischöflichen Salinen von [[Hallein]] und den habsburgischen Salinen in Hallstatt und Aussee. |
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| − | [[1291]] bis [[1297]] verteidigte Herzog Albrecht das Salzkammergut im Salzkrieg gegen den Salzburger Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]]. Konrad fiel mit 100 Reitern und 2000 Mann Fußvolk, darunter auch vielen Knappen vom [[Salzbergwerk Dürrnberg|Bergwerk in Hallein]], im Salzkammergut ein. Die Salzburger zerstörten dabei die beiden kurz zuvor in Gosau errichteten Sudpfannen und auch die Traunau, den ersten Siedlungskern von Hallstatt. Konrad verlor dadurch aber die salzburgischen Gebietsansprüche an den halbblinden Habsburgerherzog Albrecht I., der schließlich - gegen eine beträchtliche Ablöse - auf das Salzsieden verzichtete. Gosau gehörte nicht mehr zum Erzbistum Salzburg, sondern wurde kaiserliches Kammergut. | + | [[1291]] bis [[1297]] verteidigte Herzog Albrecht das Salzkammergut im Salzkrieg gegen den Salzburger Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]]. Konrad fiel mit 100 Reitern und 2 000 Mann Fußvolk, darunter auch vielen Knappen des [[Salzbergwerk Dürrnberg|Bergwerks in Hallein]], im Salzkammergut ein. Die Salzburger zerstörten dabei die beiden kurz zuvor in Gosau errichteten Sudpfannen und auch die Traunau, den ersten Siedlungskern von Hallstatt. Konrad verlor dadurch aber die salzburgischen Gebietsansprüche an den halbblinden Habsburgerherzog Albrecht I., der schließlich - gegen eine beträchtliche Ablöse - auf das Salzsieden verzichtete. Gosau gehörte nicht mehr zum Erzbistum Salzburg, sondern wurde kaiserliches Kammergut. |
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| | Nach Beendigung des Salzkrieges kam es zu einer umfassenden Neuorganisation des Salzwesens im Habsburger Reich durch König Albrecht I. und später durch seine Witwe, Königin Elisabeth. [[1298]] heiratete Herzog Albrecht I. Herzog von Habsburg Elisabeth Gräfin von Görz. Als Morgengabe erhielt die junge Frau das ''Yschlland'', also das innere Salzkammergut mit Hallstatt, Goisern und Gmunden. | | Nach Beendigung des Salzkrieges kam es zu einer umfassenden Neuorganisation des Salzwesens im Habsburger Reich durch König Albrecht I. und später durch seine Witwe, Königin Elisabeth. [[1298]] heiratete Herzog Albrecht I. Herzog von Habsburg Elisabeth Gräfin von Görz. Als Morgengabe erhielt die junge Frau das ''Yschlland'', also das innere Salzkammergut mit Hallstatt, Goisern und Gmunden. |
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| − | Das Salzkammergut wurde ein beliebtes Jagdgebiet des Hauses Habsburg, also des deutschen Kaiserhauses und später des österreichischen Kaiserhauses. [[Bad Ischl]] wurde ein weltbekannter Kurort. bereits seit dem [[16. Jahrhundert]] wird in Ischl Salzsole zu Salz versotten. [[1595]] wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem [[Salzbergwerk Hallstatt|Hallstätter Bergwerk]] nach Ischl geleitet und im Sudwerk verarbeitet. | + | Das Salzkammergut wurde ein beliebtes Jagdgebiet des Hauses Habsburg, zunächst des deutschen Kaiserhauses und später des österreichischen Kaiserhauses. (Bad) Ischl stieg zu einem weltbekannter Kurort auf. Bereits seit dem [[16. Jahrhundert]] wurde in Ischl Salzsole zu Salz versotten. [[1595]] wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem [[Salzbergwerk Hallstatt|Hallstätter Bergwerk]] nach Ischl geleitet und im Sudwerk verarbeitet. |
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| − | Es gelang dem Hause Habsburg im späten 17. und 18. Jahrhundert zunehmend mit Hilfe des Salzes aus dem Salzkammergut das Erzstift Salzburg aus dessen ertragreichen Salzabsatzgebieten zu verdrängen. Der Aufstieg des Salzabbaues des Salzkammergutes bedeutete den wirtschaftlichen Abstieg des Fürsterzbistums Salzburg. | + | Es gelang dem Hause Habsburg im späten 17. und 18. Jahrhundert zunehmend mit Hilfe des Salzes aus dem Salzkammergut das Erzstift Salzburg aus dessen ertragreichen Salzabsatzgebieten zu verdrängen. Der Aufstieg des Salzabbaus des Salzkammergutes bedeutete den wirtschaftlichen Abstieg des Fürsterzbistums Salzburg. |
