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Die Kirche St. Laurentius in Mauthausen befindet sich in der Gemeinde [[Piding]] im [[Rupertiwinkel]] in [[Bayern]]. Sie steht am Rand einer Geländeterrasse, die ein nacheiszeitliches Hochufer des Flusses [[Saalach]] bildete. Von der Südseite der Kirche bietet sich ein malerischer Blick auf den [[Untersberg]] und das [[Lattengebirge]].
==Äußeres==
Die Kirche wurde im romanischen Stil um [[1200]] vermutlich auf dem Platz eines Vorgängerbaus errichtet. An den Außenmauern aus Kalksteinquadern sind an der Süd- und Ostseite noch die originalen [[romanisch]]en Fensteröffnungen zu erkennen, die später zugemauert wurden. Der obere verputzte Bereich der Fassade wurde bei der Errichtung des Gewölbes um [[1500]] aufgemauert. Das steile Holzschindeldach der Kirche trägt einen hölzernen Dachreiter.
==Inneres==
An Stelle einer flachen Holzdecke wurde um 1500 ein Gewölbe eingezogen. Die [[gotisch]]en Gewölberippen sind im Chorraum noch erhalten. Im Langhaus wurden sie in der Zeit des [[Barock]] abgeschlagen und im [[19. Jahrhundert]] in Malerei nachgeahmt. An den Wänden und am Gewölbe wurden [[1951]] bedeutende [[spätgotisch]]e Fresken entdeckt und freigelegt: Die Malereien im Chorraum entstanden um [[1420]] und zeigen unter anderem auf der linken Seite Jesus Christus als Schmerzensmann, eine Schutzmantelmadonna und den hl. [[Rupert]] (ehemaliger Bistums- und Landespatron). Hinter dem Hochaltar ist eine Anbetung der Heiligen Drei Könige zu sehen. Im Gewölbe des Chorraums ist Christus als Weltenrichter dargestellt, umgeben von den Symbolen für die [[vier Evangelisten]] Markus, Lukas, Matthäus und Johannes. Auf den Schlusssteinen sind Wappen angebracht. Unter anderem findet sich das Wappen des Klosters [[Höglwörth]] mit den gekreuzten Schlüsseln (das Kloster war für die Seelsorge zuständig). An der Nordwand des Langhauses befinden sich beinahe lebensgroß dargestellt die 14 Nothelfer, welche um 1500 entstanden sind. Der unbekannte Maler hat hier den hl. Cyriakus weggelassen, dafür aber die Gruppe um die [[Heiligen Nikolaus]] und Leonhard erweitert.
==Ausstattung==
Der Hochaltar im Stil des [[Rokoko]] stammt aus der Mitte des [[18. Jahrhundert]]s. Er zeigt in der Mitte die Figur des Kirchenpatrons [[Laurentius von Rom]] aus dem [[16. Jahrhundert]]. Seitlich stehen links der hl. Sebastian und rechts der hl. Florian. Im Auszug ist die Steinigung des hl. Stephanus dargestellt. Die beiden Seitenaltäre sind einfache Arbeiten, die Architektur und Plastik in Malerei nachahmen. Am linken Altar ist Maria, am rechten Jesus am Kreuz zu sehen. An der Westseite befindet sich über dem Eingang eine hölzerne Empore, die mit [[1661]] datiert ist. Die Kirche wurde [[1986]] renoviert und ist tagsüber für Besucher geöffnet.

Das Kirchlein ist umgeben von einem kleinen Friedhof auf dem vorwiegend Heimatvertriebene (vor allem aus dem Durchgangslager Piding) bestattet sind. Ein Denkmal erinnert an Gefallene und Vermisste.
==Bildergalerie==
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==Quelle==
* Brugger/Dopsch/Wild (Hg.): Höglwörth. Das Augustiner-Chorherrenstift mit den Pfarreien Anger und Piding, Salzburg 2008
* [[Andreas Hirsch]], Artikelgestaltung

[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Rupertiwinkel]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie: Geschichte]]