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Auch Bürgermeister Christian Stöckl (ÖVP) steht dem Thema Stadtmarketing positiv gegenüber: Hosp bringe hier bereits einen „reichen Erfahrungsschatz“ mit und könne auch auf seine Unterstützung zählen. Insgesamt meinte er über die neue Geschäftsführer: „''Ich war bei den Hearings dabei und bin überzeugt, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben.''“ Dass sie mit ihren 29 Jahren noch vergleichsweise jung ist, habe nicht gegen sie gesprochen: „''Sie hat so vor Ideen gesprüht, ich bin froh, dass wir so eine energiegeladene, junge Person kriegen.''“
 
Auch Bürgermeister Christian Stöckl (ÖVP) steht dem Thema Stadtmarketing positiv gegenüber: Hosp bringe hier bereits einen „reichen Erfahrungsschatz“ mit und könne auch auf seine Unterstützung zählen. Insgesamt meinte er über die neue Geschäftsführer: „''Ich war bei den Hearings dabei und bin überzeugt, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben.''“ Dass sie mit ihren 29 Jahren noch vergleichsweise jung ist, habe nicht gegen sie gesprochen: „''Sie hat so vor Ideen gesprüht, ich bin froh, dass wir so eine energiegeladene, junge Person kriegen.''“
   
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== 2013: Entlastung des früheren Obmann wird zum unendlichen Thema ==
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Am Wahlabend im Dezember 2012 wurde vom neuen Team beschlossen, die Geschäftsgebahrung des scheidenden Vorstands und Ausschusses von einer Wirtschaftsprüfungskanzlei überprüfen zu lassen. Auch der scheidende Obmann Ernst Kronreif stimmte dafür, da, wie er selbst immer wieder betonte, nichts Unrechtes getan hätte.
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Wie aus gut informierten Quellen zu erfahren war, beauftragte noch Kronreif eine Wirtschaftsprüfungskanzlei, da er de facto noch einige Tage aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Obmann war. Doch kaum war seine Zeit endgültig vorbei, wurde dieser Auftrag rückgängig gemacht und ein anderes Unternehmen mit der Prüfung beauftragt.
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Im Sommer 2013 lag dann der Prüfungsbericht vor. Offensichtlich brachte jedoch dieser Bericht keine oder nicht die gewünschte (erwartete) Erklärung. Daher wurde der Bericht an das [[Land Salzburg]] an die Abteilung Tourimus beim [[Amt der Salzburger Landesregierung]] zur Stellungnahme weitergeleitet. Die Leiterin dieser Abteilung Dr. [[Sigrid Lebitsch-Buchsteiner]] (die auch bei der Neuwahl im Dezember 2012 dabei gewesen war) meinte dazu, sei könne diese Anfrage noch nicht richtig einordnen. Normalerweise gibt es eine Aufsichtsbeschwerde von einem TVB-Mitglied oder gegen einen TVB als solches. Aber dass ein Tourismusverband einen Bericht über sich selbst vorlegt, ist für sie einmalig<ref>{{Quelle TN|18. Juli 2013}</ref>.
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===  Lücke im Tourismusgesetz aufgetaucht ===
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Unter anderem geht es bei der Prüfung der Gebahrung um 50.000 Euro, die der ehemalige geschäftsführende Obmann Ernst Kronreif von 2008 bis 2012 pro Jahr erhielt. Nach der aktuellen Gesetzeslage hätte es dafür einen Beschluss der Vollversammlung gebraucht. Im Tourismusgesetz ist nämlich nicht klar geregelt, wer über die Aufwandsentschädigung für einen geschäftsführenden Obmann entscheiden darf. Sigrid Lebitsch-Buchsteiner, Leiterin der Landes-Tourismusabteilung: „''Im Zweifel müsste das die Vollversammlung beschließen.''“ Wenn es zusätzlich zum ehrenamtlichen Obmann einen angestellten Geschäftsführer gibt, reiche ein Beschluss des Ausschusses. Die Tourismusabteilung hat bereits eine Gesetzesänderung angeregt. Man könne dieses Expertenwissen von den Tourismusverbänden nicht verlangen.
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Bei der nächsten Vollversammlung des Halleiner Tourismusverbands müssen die Mitglieder entscheiden, ob sie die Jahresabschlüsse 2011 und 2012 entlasten. Falls der ehemalige Vorstand nicht entlastet wird, könnte das Land den Landesrechnungshof einschalten<ref>{{Quelle SN|15. November 2013}}</ref>.
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=== Alles war abgesegnet ===
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In einem Interview mit Matthias Petry von den [[Tennengauer Nachrichten]] (Ausgabe 20. November 2013) äußerte sich Ernst Kronreif erstmals zu den Vorwürfen. Konkret spricht er darin, dass er bei Amtsübergabe ein Sparbuch mit 270.000 Euro sowie einen Fonds mit rund 38.000 Euro seinem Nachfolger übergeben hätte. Weshalb hier also von ''Ungereimtheiten in der Finanzgebarung'' gesprochen werde, verstehe er nicht. Auf seine Entschädigung von 50.000 Euro jährlich angesprochen, sagte Kronreif, dass er zunächst die Arbeit sechs Jahre völlig umsonst gemacht habe (Anmerkung: er zog diese 50.000 Euro erst für die letzten vier Jahre seiner Obmanntätigkeit). Auch stellte er anfangs die Infrastruktur seines [[Gasthof Hohlwegwirt|Gasthofs Hohlwegwirt]] (Computer, Drucker, Kopierer) zur Verfügung. Er verwies auch auf seine guten Kontakte zur Presse, die dann innerhalb kurzer Zeit zu positiver Berichterstattung führte (siehe weiter oben).
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Es sei auch keine Entscheidung im Alleingang getroffen worden. Schließlich gibt es ja den Vorstand, der aus drei Personen besteht, und einen Ausschuss. Beide Gremien hätten seine Entscheidungen mitgetragen.
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Nicht unerwähnt ließ Kronreif, dass ihm die Gruppierung ''proHallein'' im Vorfeld der Wahl 2012 nahegelegt hatte, nicht mehr anzutreten und freiwillig vorher auf das Amt zu verzichten. In diesem Fall würden sie, die Gruppierung, ''ihn und seine Arbeit in den Himmel loben'' und wenn nicht, ''dann machen sie ihn fertig''.
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==Anschrift==
 
==Anschrift==
 
:''Tourismusverband Hallein - Bad Dürrnberg''
 
:''Tourismusverband Hallein - Bad Dürrnberg''
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==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==
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Datei:Kronreif_Ernst_Tourismusverband_Hallein_Bad_Duerrnberg.jpg|[[Ernst Kronreif II.|Ernst Kronreif]], Vorsitzender des Tourismusverbands von 2002 bis 2012
 
Datei:Kronreif_Ernst_Tourismusverband_Hallein_Bad_Duerrnberg.jpg|[[Ernst Kronreif II.|Ernst Kronreif]], Vorsitzender des Tourismusverbands von 2002 bis 2012
 
Datei:Stangassinger_Waltraud_Tourismusverband_Hallein_Bad_Duerrnberg.jpg|Waltraud Stangassinger, Tourismusverband]
 
Datei:Stangassinger_Waltraud_Tourismusverband_Hallein_Bad_Duerrnberg.jpg|Waltraud Stangassinger, Tourismusverband]