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Die Geburtsstunde der '''Salzburger Festspiele''' schlug am [[22. August]] [[1920]], als auf dem [[Salzburger Dom|Domplatz]] [[Hugo von Hofmannsthal]]s Moralität ''[[Jedermann]]'' mit [[Alexander Moissi]] als erster Darsteller und in der Regie von [[Max Reinhardt]] aufgeführt wurde.
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Die Geburtsstunde der '''Salzburger Festspiele''' schlug am [[22. August]] [[1920]], als auf dem [[Salzburger Dom|Domplatz]] [[Hugo von Hofmannsthal]]s Moralität ''[[Jedermann]]'' mit [[Alexander Moissi]] als erstem Darsteller und in der Regie von [[Max Reinhardt]] aufgeführt wurde.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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Wegbereiter der Salzburger Festspiele war die [[Salzburger Festspielhausgemeinde]]. Nach der ''Jedermann''-Aufführung 1920 kam [[1922]] die erste Opernaufführung dazu. Zwar musste man [[1924]] wegen Geldmangels auf die Salzburger Festspiele verzichten, aber schon [[1925]] gab es wieder Grund zur Freude: Eröffnung des [[Haus für Mozart|Kleinen Festspielhauses]], erste Rundfunkübertragung und Bruno Walter dirigiert "Don Paquale".
 
Wegbereiter der Salzburger Festspiele war die [[Salzburger Festspielhausgemeinde]]. Nach der ''Jedermann''-Aufführung 1920 kam [[1922]] die erste Opernaufführung dazu. Zwar musste man [[1924]] wegen Geldmangels auf die Salzburger Festspiele verzichten, aber schon [[1925]] gab es wieder Grund zur Freude: Eröffnung des [[Haus für Mozart|Kleinen Festspielhauses]], erste Rundfunkübertragung und Bruno Walter dirigiert "Don Paquale".
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"Die Zauberflöte" wurde [[1928]] erstmals gespielt, [[1929]] folgte die Erstaufführung von "Der Rosenkavalier". Als Höhepunkt der Festspiele im Sommer [[1931]] gastierten die Budapester Philharmoniker zum ersten Mal und es gab erstmals Festspielübertragungen in die Vereinigten Staaten.
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"[[Die Zauberflöte]]" wurde [[1928]] erstmals gespielt, [[1929]] folgte die Erstaufführung von "Der Rosenkavalier". Als Höhepunkt der Festspiele im Sommer [[1931]] gastierten die Budapester Philharmoniker zum ersten Mal in Salzburg und es gab erstmals Festspielübertragungen in die Vereinigten Staaten.
    
=== Die Jahre vor und während des Zweiten Weltkriegs ===
 
=== Die Jahre vor und während des Zweiten Weltkriegs ===
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=== Neubeginn nach dem Krieg ===
 
