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'''Maxglan''' ist ein Stadtteil im Westen der Stadt [[Salzburg]].
 
'''Maxglan''' ist ein Stadtteil im Westen der Stadt [[Salzburg]].
In Maxglan leben heute 13.500 Bewohner. Maxglan ist damit der zweitgrößte Stadtteil [[Salzburg]]s nach [[Lehen]]. Im späten [[19. Jahrhundert|19.]] und frühen [[20. Jahrhundert]] war Maxglan (nach der Bevölkerungszahl) die nach der Landeshauptstadt zweitgrößte Gemeinde des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] und das größte Bauerndorf Österreichs.  
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In Maxglan leben heute 13.500 Bewohner. Maxglan ist damit der zweitgrößte Stadtteil [[Salzburg]]s nach [[Lehen]]. Im späten [[19. Jahrhundert|19.]] und frühen [[20. Jahrhundert]] war Maxglan (nach der Bevölkerungszahl) die nach der Landeshauptstadt zweitgrößte Gemeinde des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]].
 
      
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Funde im Raum der Gemeinde Maxglan sind aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der Hallstattzeit gefunden worden. Aus römischer Zeit sind Grabfunde bekannt. Im Frühmittelalter hieß der Ort nach dem Fluss [[Glan]]. Der Name Glan war damals auch Bezeichnung für eine Ortschaft und nicht nur für den dortigen Bachlauf. Wohl seit dem [[15. Jahrhundert]] hieß der Ort nach dem Kirchenpatron auch St. Maximilian. Der Name St. Maximilian (auch Maximilian an der Glan) wurde später auf "Maxlan" (auch "Maxlon") verkürzt und im 19. Jahrhundert zu Maxglan. Der Ort war dank seiner fruchtbaren Ackerböden lange ein recht wohlhabendes Bauerndorf. Hier lebten aber auch Wäscher und Handwerker. [[1935]] wurde vom [[Salzburger Landtag]] die Erweiterung des Gebietes der Landeshauptstadt [[Salzburg]] beschlossen. Am [[1. Juli]] dieses Jahres kam darauf der Großteil der Gemeinde Maxglan zur Stadt Salzburg.
 
Funde im Raum der Gemeinde Maxglan sind aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der Hallstattzeit gefunden worden. Aus römischer Zeit sind Grabfunde bekannt. Im Frühmittelalter hieß der Ort nach dem Fluss [[Glan]]. Der Name Glan war damals auch Bezeichnung für eine Ortschaft und nicht nur für den dortigen Bachlauf. Wohl seit dem [[15. Jahrhundert]] hieß der Ort nach dem Kirchenpatron auch St. Maximilian. Der Name St. Maximilian (auch Maximilian an der Glan) wurde später auf "Maxlan" (auch "Maxlon") verkürzt und im 19. Jahrhundert zu Maxglan. Der Ort war dank seiner fruchtbaren Ackerböden lange ein recht wohlhabendes Bauerndorf. Hier lebten aber auch Wäscher und Handwerker. [[1935]] wurde vom [[Salzburger Landtag]] die Erweiterung des Gebietes der Landeshauptstadt [[Salzburg]] beschlossen. Am [[1. Juli]] dieses Jahres kam darauf der Großteil der Gemeinde Maxglan zur Stadt Salzburg.
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==  Maxglan und seine Teile  ==
 
==  Maxglan und seine Teile  ==
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==== Der Maxglaner Friedhof  ====
 
==== Der Maxglaner Friedhof  ====
   
Der Friedhof stammt in seinen Ursprüngen vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und wurde [[1519]] gemeinsam mit der damals neu erbauten Kirche geweiht. [[1883]] und [[1901]] erfolgten Vergrößerungen des zuvor kleinen Dorffriedhofes Friedhofes. Beim Neubau der Kirche mussten etliche Gräber umgebettet werden. 1958 wurde anstelle des im zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben zerstörten Karlbauerngutes das Kriegerdenkmal errichtet. Damals war der Friedhof wieder zu klein geworden. [[1969]] erfolgte daher auf einem Grundstück. Die letzte Friedhofserweiterung fand nach [[1990]] statt.
 
Der Friedhof stammt in seinen Ursprüngen vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und wurde [[1519]] gemeinsam mit der damals neu erbauten Kirche geweiht. [[1883]] und [[1901]] erfolgten Vergrößerungen des zuvor kleinen Dorffriedhofes Friedhofes. Beim Neubau der Kirche mussten etliche Gräber umgebettet werden. 1958 wurde anstelle des im zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben zerstörten Karlbauerngutes das Kriegerdenkmal errichtet. Damals war der Friedhof wieder zu klein geworden. [[1969]] erfolgte daher auf einem Grundstück. Die letzte Friedhofserweiterung fand nach [[1990]] statt.
       
===  Burgfried  ===
 
===  Burgfried  ===
   
Der [[Burgfried]] war möglicherweise ein befestigter Zufluchtsort von Maxglan und gehört möglicherweise zum ältesten Siedlungskern von Maxglan. „Burgfried“ (burccride) hieß der Schutzbereich eines Fürstenhofes, einer Stadt oder eines Marktes.
 
