Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:  
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
   −
''H. resplendella'' wurde erst ein einziges Mal vor über 100 Jahren in Salzburg festgestellt (Kurz et al. 2010). Am 16.6.1909 fing Mitterberger ein Exemplar der Art im [[Gasteinertal]] in [[Böckstein]] in rund 1130 m Höhe (Mitterberger 1909, Kurz & Kurz 2010). Der Fundort liegt in den Zentralalpen (Zone IV nach Embacher et al.). Mitterberger fand das Tier "um Erlen fliegend", sonst ist über den Lebensraum nichts bekannt.
+
Bis vor kurzem war von ''H. resplendella'' nur ein über 100 Jahre alter Fundnachweis aus Salzburg bekannt (Kurz et al. 2010). Am 16.6.1909 fing Mitterberger ein Exemplar der Art im [[Gasteinertal]] in [[Böckstein]] in rund 1130 m Höhe (Mitterberger 1909, Kurz & Kurz 2010). Der Fundort liegt in den Zentralalpen (Zone IV nach Embacher et al.). Mitterberger fand das Tier "um Erlen fliegend", sonst ist über den Lebensraum nichts bekannt. Am 15.8.2013 gelang dann der Fund mehrerer Minen in Gelände des [[Freilichtmuseum]]s in [[Großgmain]] am Rande eines lichten Fichtenwaldes (Kurz & Kurz 2013).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
   −
Über die Lebensweise von ''H. resplendella'' in Salzburg ist außer der Angabe Mitterbergers (1909, siehe oben) nichts bekannt. Die Raupen minieren in den Blättern von Schwarzerlen (''[[Alnus glutinosa]]''), wo sie eine relativ unauffällige Mine erzeugen. Erwachsen schneiden sie aus den Blatthäuten ein ovales Loch aus und verspinnen die ausgeschnittenen Teile zu einem kleinen, flachen Kokon, in dem die Überwinterung und Verpuppung erfolgt. Über eine eventuelle Gefährdung von ''H. resplendella'' in Salzburg ist zur Zeit keine Aussage möglich. Eine Suche nach den Minen im Bereich der [[Stadt Salzburg]] verlief bisher ergebnislos, im Gebirge könnte die Art aber durchaus weiter verbreitet sein.
+
Über die Lebensweise von ''H. resplendella'' in Salzburg ist außer der Angabe Mitterbergers (1909, siehe oben) nichts bekannt. Die Raupen minieren in den Blättern von Schwarzerlen (''[[Alnus glutinosa]]''), wo sie eine relativ unauffällige Mine erzeugen. Erwachsen schneiden sie aus den Blatthäuten ein ovales Loch aus und verspinnen die ausgeschnittenen Teile zu einem kleinen, flachen Kokon, in dem die Überwinterung und Verpuppung erfolgt. Über eine eventuelle Gefährdung von ''H. resplendella'' in Salzburg ist zur Zeit keine Aussage möglich, da noch zu wenige Daten zu Lebensraum und Lebensweise vorliegen.
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
Zeile 16: Zeile 16:     
==Quellen==
 
==Quellen==
*Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort: Kommentierte Liste der Schmetterlinge des Landes Salzburg. Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). In Vorbereitung
+
{{Quelle Embacher et al.}}
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2010. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 25 Oktober 2010].
+
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2013. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 16 August 2013].
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010. Neuinterpretation einer Fundmeldung von Heliozela stanneella (Fischer von Röslerstamm, 1841) in Mitterberger (1909). Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft. URL: http://www.nkis.info/MittnatGes/.
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010. Neuinterpretation einer Fundmeldung von Heliozela stanneella (Fischer von Röslerstamm, 1841) in Mitterberger (1909). Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft. URL: http://www.nkis.info/MittnatGes/.
 
*Mitterberger, K. 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
 
*Mitterberger, K. 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.