=== Neubeginn nach dem Krieg ===
Bereits am [[12. August]] [[1945]] werden die ersten Salzburger Festspiele nach dem Krieg eröffnet. Bis [[1. September]] wird es sechs Aufführungen von [[Mozart]]s "Entführung aus dem Serail", fünf Orchester- und drei Kirchenkonzerte, fünf Serenaden und mehrere Solistenkonzerte geben. Nach dem Kriegsende wird als erste gemeinsame Aktion der vier Besatzungsmächte "Die Entführung aus dem Serail" österreichweit ausgestrahlt. Und schon ein Jahr später kommt es zur Wiederaufführung von "Jedermann" am Domplatz.
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Bereits am [[12. August]] [[1945]] wurden die ersten Salzburger Festspiele nach dem Krieg eröffnet. Bis [[1. September]] wurden sechs Aufführungen von [[Mozart]]s "Entführung aus dem Serail", fünf Orchester- und drei Kirchenkonzerte, fünf Serenaden und mehrere Solistenkonzerte gegeben. Nach dem Kriegsende wurde als erste gemeinsame Aktion der vier Besatzungsmächte "Die Entführung aus dem Serail" österreichweit ausgestrahlt. Und schon ein Jahr später kam es zur Wiederaufführung von "Jedermann" am Domplatz.
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Bereits am [[25. Juni]] [[1946]] nimmt das neue Pressebüro seine Tätigkeit auf. Am [[1. August]] [[1947]] sind nach einer Aufforderung der Festspieldirektion die Festspielbesucher angehalten, in festlicher Kleidung zu den Aufführungen zu erscheinen, andernfalls würden sie gegen Rückerstattung des Eintrittspreises aus dem Festspielhaus gewiesen.
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Bereits am [[25. Juni]] [[1946]] nahm das neue Pressebüro seine Tätigkeit auf. Am [[1. August]] [[1947]] wurden nach einer Aufforderung der Festspieldirektion die Festspielbesucher angehalten, in festlicher Kleidung zu den Aufführungen zu erscheinen, andernfalls würden sie gegen Rückerstattung des Eintrittspreises aus dem Festspielhaus gewiesen.
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Zum Abschluss der Salzburger Festspiele 1947, am [[31. August]], hält Landeshauptmann [[Albert Hochleitner]] ([[ÖVP]]) eine Rundfunkansprache. Er hebt das zunehmende Interesse des In- und Auslandes an den Festspielen hervor. Im August haben 10.085 Personen in Gasthöfen und Privatquartieren übernachtet. Der [[Mönchsbergaufzug|Elektrische Aufzug]] ist im August von mehr als 70.000 Personen benutzt worden, eine Rekordzahl in den 56 Jahren seines Bestehens.
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Zum Abschluss der Salzburger Festspiele 1947, am [[31. August]], hielt [[Landeshauptmann]] [[Albert Hochleitner]] ([[ÖVP]]) eine Rundfunkansprache. Er hob das zunehmende Interesse des In- und Auslandes an den Festspielen hervor. Im August haben 10 085 Personen in Gasthöfen und Privatquartieren übernachtet. Der [[Mönchsbergaufzug|Elektrische Aufzug]] war im August von mehr als 70 000 Personen benutzt worden, eine Rekordzahl in den 56 Jahren seines damaligen Bestehens.
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Am [[27. Juli]] [[1948]] hält Bundespräsident Karl Renner die Eröffnungsrede der diesjährigen Festspiele. Mit „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck findet die erste Opernaufführung in der Felsenreitschule nach dem Krieg statt. Das Bühnenbild stammt von Caspar Neher, die Regie führt Oscar Fritz Schuh, es dirigiert [[Herbert von Karajan]].
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Am [[27. Juli]] [[1948]] hiel Bundespräsident Karl Renner die Eröffnungsrede der Festspiele. Mit „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck fand die erste Opernaufführung in der [[Felsenreitschule]] nach dem Krieg statt. Das Bühnenbild stammte von Caspar Neher, die Regie führt Oscar Fritz Schuh, es dirigierte [[Herbert von Karajan]].
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Beethovens „Fidelio“ inszeniert Günther Rennert, es dirigiert Wilhelm Furtwängler. Mozarts „Entführung aus dem Serail“ ist in einer Inszenierung von Herbert Waniek und unter der Stabführung von Josef Krips zu sehen. Herbert von Karajan dirigiert Mozarts „Le Nozze di Figaro“, inszeniert von Caspar Neher. Maria Becker ist die neue „Buhlschaft“ im „Jedermann“. Im Landestheater ist Grillparzers „Des Meeres und der Liebe Wellen“ unter der Regie von Ernst Lothar zu sehen. Frank Martins „Der Zaubertrank“ inszeniert Oscar Fritz Schuh. Es dirigiert Ferenc Fricsay. Die Orchesterkonzerte der Wiener Philharmoniker werden von [[Wilhelm Furtwängler]], Alceo Galliera, Herbert von Karajan, Artur Rodzinski und Hans Knappertsbusch dirigiert.
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Beethovens „Fidelio“ inszenierte Günther Rennert, es dirigierte [[Wilhelm Furtwängler]]. Mozarts „Entführung aus dem Serail“ war in einer Inszenierung von Herbert Waniek und unter der Stabführung von Josef Krips zu sehen. Herbert von Karajan dirigierte Mozarts „Le Nozze di Figaro“, inszeniert von Caspar Neher. Maria Becker war die neue „Buhlschaft“ im „Jedermann“. Im [[Landestheater]] war Grillparzers „Des Meeres und der Liebe Wellen“ unter der Regie von Ernst Lothar zu sehen. Frank Martins „Der Zaubertrank“ inszenierte Oscar Fritz Schuh. Es dirigierte Ferenc Fricsay. Die Orchesterkonzerte der Wiener Philharmoniker wurden von [[Wilhelm Furtwängler]], Alceo Galliera, Herbert von Karajan, Artur Rodzinski und Hans Knappertsbusch dirigiert.
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Am [[5. November]] [[1948]] kommt es zu einer Räumungsklage gegen den Präsident der Salzburger Festspiele, [[Heinrich Puthon]], der sich geweigert hat, die Kündigung seiner Wohnung im [[Schloss Mirabell]] und die Bereitstellung einer Ersatzwohnung im Stadtzentrum anzunehmen. Nun prozessiert die Stadtgemeinde gegen Puthon. Puthon fordert die Rücknahme der Kündigung und droht mit einem internationalen Skandal. Die Stadtgemeinde verweist auf die herrschende Wohnungsnot.
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Am [[5. November]] [[1948]] kam es zu einer Räumungsklage gegen den [[Präsidenten der Salzburger Festspiele|Präsident der Salzburger Festspiele]], [[Heinrich Puthon]], der sich geweigert hatte, die Kündigung seiner Wohnung im [[Schloss Mirabell]] und die Bereitstellung einer Ersatzwohnung im Stadtzentrum anzunehmen. Nun prozessierte die Stadtgemeinde gegen Puthon. Puthon forderte die Rücknahme der Kündigung und drohte mit einem internationalen Skandal. Die Stadtgemeinde verwies auf die herrschende Wohnungsnot.
    
