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Obwohl rasch von renommierten Künstlern wie Gustav Mahler mit Lob bedacht, kam das Orchester schon bald in finanzielle Schwierigkeiten. Mit zeitgenössischer Musik (Brahms, Bruckner ...) konnte man nur wenige Salzburger dazu bewegen, regelmäßig die Konzerte des Mozarteumorchesters zu besuchen. Die ISM musste jährlich mehr als 200 Gulden zuschießen, um den Betrieb nur annähernd aufrecht zu erhalten.
 
Obwohl rasch von renommierten Künstlern wie Gustav Mahler mit Lob bedacht, kam das Orchester schon bald in finanzielle Schwierigkeiten. Mit zeitgenössischer Musik (Brahms, Bruckner ...) konnte man nur wenige Salzburger dazu bewegen, regelmäßig die Konzerte des Mozarteumorchesters zu besuchen. Die ISM musste jährlich mehr als 200 Gulden zuschießen, um den Betrieb nur annähernd aufrecht zu erhalten.
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Ab [[1908]] lautete der Name nun offiziell Mozarteumorchester, Joseph Reiter aus [[Braunau am Inn]] wurde neuer Leiter des Ensembles. Weitere wirtschaftliche Misserfolge erzwangen nach drei Jahren seine Demission. Es folgten ebenso erfolglose Jahre unter [[Paul Graener]] und [[Franz Ledwinka]]. Mitten im [[Ersten Weltkrieg|Erster Weltkrieg]] sollte sich aber mit der Bestellung von [[Bernhard Paumgartner]], später auch künstlerischer Leiter der [[Salzburger Festspiele]], die Geschichte des Orchesters zum Besseren wenden.
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Ab [[1908]] lautete der Name nun offiziell Mozarteumorchester, Joseph Reiter aus [[Braunau am Inn]] wurde neuer Leiter des Ensembles. Weitere wirtschaftliche Misserfolge erzwangen nach drei Jahren seine Demission. Es folgten ebenso erfolglose Jahre unter [[Paul Graener]] und [[Franz Ledwinka]]. Mitten im Ersten Weltkrieg sollte sich aber mit der Bestellung von [[Bernhard Paumgartner]], später auch künstlerischer Leiter der [[Salzburger Festspiele]], die Geschichte des Orchesters zum Besseren wenden.
    
Unter Paumgartner feierte [[Herbert von Karajan]] am [[22. Jänner 1929]] im Großen Saal des Mozarteums sein Dirigierdebüt in Salzburg.
 
Unter Paumgartner feierte [[Herbert von Karajan]] am [[22. Jänner 1929]] im Großen Saal des Mozarteums sein Dirigierdebüt in Salzburg.
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Die [[Nationalsozialisten]] wandelten das Mozarteumorchester [[1938]] in ein Berufsorchester um, nach der Ausrufung des Totalen Krieges kam aber jede Konzerttätigkeit zum Erliegen.
 
Die [[Nationalsozialisten]] wandelten das Mozarteumorchester [[1938]] in ein Berufsorchester um, nach der Ausrufung des Totalen Krieges kam aber jede Konzerttätigkeit zum Erliegen.
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Das Mozarteumorchester formierte sich [[1945]] neu, um auf Anweisung der [[amerikanischen]] Besatzer maßgeblich an den Salzburger Festspielen mitzuwirken. Am [[Salzburger Landestheater]] wurde [[Mozarts]] ''Entführung aus dem Serail'' gegeben. In den Jahren des Wiederaufbaus startete das Orchester erste Tourneen, zuerst nach [[Italien]], dann nach [[Deutschland]], aber schon [[1956]] auch zu einer 42 Konzerte umfassenden Tour nach Amerika. Dem künstlerischen Erfolg der Tournee stand ein finanzielles Defizit von einer halben Million Schilling gegenüber.
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Das Mozarteumorchester formierte sich [[1945]] neu, um auf Anweisung der [[amerikanischen]] Besatzer maßgeblich an den Salzburger Festspielen mitzuwirken. Am [[Salzburger Landestheater]] wurde [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] ''Entführung aus dem Serail'' gegeben. In den Jahren des Wiederaufbaus startete das Orchester erste Tourneen, zuerst nach [[Italien]], dann nach [[Deutschland]], aber schon [[1956]] auch zu einer 42 Konzerte umfassenden Tour nach Amerika. Dem künstlerischen Erfolg der Tournee stand ein finanzielles Defizit von einer halben Million Schilling gegenüber.
    
Ab [[1960]] durften sich die Musiker des Orchesters als Landesbeamten bzw. Magistratsbeamten sehen und waren durch ihre Pragmatisierung unkündbar. Von [[1969]] bis [[1981]] stand das Mozarteumorchester unter der Leitung von [[Leopold Hager]] und damit stand erstmals ein echter Salzburger dem Klangkörper vor. Unter ihm wurde das Orchester schallplattenfähig, man begann Mozarts Jugendopern, die Konzertarien und Konzerte einzuspielen. Ein Werk, das [[Hans Graf]] in den [[1980er Jahren]] fortsetzte, indem es ihm gelang, alle Sinfonien einzuspielen.
 
Ab [[1960]] durften sich die Musiker des Orchesters als Landesbeamten bzw. Magistratsbeamten sehen und waren durch ihre Pragmatisierung unkündbar. Von [[1969]] bis [[1981]] stand das Mozarteumorchester unter der Leitung von [[Leopold Hager]] und damit stand erstmals ein echter Salzburger dem Klangkörper vor. Unter ihm wurde das Orchester schallplattenfähig, man begann Mozarts Jugendopern, die Konzertarien und Konzerte einzuspielen. Ein Werk, das [[Hans Graf]] in den [[1980er Jahren]] fortsetzte, indem es ihm gelang, alle Sinfonien einzuspielen.
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