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| − | '''Alois Winkler''' (* [[1838]] in [[Waidring]] bei [[Lofer]], [[Salzburg_(Bundesland)|Land Salzburg]], (heute in Tirol); † [[1925]] in [[Salzburg]]) war seit 1878 Abgeordneter zum [[Salzburger Landtag]] und von [[1897]] bis [[1902]] [[Landeshauptmann]] von Salzburg. | + | '''Alois Winkler''' (* [[7. Juni]] [[1838]] in Waidring; † [[11. Juli]] [[1925]] in [[Salzburg]]) war Priester und [[Salzburger Dom|Domherr]], sowie langjähriger [[Landeshauptmann]] und [[Salzburger Landtag|Landtagsabgeordneter]] des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]]. |
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| − | [[1935]] wurde nach ihm die ''Prälat-Winkler-Straße'' im Stadtteil [[Aigen]] benannt. Diese führt vom Ignaz-Rieder-Kai zur Aigner Straße. | + | ==Herkunft und Ausbildung== |
| | + | Winkler wurde als vierzehntes Kinder einer Bauernfamilie im Adlergut im damals salzburgischen Waidring bei [[Lofer]] (heute im Bundesland Tirol gelegen) geboren. Seine Kindheit verbrachte er großteils am Waidringer Fischergut, das seine Eltern zwischenzeitlich erworben hatten. |
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| | + | Er zeigte früh Begabung, durfte das Gymnasium besuchen und begann sich für Theologie zu interessieren. Nach Abschluss des Gymnasium absolvierte er das Priesterseminar in [[Salzburg]] und erhielt am [[26. Juli]] [[1863]] die Priesterweihe. |
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| | + | ==Beruflicher Werdegang== |
| | + | Im Anschluss an das Priesterseminar zeigte er sich als Kooperator in der Tiroler Gemeinde Erl tätig. Dort lernte er die Passionsspiele kennen und ließ sich von diesen zur Gründung einer Passionsspielgemeinde in Brixlegg animieren, die [[1868]] mit rund 300 Mitwirkenden ihre erste Aufführung abhielt. |
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| | + | Im Herbst 1868 kam er nach [[Mittersill]], wo er den ersten katholisch-politischen Verein des [[Pinzgau]]s gründete und sich gegen den herrschenden Liberalismus engagierte. Nach [[Radstadt]] in den [[Ennspongau]] versetzt wurde er Benefiziat zu „Maria Loreto ob Lerchen. Von [[1890]] bis [[1894]] zeigte er sich als Pfarrer und Dechant von [[Altenmarkt im Pongau]] tätig. |
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| | + | Nach seiner Berufung in das [[Dom]]kapitel ([[1894]]) wurde er Domkustos ([[1908]]), Domscholastikus ([[1911]]) und mit [[1. März]] [[1921]] infulierter Domdechant. Ab [[1903]] war er zudem päpstlicher Hausprälat. [[1923]] feierte er sein diamantenes Priester-Jubiläum. |
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| | + | ==Politisches Wirken== |
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| | + | Winkler vertrat ab [[1878]] die Stadtgemeinde [[Radstadt]] im [[Salzburger Landtag]], dem er über 40 Jahre angehörte. [[1882]] folgte seine Berufung in den Landesausschuss ([[Landesregierung]]). Von [[1897]] bis [[1902]] und in einer weiteren Funktionsperiode von [[1909]] bis [[1919]] bekleidete er das Amt des [[Landeshauptmann]]s von Salzburg. In den Jahren dazwischen fungierte er als Landeshauptmann-Stellvertreter unter [[Albert Schumacher]]. |
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| | + | Während seiner Amtszeit richtete er sein Hauptaugenmerk auf die Ordnung der Landesfinanzen und den Ausbau der Fürsorgeeinrichtungen. Besonders bemüht zeigte er sich um den Ausbau der [[Landeskrankenhaus|Landesheilanstalt]] und der [[Taubstummenanstalt]] sowie um die Gründung der [[Lungenheilanstalt Grafenhof]] in [[St. Veit im Pongau]], zu deren Errichtung ([[1912]]/[[1913|13]]) er auch als Vorsitzender des „Volksvereins zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kronlande Salzburg“ wesentlich beitrug. |
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| | + | Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Monarchie half er die Not der Bevölkerung zu mildern und hinterließ bei seinen Zeitgenossen einen bleibenden Eindruck als er [[1918]] im Alter von 80 Jahren die Ordnung im „Revolutionslandtag“ wieder herstellte. Seine sachliche Art brachte ihm die Anerkennung weiter Teile der Bevölkerung und auch seiner politischen Gegner. |
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| | + | Nach seinem Tod wurde er in der Domherrengruft am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt. |
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| | + | ==Ehrungen== |
| | + | [[1886]] wurde Winkler zum Ehrenbürger von [[Radstadt]] ernannt. Am [[2. Juni]] [[1917]] verlieh ihm auch die [[Stadt Salzburg]] anlässlich der Vollendung seines 80. Lebensjahres und seines 40jährigen Jubiläums als Landtagabgeordneter „i''n dankbarer Anerkennung seiner langjährigen und hervorragenden Verdienste um das Kronland, insbesondere aber um die Landeshauptstadt''“ die [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürgerschaft]]. |
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| | + | [[1918]] wurde eine, von [[Hubert Spannring]] gefertigte, Marmorbüste in Grafenhof enthüllt. [[1935]] wurde die [[Prälat-Winkler-Straße]] in [[Salzburg]]-[[Aigen]] nach ihm benannt. |
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| | + | ==Siehe auch== |
| | + | * [[Landeshauptmann|Salzburger Landeshauptleute]] |
| | + | * [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]] |
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| | + | ==Quellen== |
| | + | * Friederike Zaisberger, Reinhard R. Heinisch: ''Leben über den Tod hinaus... Prominente im Salzburger Kommunalfriedhof.'' Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. 23. Ergänzungsband. Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2006 |
| | + | * Ludwig Netsch: ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847''. Magistrat Salzburg. Dokumentation über das Geschehen in der Stadt. Salzburg 1980 |
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| | [[Kategorie:Landeshauptmann|Winkler, Alois]] | | [[Kategorie:Landeshauptmann|Winkler, Alois]] |
| | + | [[Kategorie:Landtagsabgeordneter|Winkler, Alois]] |
| | + | [[Kategorie:Geschichte (Person)|Winkler, Alois]] |
| | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)|Winkler, Alois]] |