=== 1950 ===
 
=== 1950 ===
Das Jahr [[1950]] ist dann wieder ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Salzburger Festspiele. Das Bundesgesetz über die Errichtung des [[Salzburger Festspielfonds]] vom [[12. Juli]] gewährleistet eine solide wirtschaftliche Basis der Veranstaltung, [[Bertholt Brecht|Bert Brecht]] wird auf Intervention Gottfried von Einems ([[1947]]/[[1948|48]]) für die Zusage zur Mitarbeit die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.
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Das Jahr [[1950]] war dann wieder ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Salzburger Festspiele. Das Bundesgesetz über die Errichtung des [[Salzburger Festspielfonds]] vom [[12. Juli]] gewährleistete eine solide wirtschaftliche Basis der Veranstaltung, [[Bertholt Brecht|Bert Brecht]] wurde auf Intervention [[Gottfried von Einem]]s ([[1947]]/[[1948|48]]) für die Zusage zur Mitarbeit die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.
    
=== 1951 ===
 
=== 1951 ===
Aber Brecht übersiedelt in die Deutsche Demokratische Republik (DDR), sein unvollendetes Festspielstück löst einen Skandal aus, in dessen Sog [[Gottfried von Einem]] aus dem Festspieldirektorium ausgeschlossen wird.
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Aber Brecht übersiedelte in die Deutsche Demokratische Republik (DDR), sein unvollendetes Festspielstück löste einen Skandal aus, in dessen Sog Gottfried von Einem aus dem Festspieldirektorium ausgeschlossen wurde.
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Wegen seines Eintretens für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wird der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] (ÖVP) während der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele am [[31. Oktober]] [[1951]] aus dem Direktorium ausgeschlossen. Von Einem bezeichnet dies als „inquisitorisches Vorgehen“. Am [[6. Juli]] wird die Kontroverse durch einen persönlichen Briefwechsel zwischen Gottfried von Einem und Landeshauptmann Josef Klaus um den Ausschluss Einems aus dem Festspieldirektorium beendet.
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Wegen seines Eintretens für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wurde der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit Landeshauptmann [[Josef Klaus]] (ÖVP) während der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele am [[31. Oktober]] [[1951]] aus dem Direktorium ausgeschlossen. Von Einem bezeichnete dies als „inquisitorisches Vorgehen“. Am [[6. Juli]] wurde die Kontroverse durch einen persönlichen Briefwechsel zwischen Gottfried von Einem und Landeshauptmann Josef Klaus um den Ausschluss Einems aus dem Festspieldirektorium beendet.
    