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| − | Das Salzkammergut entwickelte sich dann ab Mitte des [[19. Jahrhundert]]s aber allgemein zu einem beliebten Urlaubsziel. Von [[1891]] bis [[1957]] verband die [[Ischlerbahn]] Salzburg mit [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], [[St. Gilgen]] und Bad Ischl. Am [[1. August]] [[1893]] nahm die [[Schafbergbahn]] ihren Dienst auf. Heute kann man zwischen Badeseen, [[Salzbergbau|Salzbergwerk]], Wandern, Operettenbesuch und vielen anderen Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten in dieser Region wählen. | + | Das Salzkammergut entwickelte sich dann ab Mitte des [[19. Jahrhundert]]s aber allgemein zu einem beliebten [[Sommerfrische]]<nowiki>ziel</nowiki>. Von [[1891]] bis [[1957]] verband die Ischlerbahn Salzburg mit [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], Sankt Gilgen und Bad Ischl. Am [[1. August]] [[1893]] nahm die [[Schafbergbahn]] ihren Dienst auf. Heute kann man zwischen Badeseen, [[Salzbergbau|Salzbergwerk]], Wandern, Operettenbesuch und vielen anderen Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten in dieser Region wählen. |
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| | ==Der Salzburger Teil== | | ==Der Salzburger Teil== |
| − | [[Datei:Gemeindegrenze zwischen St. Gilgen und Unterach beim Abfluß des Mondsees.JPG|thumb|Gemeindegrenze zwischen St. Gilgen und Unterach beim Abfluß des Mondsees]] | + | [[Datei:Gemeindegrenze zwischen St. Gilgen und Unterach beim Abfluß des Mondsees.JPG|thumb|Gemeindegrenze zwischen Sankt Gilgen und Unterach am Attersee beim Abfluss des Mondsees]] |
| | ===Grenzverlauf=== | | ===Grenzverlauf=== |
| − | Die Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und Oberösterreich verläuft zwischen [[Thalgau]] und Mondsee nördlich der [[Burg Wartenfels|Ruine Wartenfels]], dem Schober (1 328 m), dann bildet die [[Drachenwand]] (1 176 [[m ü. A.]]) die Grenze, sie verläuft am Ostende des [[Mondsee (See)|Mondsees]] direkt am See, dann hinüber zu [[Unterach am Attersse]], wiederum ein Stück am Attersee entlang, um dann in einem Bogen um den [[Schafberg]] (1 782 m ü. A.) westlich von [[St. Wolfgang]] wieder am und über den [[Wolfgangsee]] nach [[Strobl]] in Richtung Bad Ischl zu verlaufen, östlich des [[Postalm]]-Gebiets zieht sich der Grenzverlauf in südliche Richtung zum [[Pass Gschütt]] (957 m), den Gosau-Kamm entlang bis zur Westflanke des ''Hohen Dachsteins'' (2 995 m ü. A.), der seinerseits an der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich liegt. | + | Die Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und Oberösterreich verläuft zwischen [[Thalgau]] und Mondsee nördlich der [[Burg Wartenfels|Ruine Wartenfels]], dem Schober (1 328 m), dann bildet die [[Drachenwand]] (1 176 [[m ü. A.]]) die Grenze, sie verläuft am Ostende des [[Mondsee (See)|Mondsees]] direkt am See, dann hinüber zu [[Unterach am Attersee]], wiederum ein Stück am [[Attersee]] entlang, um dann in einem Bogen um den [[Schafberg]] westlich von [[Sankt Wolfgang]] wieder am und über den [[Wolfgangsee]] nach [[Strobl]] in Richtung Bad Ischl zu verlaufen, östlich des [[Postalm]]-Gebiets zieht sich der Grenzverlauf in südliche Richtung zum [[Pass Gschütt]] (957 m), den Gosau-Kamm entlang bis zur Westflanke des [[enns:Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]] (2 995 m ü. A.), der seinerseits auf der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich liegt. |