Der [[Burgfried]] war möglicherweise ein befestigter Zufluchtsort von Maxglan und gehört möglicherweise zum ältesten Siedlungskern von Maxglan. „Burgfried“ (burccride) hieß der Schutzbereich eines Fürstenhofes, einer Stadt oder eines Marktes.
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===  Neu-Maxglan  ===
 
===  Neu-Maxglan  ===
   
Neumaxglan ist ein Stadtteil, der wesentlich noch in der Gemeinde Maxglan zu Zeiten der Monarchie zwischen [[1860]] und [[1914]] entstand. Er liegt zwischen Maxglaner Mühlbach und dem [[Mülln]]er Arm des [[Almkanal]]es. Hier liegen die Sonderschule und die Hauptschule von Maxglan. Auch die große [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbrauerei]] siedelte sich hier [[1863]] an. Vor [[1850]] bestand hier neben dem an der Glan gelegenen Rochusmeierhof nur ein Bauerngehöft, das Zillnergut. Der Zeit gemäß wurde diese Verbauung plangemäß und rasterartig als weitgehend dreigeschossiger Einzelhausbau vorgenommen. Durch den Aufschwung Neumaxglans stieg die Maxglaner Bevölkerungszahl rasch an. Das aufstrebende Neumaxglan und das behäbige Altmaxglan war lange gegensätzlich.
 
Neumaxglan ist ein Stadtteil, der wesentlich noch in der Gemeinde Maxglan zu Zeiten der Monarchie zwischen [[1860]] und [[1914]] entstand. Er liegt zwischen Maxglaner Mühlbach und dem [[Mülln]]er Arm des [[Almkanal]]es. Hier liegen die Sonderschule und die Hauptschule von Maxglan. Auch die große [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbrauerei]] siedelte sich hier [[1863]] an. Vor [[1850]] bestand hier neben dem an der Glan gelegenen Rochusmeierhof nur ein Bauerngehöft, das Zillnergut. Der Zeit gemäß wurde diese Verbauung plangemäß und rasterartig als weitgehend dreigeschossiger Einzelhausbau vorgenommen. Durch den Aufschwung Neumaxglans stieg die Maxglaner Bevölkerungszahl rasch an. Das aufstrebende Neumaxglan und das behäbige Altmaxglan war lange gegensätzlich.
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=== Maxglan-Riedenburg  ===
 
=== Maxglan-Riedenburg  ===
   
Der südöstliche Teil von Maxglan wird Maxglan-Riedenburg genannt. Er bildet dabei das Bindeglied zum heute eigenständigen Stadtteil Riedenburg mit seiner zentralen Pfarrkirche [[St. Paul]] und wurde wesentlich nach dem zweiten Weltkrieg verbaut. Zuvor gab es hier nur einzeln stehende Gehöfte entlang der Kendlerstraße und einige Wohnbauten entlang der kurzen Stichstraßen Höglstraße-Krailnstraße und Hagmüllerstraße-Waldstraße. Der heutigen Siedlungsraum zwischen Kendlerstraße und Glan wurde erst infolge der Begradigung und Kanalisierung der Glan bebaubar.  
 
Der südöstliche Teil von Maxglan wird Maxglan-Riedenburg genannt. Er bildet dabei das Bindeglied zum heute eigenständigen Stadtteil Riedenburg mit seiner zentralen Pfarrkirche [[St. Paul]] und wurde wesentlich nach dem zweiten Weltkrieg verbaut. Zuvor gab es hier nur einzeln stehende Gehöfte entlang der Kendlerstraße und einige Wohnbauten entlang der kurzen Stichstraßen Höglstraße-Krailnstraße und Hagmüllerstraße-Waldstraße. Der heutigen Siedlungsraum zwischen Kendlerstraße und Glan wurde erst infolge der Begradigung und Kanalisierung der Glan bebaubar.  
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=== Glanhofen ===
 
=== Glanhofen ===
   
[[Glanhofen]] war bis [[1935]] eine bäuerliche Ortschaft. Glanhofen besaß eine zentrale kleine Gehöftgruppe, die an der alten Hauptverkehrsader in den [[Pinzgau]] gelegen war. Heute liegt dieser Raum zwischen dem Kerngebiet des Stadtteiles Maxglan im Norden und dem [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]] im Süden. Historisch lag hier eine kleine Gruppe von Bauerngütern, die im frühen Mittelalter im Eigentum von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] waren. Nur das alte Scherzergut und das [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]]s  verkauft. Heute liegt der alte Siedlungskern mit seinen kleinen Wohnbauten unmittelbar am Rand der Landebahn des Flughafens und unmittelbar an der stark befahrenen Innsbrucker Bundesstraße, wobei an den umgebenden schmalen Wiesenrest großteils Gewerbegebiete angrenzen.
 
[[Glanhofen]] war bis [[1935]] eine bäuerliche Ortschaft. Glanhofen besaß eine zentrale kleine Gehöftgruppe, die an der alten Hauptverkehrsader in den [[Pinzgau]] gelegen war. Heute liegt dieser Raum zwischen dem Kerngebiet des Stadtteiles Maxglan im Norden und dem [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]] im Süden. Historisch lag hier eine kleine Gruppe von Bauerngütern, die im frühen Mittelalter im Eigentum von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] waren. Nur das alte Scherzergut und das [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]]s  verkauft. Heute liegt der alte Siedlungskern mit seinen kleinen Wohnbauten unmittelbar am Rand der Landebahn des Flughafens und unmittelbar an der stark befahrenen Innsbrucker Bundesstraße, wobei an den umgebenden schmalen Wiesenrest großteils Gewerbegebiete angrenzen.
    
==Bauten==
 
==Bauten==
   
* [[Stieglbrauerei zu Salzburg]]
 
* [[Stieglbrauerei zu Salzburg]]
 
** [[Stiegl's Braugewölbe]]
 
** [[Stiegl's Braugewölbe]]
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