=== 1952 ===
 
=== 1952 ===
Am [[9. Jänner]] schlagen dann die Mitglieder des Direktoriums der Salzburger Festspiele, Präsident Heinrich Puthon, [[Bernhard Paumgartner]], [[Egon Hilbert]] und [[Josef Kaut]] dem Kuratorium die Rückberufung von [[Gottfried von Einem]] in das Führungsorgan der Salzburger Festspiele vor.
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Am [[9. Jänner]] schlugen dann die Mitglieder des [[Direktorium der Salzburger Festspiele|Direktoriums der Salzburger Festspiele]], Präsident Heinrich Puthon, [[Bernhard Paumgartner]], [[Egon Hilbert]] und [[Josef Kaut]] dem Kuratorium die Rückberufung von [[Gottfried von Einem]] in das Führungsorgan der Salzburger Festspiele vor.
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Erstmals findet am Vortag der Eröffnung der Festspiele, am [[25. Juli]] das [[Fest zur Festspieleröffnung]] statt. Am [[26. Juli]] werden dann Salzburger Festspiele 1952 eröffnet. Zur Eröffnung wird Mozarts „Figaro“ aufgeführt. Auf dem Spielplan der Festspiele 1952 stehen 23 Opern- und 18 Schauspielaufführungen sowie 20 Konzerte. Die Gesamtausgaben sind mit 11,35 Millionen, die Einnahmen mit 6,15 Millionen Schilling präliminiert. Die Eintrittspreise für die teuersten Plätze für die Opern wurden von 180 auf 200 Schilling, für Orchesterkonzerte von 150 auf 170 [[Schilling]] erhöht. Die Titelrolle in der Neuinszenierung des „Jedermann“ durch Ernst Lothar ist mit Will Quadflieg, jene der „Buhlschaft“ mit Lola Müthel neu besetzt. Für die Rolle des Teufels ist kurzfristig Peer Schmidt verpflichtet worden, weil das Unterrichtsministerium gegen das Engagement des prominenten, kommunistisch gesinnten Schauspielers Karl Paryla ein Veto eingelegt hatte. Die Uraufführung der Richard Strauss-Oper „Die Liebe der Danae“, dirigiert von Clemens Krauss, bildet den musikalischen Höhepunkt der Festspiele.
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Erstmals fand am Vortag der Eröffnung der Festspiele, am [[25. Juli]] das [[Fest zur Festspieleröffnung]] statt. Am [[26. Juli]] wurden dann Salzburger Festspiele 1952 eröffnet. Zur Eröffnung wurde Mozarts „Figaro“ aufgeführt. Auf dem Spielplan der Festspiele 1952 standen 23 Opern- und 18 Schauspielaufführungen sowie 20 Konzerte. Die Gesamtausgaben waren mit 11,35 Millionen, die Einnahmen mit 6,15 Millionen [[Schilling]] präliminiert. Die Eintrittspreise für die teuersten Plätze für die Opern wurden von 180 auf 200 Schilling, für Orchesterkonzerte von 150 auf 170 Schilling erhöht. Die Titelrolle in der Neuinszenierung des „Jedermann“ durch Ernst Lothar war mit Will Quadflieg, jene der „Buhlschaft“ mit Lola Müthel neu besetzt. Für die Rolle des Teufels war kurzfristig Peer Schmidt verpflichtet worden, weil das Unterrichtsministerium gegen das Engagement des prominenten, kommunistisch gesinnten Schauspielers Karl Paryla ein Veto eingelegt hatte. Die Uraufführung der Richard Strauss-Oper „Die Liebe der Danae“, dirigiert von [[Clemens Krauss]], bildete den musikalischen Höhepunkt der Festspiele.
    