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| − | Somit bleiben auf Salzburger Gebiet als typisch bezeichnetes ''Salzkammergut'' der fast gesamte [[Wolfgangsee]] (der Bereich von der [[Dittelbach]]-Mündung bis zum Abfluss des Sees - der Beginn der Ischl - bei Strobl zählt zu oberösterreichischem Gebiet) und im erweiterten Sinn auch der [[Fuschlsee]]. Damit hat Salzburg den flächenmäßig kleinsten Anteil an dieser Urlaubsregion. | + | Somit bleiben auf Salzburger Gebiet als typisch bezeichnetes Salzkammergut der fast gesamte [[Wolfgangsee]] (der Bereich von der [[Dittelbach]]-Mündung bis zum Abfluss des Sees - der Beginn der [[Ischl]] - bei Strobl zählt zu oberösterreichischem Gebiet) und im erweiterten Sinn auch der [[Fuschlsee]]. Damit hat Salzburg den flächenmäßig kleinsten Anteil an dieser Urlaubsregion. |
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| | ===Geschichtliches=== | | ===Geschichtliches=== |
| − | Geschichtlich von Bedeutung ist vor allem [[St. Gilgen]]. Dort wurden [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] Mutter [[Anna Maria Walburga Pertl]] am [[25. Dezember]] [[1720]] und ihr Vater, [[Wolfgang Nikolaus Pertl]] am [[6. Dezember]] [[1667]] geboren. Die Schwester von [[Wolfgang Amadeus Mozart]], [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart]], genannt ''Nannerl'', heiratete am [[23. August]] [[1784]] einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den [[Reichsfreiherr Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg]]. | + | Geschichtlich von Bedeutung ist vor allem Sankt Gilgen. Dort wurden [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] Mutter [[Anna Maria Walburga Pertl]] am [[25. Dezember]] [[1720]] und ihr Vater [[Wolfgang Nikolaus Pertl]] am [[6. Dezember]] [[1667]] geboren. Die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart]], genannt ''Nannerl'', heiratete am [[23. August]] [[1784]] einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den [[Reichsfreiherr Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg]]. |
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| | ===Erwähnenswert=== | | ===Erwähnenswert=== |
| | * [[Schloss Fuschl]], heute ein 5-Sterne-Hotel | | * [[Schloss Fuschl]], heute ein 5-Sterne-Hotel |
| | * [[Hotel Jagdhof|Jagdhof Fuschl]] | | * [[Hotel Jagdhof|Jagdhof Fuschl]] |
| − | * [[Red Bull]]-Firmenzentrale in [[Fuschl]] | + | * [[Red Bull]]-Firmenzentrale in [[Fuschl am See]] |
| | * [[Ansitz Wartenfels]] unterhalb der [[Drachenwand]] | | * [[Ansitz Wartenfels]] unterhalb der [[Drachenwand]] |
| − | * [[St. Gilgen#Europakloster Gut Aich|Europakloster Gut Aich]] | + | * [[Europakloster Gut Aich]] |
| − | * Pilgerweg am [[Falkensteinweg]] | + | * [[Falkensteinweg]] |
| − | * [[Ferienhort St. Wolfgang]] | + | * [[Ferienhort Ried]] |
| | * [[Ischlerbahn]]: ''"Zwischen Salzburg und Bad Ischl pfeift a kloane liabe Eisenbahn..."'', die am [[30. September]] [[1957]] zum letzten Mal ihre Dampfkessel anheizte. | | * [[Ischlerbahn]]: ''"Zwischen Salzburg und Bad Ischl pfeift a kloane liabe Eisenbahn..."'', die am [[30. September]] [[1957]] zum letzten Mal ihre Dampfkessel anheizte. |
| − | * [[ Seegasthof Gamsjaga ]]
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| − | == Unterkunft == | + | == Kultur == |
| − | * [[Hotel Hintersee]]
| + | Die Operette [[Im Weißen Rössl]] hatte ihren Ursprung im Gasthaus ''Weißes Rössl'' in [[Lauffen]], südlich von Bad Ischl. |
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| | + | == Unterkünfte (Auszug) == |
| | + | [[Landgasthof Batzenhäusl]], [[Parkhotel Billroth]], [[Seegasthof Gamsjaga]] [[Gasthof Fürberg]], [[Hotel Hintersee]], [[Hotel Gasthof zur Post St. Gilgen]], [[Berghotel Schafbergspitze]], [[Scalaria]] u.a. |
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| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |
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| | ==Fußnoten== | | ==Fußnoten== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | [[Kategorie:Salzkammergut|!]] | | [[Kategorie:Salzkammergut|!]] |
| | [[Kategorie:Tourismus]] | | [[Kategorie:Tourismus]] |