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'''Maximilian Gandolph Graf''' (bis 1665 Freiherr) '''von Kuenburg''' (* [[30. Oktober]] [[1622]] in Graz; † [[3. Mai]] [[1687]] in [[Salzburg]]) war vom [[8. Dezember]] [[1668]] bis zum 3. Mai 1687 [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] von Salzburg und Kardinal.
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'''Maximilian Gandolph Graf''' (bis 1665 Freiherr) '''von Kuenburg''' (* [[30. Oktober]] [[1622]] in Graz; † [[3. Mai]] [[1687]] in [[Salzburg]]) war vom [[7. Juli]] [[1668]] bis zum 3. Mai 1687 [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] von Salzburg und Kardinal.
    
==Familie==
 
==Familie==
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* Besuch des Grazer Jesuitengymnasiums;
 
* Besuch des Grazer Jesuitengymnasiums;
 
* Studium der Philosophie, 1641 Dr. phil.; seine Doktoratsthesen widmete er Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]], dem er sie persönlich überreichen durfte;
 
* Studium der Philosophie, 1641 Dr. phil.; seine Doktoratsthesen widmete er Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]], dem er sie persönlich überreichen durfte;
* Studium der Theologie am Collegium Germanicum in Rom
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* Studium der Theologie am Collegium Germanicum in Rom, am [[26. August]] [[1641]] promovierte er zum Dr. phil.
 
* 1644 Kanoniker in Salzburg  
 
* 1644 Kanoniker in Salzburg  
 
* 1647 [[Domherr]]  
 
* 1647 [[Domherr]]  
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* [[14. September]] [[1648]] erhielt er in Anwesenheit des Kurfürsten Maximilian I. v. Bayern (* 1573, † 1651) und seiner Familie die Priesterweihe
 
* 1654 Präsident des Salzburger Konsistoriums   
 
* 1654 Präsident des Salzburger Konsistoriums   
 
* 1654 Fürstbischof von [[Lavant]]  
 
* 1654 Fürstbischof von [[Lavant]]  
 
* 1665 Fürstbischof von [[Seckau]]   
 
* 1665 Fürstbischof von [[Seckau]]   
 
* 1665 Erhebung in den Reichs- und erbländischen (österreichischen) Grafenstand   
 
* 1665 Erhebung in den Reichs- und erbländischen (österreichischen) Grafenstand   
* 1668 Wahl zum Salzburger Fürsterzbischof
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* 7. Juli 1668 Wahl zum Salzburger Fürsterzbischof, am [[18. August]] 1668 zog der neue Fürst von [[Schloss Mirabell]] in seine Residenzstadt ein
    
==Wirken als Fürsterzbischof==
 
==Wirken als Fürsterzbischof==
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===Bekämpfung von Hexen- und Zaubererunwesen===
 
===Bekämpfung von Hexen- und Zaubererunwesen===
Unter Max Gandolph erreichte die [[Hexenprozesse|Hexenverfolgung]] einen traurigen Höhepunkt.  
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Unter Max Gandolph erreichte die [[Hexenprozesse|Hexenverfolgung]] einen traurigen Höhepunkt. Unter seiner Regentschaft kam es zu 133 Todesurteilen nach Hexenprozessen.
    
[[Jakob Tischler]], der sogenannte "Zauberer Jackl", und seine Mutter bestritten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Bettelei und Opferstockdiebstähle. Anfang 1675 in Golling verhaftet, löste das aus der Mutter unter der Folter erpreßte Geständnis, sie und ihr Sohn hätten sich an Bauern, die ihnen nichts geben wollten, durch Schadenzauber gerächt, den größten Hexenprozeß in der Salzburger Landesgeschichte und auf dem Boden des heutigen Österreich aus. Nachdem der Zauberer-Jackl selbst sich dem Behördenzugriff immer zu entziehen wusste, wurden zahlreiche vermeintliche Komplizen, häufig Bettelkinder, durch Folter gezwungen, sich der sonderbarsten Freveltaten schuldig zu bekennen. Von insgesamt 198 Angeklagten wurden binnen sechs Jahren 133 hingerichtet, nur Kinder von weniger als zehn Altersjahren wurden geschont.  
 