=== 1953 ===
 
=== 1953 ===
Mit einer Kranzniederlegung vor dem [[Mozart Denkmal|Mozart-Denkmal]] und dem [[Fackeltanz]] auf dem [[Residenzplatz]] werden die Eröffnungsfeiern am [[25. Juli]] eingeleitet. Am folgenden Tag eröffnet Bundespräsident Theodor Körner im [[Carabinierisaal]] der [[Alte Residenz|Residenz]] die Festspiele.  
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Mit einer Kranzniederlegung vor dem [[Mozart Denkmal|Mozart-Denkmal]] und dem [[Fackeltanz]] auf dem [[Residenzplatz]] wurden die Eröffnungsfeiern am [[25. Juli]] eingeleitet. Am folgenden Tag eröffnete Bundespräsident Theodor Körner im [[Carabinierisaal]] der [[Alte Residenz|Residenz]] die Festspiele.  
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Großes Interesse herrscht für die von [[Clemens Holzmeister]] ausgestattete und von [[Wilhelm Furtwängler]] dirigierte Aufführung des „Don Giovanni“ in der [[Felsenreitschule]] mit Cesare Siepi und Elisabeth Schwarzkopf. Als zweite [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]-Oper dirigiert Furtwängler die „Hochzeit des Figaro“. [[Karl Böhm]] ist der musikalische Leiter von Mozarts „Così fan tutte“, die erstmals im Hof der Salzburger Residenz aufgeführt wird. Neu im „[[Jedermann]]“ ist Heidemarie Hatheyer als „Buhlschaft“. Auf dem Programm steht weiters die Uraufführung der Oper „Der Prozess“ von Gottfried von Einem. Zum Abschluss der Festspiele gastiert das Ballett der Pariser Nationaloper in Salzburg. Die Rundfunk-Übertragungen der Festspiele werden von 521 Millionen Menschen gehört, größtes Interesse findet dabei die Oper „Der Rosenkavalier“. 555 Zeitungen aus 29 Staaten haben Kritiker entsandt.
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Großes Interesse herrschte für die von [[Clemens Holzmeister]] ausgestattete und von Wilhelm Furtwängler dirigierte Aufführung des „Don Giovanni“ in der Felsenreitschule mit Cesare Siepi und Elisabeth Schwarzkopf. Als zweite [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]-Oper dirigierte Furtwängler die „Hochzeit des Figaro“. [[Karl Böhm]] war der musikalische Leiter von Mozarts „Così fan tutte“, die erstmals im Hof der Salzburger Residenz aufgeführt wurde. Neu im „Jedermann“ war  Heidemarie Hatheyer als „Buhlschaft“. Auf dem Programm stand weiters die Uraufführung der Oper „Der Prozess“ von Gottfried von Einem. Zum Abschluss der Festspiele gastierte das Ballett der Pariser Nationaloper in Salzburg. Die Rundfunk-Übertragungen der Festspiele wurden von 521 Millionen Menschen gehört, größtes Interesse fand dabei die Oper „Der Rosenkavalier“. 555 Zeitungen aus 29 Staaten hatten Kritiker entsandt.
    
=== 1954 ===
 
=== 1954 ===
Am [[25. Juli]] werden die diesjährigen Salzburger Festspiele mit dem [[Fackeltanz]] und [[Hugo von Hofmannsthal|Hofmannsthals]] „[[Jedermann]]“ eröffnet. Auf dem Opernprogramm stehen Carl Maria von Webers „Freischütz“ in einer Inszenierung von Günther Rennert mit [[Wilhelm Furtwängler]] als Dirigenten, Mozarts „Così fan tutte“ in einer Inszenierung von Oscar Fritz Schuh unter der Stabführung von [[Karl Böhm]], Mozarts „Don Giovanni“ ebenfalls mit Furtwängler als Dirigenten in einer Inszenierung von Herbert Graf und dem Bühnenbild von [[Clemens Holzmeister]]. Karl Böhm dirigiert „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Josef Gielen. Rolf Liebermanns „Penelope“ wird uraufgeführt. Als österreichische Erstaufführung wird das szenische Oratorium „Danse des morts (Der Totentanz)“ von Paul Claudel mit der Musik von Arthur Honegger aufgeführt. Insgesamt besuchen 89.000 Personen die siebzig Aufführungen der Festspiele.
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Am [[25. Juli]] wurden die Salzburger Festspiele mit dem [[Fackeltanz]] und [[Hugo von Hofmannsthal|Hofmannsthals]] „Jedermann“ eröffnet. Auf dem Opernprogramm standen Carl Maria von Webers „Freischütz“ in einer Inszenierung von Günther Rennert mit Wilhelm Furtwängler als Dirigenten, Mozarts „Così fan tutte“ in einer Inszenierung von Oscar Fritz Schuh unter der Stabführung von [[Karl Böhm]], Mozarts „Don Giovanni“ ebenfalls mit Furtwängler als Dirigenten in einer Inszenierung von Herbert Graf und dem Bühnenbild von [[Clemens Holzmeister]]. Karl Böhm dirigierte „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Josef Gielen. Rolf Liebermanns „Penelope“ wurde uraufgeführt. Als österreichische Erstaufführung wurde das szenische Oratorium „Danse des morts (Der Totentanz)“ von Paul Claudel mit der Musik von Arthur Honegger aufgeführt. Insgesamt besuchten 89 000 Personen die siebzig Aufführungen der Festspiele.
    
