Änderungen

Zeile 7: Zeile 7:  
Nach seiner Ausbildung in Wien war er erster Violinist beim Bischof von Großwardein<ref>Stadt in Rumänien, heute Oradea</ref>. Er brachte es bis zum Kapellmeister und begann zu komponieren. Unter [[Erzbischof]] [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach]] übersiedelte er [[1763]] als 26Jähriger nach Salzburg und wurde durch Intervention des Neffen vom Erzbischof, des [[Domherr]]s [[Vinzenz Josef Graf Schrattenbach]] am [[14. August]] [[1763]] am Fürstenhof ''Hofmusicus und Concertmeister''. Durch diesen Förderer durfte er sogar an der Offizierstafel speisen, ein besonderes Privileg, das beispielsweise [[Leopold Mozart]] verwehrt blieb.  
 
Nach seiner Ausbildung in Wien war er erster Violinist beim Bischof von Großwardein<ref>Stadt in Rumänien, heute Oradea</ref>. Er brachte es bis zum Kapellmeister und begann zu komponieren. Unter [[Erzbischof]] [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach]] übersiedelte er [[1763]] als 26Jähriger nach Salzburg und wurde durch Intervention des Neffen vom Erzbischof, des [[Domherr]]s [[Vinzenz Josef Graf Schrattenbach]] am [[14. August]] [[1763]] am Fürstenhof ''Hofmusicus und Concertmeister''. Durch diesen Förderer durfte er sogar an der Offizierstafel speisen, ein besonderes Privileg, das beispielsweise [[Leopold Mozart]] verwehrt blieb.  
   −
Am [[17. August]] [[1768]] heiratete Haydn die ''Hofsängerin'' [[Maria Magdalena Haydn|Maria Magdalena Lipp]], Tochter des Domorganisten [[Franz Lipp]]. Sie wohnten im ''St. Petrischen Haus am Friedhof''. Es war sein Wohn- und Sterbehaus an jener Stelle, wo [[1894]] die Talstation der [[Festungsbahn|Drahtseilbahn]] zur [[Festung Hohensalzburg]] entstand. Sie hatten ein Kind, eine Tochter, das jedoch bereits im ersten Lebensjahr verstarb. Obwohl beide recht gut verdiente, herrschte ständig Geldmangel in der Familie Haydn. Aber sie führten getrennte Finanzen, was dazu führte, dass er, Michael, nie belangt wurde, wohl aber seine Frau. So kam es [[1786]] soweit, dass eine Kommission die Finanzen von Maria Magdalena untersuchten und einen Haushaltsplan aufstellten. Michael stimmte freiwillig einem Gehaltsabzug zu. Doch seine Frau machte weiter Schulden, vor allem durch den Kauf bei Tandlern. Michael Haydn machte sie zu seinem Erben.
+
Am [[17. August]] [[1768]] heiratete Haydn die ''Hofsängerin'' [[Maria Magdalena Haydn|Maria Magdalena Lipp]], Tochter des [[Domorganist]]en [[Franz Lipp]]. Sie wohnten im ''St. Petrischen Haus am Friedhof''. Es war sein Wohn- und Sterbehaus an jener Stelle, wo [[1894]] die Talstation der [[Festungsbahn|Drahtseilbahn]] zur [[Festung Hohensalzburg]] entstand. Sie hatten ein Kind, eine Tochter, das jedoch bereits im ersten Lebensjahr verstarb. Obwohl beide recht gut verdiente, herrschte ständig Geldmangel in der Familie Haydn. Aber sie führten getrennte Finanzen, was dazu führte, dass er, Michael, nie belangt wurde, wohl aber seine Frau. So kam es [[1786]] soweit, dass eine Kommission die Finanzen von Maria Magdalena untersuchten und einen Haushaltsplan aufstellten. Michael stimmte freiwillig einem Gehaltsabzug zu. Doch seine Frau machte weiter Schulden, vor allem durch den Kauf bei Tandlern. Michael Haydn machte sie zu seinem Erben.
    
Angesichts dieser privaten Verhältnisse wird es verständlich erscheinen, dass Haydn sehr viel Zeit außer Haus verbracht hatte. Vor allem war er im [[Stiftskeller St. Peter]] oder im [[Stieglkeller]] anzutreffen.  
 
Angesichts dieser privaten Verhältnisse wird es verständlich erscheinen, dass Haydn sehr viel Zeit außer Haus verbracht hatte. Vor allem war er im [[Stiftskeller St. Peter]] oder im [[Stieglkeller]] anzutreffen.  
Zeile 15: Zeile 15:  
Doch das Verhältnis zwischen Mozart und Haydn war sehr freundschaftlich. Mozart schätzte Haydn, ja, er ließ sich sogar von ihm ein Auftragswerk des Erzbischofs komponieren, weil er selbst nicht dazu kam. Nur Vater Leopold Mozart versuchte die Leistungen von Haydn herunter zu spielen, da er in Haydn einen Konkurrenten seines Sohnes sah. Mozart wie Haydn waren gerne im [[Stieglkeller#Ankedoten|Stieglkeller]] zu Gast.
 
Doch das Verhältnis zwischen Mozart und Haydn war sehr freundschaftlich. Mozart schätzte Haydn, ja, er ließ sich sogar von ihm ein Auftragswerk des Erzbischofs komponieren, weil er selbst nicht dazu kam. Nur Vater Leopold Mozart versuchte die Leistungen von Haydn herunter zu spielen, da er in Haydn einen Konkurrenten seines Sohnes sah. Mozart wie Haydn waren gerne im [[Stieglkeller#Ankedoten|Stieglkeller]] zu Gast.
   −
Als Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]], der erste moderne Herrscher im Geiste der Aufklärung, lateinischen Gesang außerhalb der Klosterkirchen verbot, hatte Haydn mit seiner ''Deutschen Messe'' umso mehr Erfolg.  
+
Als Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]], der erste moderne Herrscher im Geiste der Aufklärung, lateinischen Gesang außerhalb der Klosterkirchen verbot, hatte Haydn mit seiner ''Deutschen Messe'' umso mehr Erfolg.
    
==Seine Schüler==
 
==Seine Schüler==