[[Jakob Tischler]], der sogenannte "Zauberer Jackl", und seine Mutter bestritten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Bettelei und Opferstockdiebstähle. Anfang 1675 in Golling verhaftet, löste das aus der Mutter unter der Folter erpreßte Geständnis, sie und ihr Sohn hätten sich an Bauern, die ihnen nichts geben wollten, durch Schadenzauber gerächt, den größten Hexenprozeß in der Salzburger Landesgeschichte und auf dem Boden des heutigen Österreich aus. Nachdem der Zauberer-Jackl selbst sich dem Behördenzugriff immer zu entziehen wusste, wurden zahlreiche vermeintliche Komplizen, häufig Bettelkinder, durch Folter gezwungen, sich der sonderbarsten Freveltaten schuldig zu bekennen. Von insgesamt 198 Angeklagten wurden binnen sechs Jahren 133 hingerichtet, nur Kinder von weniger als zehn Altersjahren wurden geschont.  
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== Tod ==
 
== Tod ==
Max Gandolph starb am 3. Mai 1687 an einem Gehirnabszess. Sein Leichnam wurde in einem Zinnsarg in der Krypta des [[Salzburger Dom]]s bestattet, Herz und Eingeweide kamen nach [[Maria Plain]]. Die Trauermusik komponierte [[Heinrich Ignaz Franz Biber]].
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Max Gandolph starb am 3. Mai 1687 an einem Gehirnabszess. Sein Leichnam wurde in einem Zinnsarg in der Krypta des [[Salzburger Dom]]s bestattet, Herz und Eingeweide kamen nach [[Maria Plain]]. Die Trauermusik komponierte [[Heinrich Ignaz Franz Biber]]. Kurz zuvor, 1686, erlangte der die Kardinalswürde. Max Gandophs Leichnam wurde in einem Zinnsarg in der Domgruft bestattet, sein Herz und Eingeweide kamen nach [[Maria Plain]].
    
Die lateinische Grabinschrift ('' „… Pascebat gregem amore, more, ore, re …“''<ref>Siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/A#Amore „Amore, more, ore, re“ in der Wikipedia-''Liste lateinischer Phrasen'']</ref>)  hatte Max Gandolph noch zu Lebzeiten selbst verfasst.
 
Die lateinische Grabinschrift ('' „… Pascebat gregem amore, more, ore, re …“''<ref>Siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/A#Amore „Amore, more, ore, re“ in der Wikipedia-''Liste lateinischer Phrasen'']</ref>)  hatte Max Gandolph noch zu Lebzeiten selbst verfasst.
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=Quellen, Fußnoten=
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=Quellen und  Fußnoten=
 
*[http://www.bautz.de/bbkl/k/kuenburg_m_g.shtml Brandhuber, Christoph: Art. Kuenburg, Maximilian Gandolph Graf von (1622-1687), Fürsterzbischof von Salzburg, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Bd. 26 (2006), Sp. 812-823]  bzw. [http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=57202791&suchbegriff=KUENBURG,%20Maximilian%20Gandolph%20Graf%20v.&top=Lexikon „KUENBURG, Maximilian Gandolph Graf v.“ auf SpiegelWissen]
 
*[http://www.bautz.de/bbkl/k/kuenburg_m_g.shtml Brandhuber, Christoph: Art. Kuenburg, Maximilian Gandolph Graf von (1622-1687), Fürsterzbischof von Salzburg, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Bd. 26 (2006), Sp. 812-823]  bzw. [http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=57202791&suchbegriff=KUENBURG,%20Maximilian%20Gandolph%20Graf%20v.&top=Lexikon „KUENBURG, Maximilian Gandolph Graf v.“ auf SpiegelWissen]
 
*[http://www.salzburgcoins.at/Landesfuersten/html/L11_gandolph.htm Max Gandolph, Graf von Kuenburg]
 
*[http://www.salzburgcoins.at/Landesfuersten/html/L11_gandolph.htm Max Gandolph, Graf von Kuenburg]
 
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* [http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=40507 www.uni-salzburg.at], vor allem Datumsangaben
 
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