=== 2012 ===
 
=== 2012 ===
Am [[27. Juli]] [[2012]] wurden die in ihrer Geschichte am längsten dauernden Salzburger Festspiele offiziell eröffnet. Insgesamt standen in diesem Sommer 248 Veranstaltungen auf dem Spielplan, der in diesem Jahr um  zehn Tage länger dauert als je zuvor. An den 45 Festspieltagen wurden 265 000 Karten aufgelegt.
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Am [[27. Juli]] [[2012]] wurden die in ihrer Geschichte am längsten dauernden Salzburger Festspiele offiziell eröffnet. Insgesamt standen in diesem Sommer 248 Veranstaltungen auf dem Spielplan, der in diesem Jahr um  zehn Tage länger dauerte als je zuvor. An den 45 Festspieltagen wurden 265 000 Karten aufgelegt. Künstlerischer Leiter war erstmals [[Alexander Pereira]].
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Erstmals fand eine [[Salzburger Festspielball]] statt.
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Erstmals fand der erste [[Salzburger Festspielball]] statt.
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=== 2013 ===
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Für Aufregung sorgten die Wiener Philharmoniker, die laut darüber nachdachten, ob sie weiterhin bei den Salzburger Festspielen auftreten sollten.
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Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler musste Mitte August ein mögliches Defizit im heurigen Jahr einräumen, wies aber "böse Gerüchte" zurück<ref>{{Quelle SN|16. August 2013}}</ref>. Erstmals seit 1999 werden die Salzburger Festspiele 2013 möglicherweise negativ bilanzieren. Im vorigen Jahrzehnt ist es üblich geworden, dass jeden Sommer ein bis zwei Millionen Euro als "Programmreserve" für die nächsten Spielzeiten verblieben sind. Doch 2012, nach den ersten von Alexander Pereira künstlerisch geleiteten Salzburger Festspielen, blieb erstmals seit Langem kein derartiger Überschuss.
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Sie könne ein Defizit nicht ausschließen, bestätigte Helga Rabl-Stadler, Präsidentin und Kaufmännische Leiterin. Allerdings: Dass dieses Defizit eine Million Euro oder mehr erreichen würde, sei "ein böses Gerücht". Genaue Zahlen gebe es noch nicht (Stand 16. August 2013), denn es stehen noch zweieinhalb Festspielwochen bevor.
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Wenn, dann werde ein etwaiger Verlust im sechsstelligen Bereich und sicherlich in einem Ausmaß bleiben, "''das die Salzburger Festspiele selbst verarbeiten können''", versichert Helga Rabl-Stadler. Ein etwaiges Defizit aus 2013 könnte also 2014 wettgemacht werden und es würde keine Krisensubvention nötig. Auch die im [[Festspielfondsgesetz]] vorgesehene Ausfallshaftung der öffentlichen Hand werde "sicher nicht" schlagend, beteuert die Präsidentin.
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Während das Millionendefizit das "böse Gerücht" sei, "''sind unsere Mehreinnahmen die schöne Wahrheit''", sagte Helga Rabl-Stadler. Beim Kartenverkauf wie bei Sponsoren-Einnahmen würden heuer historische Rekordwerte erreicht.
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Strenger sieht das [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] ([[SPÖ]]). Dass sich ein Defizit abzeichne, sei "erschreckend". Er ist einer von fünf stimmberechtigten Mitgliedern im Kuratorium. Dieses habe dem Intendanten und der Präsidentin vorgegeben, 2013 "zumindest ausgeglichen" abzuschließen, sagt Schaden. Und: "''Ein Budget ist dazu da, eingehalten zu werden.''"
    
== Organisation ==
 
== Organisation ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
{{homepage|http://www.salzburgerfestspiele.at}}
 
{{homepage|http://www.salzburgerfestspiele.at}}
* [[Harald Waitzbauer]]  ''Festlicher Sommer. Das gesellschaftliche Ambiente der Salzburger Festspiele von 1920 bis zur Gegenwart'', [[Schriftenreihe des Landespressebüros Salzburg]] 1997
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* [[Harald Waitzbauer|Waitzbauer, Harald]]: ''Festlicher Sommer. Das gesellschaftliche Ambiente der Salzburger Festspiele von 1920 bis zur Gegenwart'', [[Schriftenreihe des Landespressebüros Salzburg]] 1997
 
* [http://www.salzburgfestival.at/geschichte.php?lang=1  Die Geschichte der Salzburger Festspiele]
 
* [http://www.salzburgfestival.at/geschichte.php?lang=1  Die Geschichte der Salzburger Festspiele]
 
* [http://www.pi-wien.at/archiv/kunsthaus/pdf/biographie.pdf Biographie Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn]
 
* [http://www.pi-wien.at/archiv/kunsthaus/pdf/biographie.pdf Biographie Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn]