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| | Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2011 bereits 58-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertigau-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte. | | Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2011 bereits 58-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertigau-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte. |
| | + | ==Schnalzen wird UNESCO-Kulturerbe== |
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| | + | '''Anerkennung. Aperschnalzen wird Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Bayern will nachziehen. Einsamer Entscheid bei den Tresterern.''' |
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| | + | Von Heinz Bayer (SN). |
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| | + | Er ist ein umtriebiger Mann, der Goiser Funktionär [[Ernst Müller]]. Jetzt hat er ein Meisterstück geliefert. Dank seiner Initiative wurde das „Aperschnalzen im historischen Rupertiwinkl“ in das Österreichische Verzeichnis der UNESCO als Immaterielles Kulturgut aufgenommen. Die Verleihung findet am 3. Juni im [[Mozarthaus]] in [[St. Gilgen am Wolfgangsee]] statt. |
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| | + | Allerdings hat die Sache derzeit noch einen kleinen Haken: Die Anerkennung als Kulturerbe gilt zunächst nur für die Salzburger Schnalzer. |
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| | + | Das sind konkret jene in Anthering, Bergheim (mit den Schnalzergruppen Bergheim und Muntigl), Straßwalchen (Schnalzergruppe Steindorf) und Wals-Siezenheim (Gois, Loig, Siezenheim, Viehhausen und Wals) und in der Stadt Salzburg (Lieferung und Maxglan). |
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| | + | Die Schnalzer aus Bayern, die ganz maßgeblich Anteil an der Pflege dieses Brauchs im Rupertiwinkl haben und im Verband maximal aktiv sind, müssen einen eigenen Antrag stellen. Das ist erst seit Ende April möglich. Denn in Deutschland ist das Übereinkommen mit der UNESCO erst heuer in Kraft getreten. |
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| | + | Bernhard Kern, Vorstand der Rupertigau Schnalzervereinigung: „Ich sehe da keinen Konflikt. Im Gegenteil. Wir freuen uns mit den Kollegen in Salzburg und reichen unser Ansuchen so rasch es geht nach.“ |
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| | + | Einmal im Jahr, und das seit [[1954], treffen sich alle Jugend- und Allgemeinen Passen zum [[Rupertigau-Preisschnalzen]]. Das passiert eine Woche vor dem Faschingssonntag. An dieser Brauchtumsveranstaltung beteiligen sich mehr als 1500 aktive Schnalzer aus Bayern und Salzburg. Die sieben Preisrichter beurteilen nach einem Punktesystem die Leistung jeder Passe. Sie hören die Schnalzer, dürfen sie aber nicht sehen, um niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen. |
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| | + | Bewertet wird nach gleichmäßigem Takt und Lautstärke. Die beste und die schlechteste Bewertung bleiben unberücksichtigt. Als Preise gibt es Urkunden und Bierkrüge. Bei den Gemeindepreisschnalzen gibt es eine Jause bzw. Brotzeit. Der Siegerpass wird darüber hinaus für ein Jahr die begehrte Wandergoaßl übergeben. |
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| | + | Das Schnalzen ist eine starke gesellschaftliche Klammer, ein festes Bindeglied zwischen den Generationen. Heute genießen bei intakten Schnalzergruppen, Schnalzerstammtisch, Schnalzerstüberl, Schnalzerausflug, Schnalzerball, vor allem aber der sogenannte Schnalzermontag (nach dem Rupertigauschnalzen) große gesellschaftliche Bedeutung. |
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| | ==Aperschnalzen Goaßl== | | ==Aperschnalzen Goaßl== |