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| | [[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies [[Ignaz Rojacher]] und bot seine Dienste an. Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes in den Hohen Tauern, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge sich auf den Höhenzügen bei [[Kolm-Saigurn]], am Ende des [[Raurisertal]]es befanden. Also direkt am Fuß des ''Hohen Sonnblicks''. | | [[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies [[Ignaz Rojacher]] und bot seine Dienste an. Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes in den Hohen Tauern, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge sich auf den Höhenzügen bei [[Kolm-Saigurn]], am Ende des [[Raurisertal]]es befanden. Also direkt am Fuß des ''Hohen Sonnblicks''. |
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| − | Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er plante und verwirklichte viele seiner Projekte mit Unterstützung seines Förderers und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]]. Rojacher besuchte die Weltausstellung in Paris, Frankreich und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von [[Kolm-Saigurn]] sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den Ostalpen. | + | Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er plante und verwirklichte viele seiner Projekte mit Unterstützung seines Förderers und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]]. Rojacher besuchte die Weltausstellung in Paris, Frankreich und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den Ostalpen. |
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| | Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojacher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten. ''Kolm-Naz'', wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als ''Truchenläufer'' im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. | | Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojacher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten. ''Kolm-Naz'', wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als ''Truchenläufer'' im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. |
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| | + | Bei der zwölften Generalversammlung des Deutschen und [[Oesterreichischer Alpenverein|Oesterreichischen Alpenvereins]] in Villach am [[16. August]] [[1885]] bewilligte der Vorstand zur Errichtung einer meteorologischen Station auf dem Hohen Sonnblick aus dem Vereinsvermögen einen Betrag von 1.200 [[Gulden|fl]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oav&datum=1885&size=47&page=443 Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins Jahrgang 1885]</ref>. |
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| | Seit dem [[2. September]] [[1886]] war das Observatorium nur an drei Tagen im November 1918, als die Monarchie endete, nicht besetzt<ref>{{Quelle SN|12. September 2011}}</ref>. | | Seit dem [[2. September]] [[1886]] war das Observatorium nur an drei Tagen im November 1918, als die Monarchie endete, nicht besetzt<ref>{{Quelle SN|12. September 2011}}</ref>. |