| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| | [[File:Saalfelden Becken.jpg|thumb|{{PAGENAME}}]] | | [[File:Saalfelden Becken.jpg|thumb|{{PAGENAME}}]] |
| − | Das '''Saalfeldener Becken''' ist eine Landschaft im Norden des [[Pinzgau]]s um die Stadt [[Saalfelden]]. | + | Das '''Saalfeldener Becken''' ist eine Landschaft im Norden des [[Pinzgau]]s um die Stadt [[Saalfelden am Steinernen Meer]]. |
| | | | |
| | ==Lage und Beschreibung== | | ==Lage und Beschreibung== |
| Zeile 13: |
Zeile 13: |
| | Im Becken werden Getreide und Hafer (für die [[Pinzgauer Pferde]]zucht). Daneben existiert auch Viehzucht. | | Im Becken werden Getreide und Hafer (für die [[Pinzgauer Pferde]]zucht). Daneben existiert auch Viehzucht. |
| | | | |
| − | Hauptort ist [[Saalfelden]]. | + | Hauptort ist Saalfelden am Steinernen Meer. |
| | | | |
| | ==Verkehrslage== | | ==Verkehrslage== |
| − | =====prähistorisch und historisch=====
| + | ===prähistorisch und historisch=== |
| | | | |
| − | Von größter Bedeutung für die Entwicklung des Saalfeldener Becken war und ist die verkehrsfreundliche Lage. In Richtung Süden wird das Becken durch die Zeller Furche mit dem Oberlauf der [[Salzach]] verbunden. Das Längstal der Salzach bringt den Anschluss an eine Reihe wichtiger Passübergänge in den [[Hohe Tauern]]. Die aus Richtung Westen in das Saalfeldener Becken einmündende Saalach verlässt die Talweitung Richtung Norden über das „[[Hohlwegen]]“ genannte Trogtal, das tief eingeschnitten, die Nördlichen Kalkalpen durchbricht und so eine hindernisfreie Verbindung in den [[Loferer Talkessel]] und daran anschließend in das [[Reichenhaller Becken]] ermöglicht. Im Westen ist das Saalfeldener Becken über das Tal der [[Leoganger Ache]] und den [[Hochfilzener Sattel]] mit dem Bergbaugebiet in [[Kitzbühel]] verbunden. Richtung Osten ermöglicht das Tal der Urslau eine Verbindung in die einstigen Bergbaugebiete des [[Pongau]], die in [[Mühlbach]] und im Raum [[Bischofshofen]] befindlich waren. | + | Von größter Bedeutung für die Entwicklung des Saalfeldener Becken war und ist die verkehrsfreundliche Lage. In Richtung Süden wird das Becken durch die Zeller Furche mit dem Oberlauf der [[Salzach]] verbunden. Das Längstal der Salzach bringt den Anschluss an eine Reihe wichtiger Passübergänge in den [[Hohe Tauern]]. Die aus Richtung Westen in das Saalfeldener Becken einmündende Saalach verlässt die Talweitung Richtung Norden über das „[[Hohlwegen]]“ genannte Trogtal, das tief eingeschnitten, die Nördlichen Kalkalpen durchbricht und so eine hindernisfreie Verbindung in den [[Loferer Talkessel]] und daran anschließend in das [[Reichenhaller Becken]] ermöglicht. Im Westen ist das Saalfeldener Becken über das Tal der [[Leoganger Ache]] und den [[Hochfilzener Sattel]] mit dem Bergbaugebiet in Kitzbühel verbunden. Richtung Osten ermöglicht das Tal der Urslau eine Verbindung in die einstigen Bergbaugebiete des [[Pongau]], die in [[Mühlbach]] und im Raum [[Bischofshofen]] befindlich waren. |
| | | | |
| − | =====Gegenwart=====
| + | ===Gegenwart=== |
| | Von [[Zell am See]] über Maishofen und Saalfelden über den Grießenpass nach [[Nordtirol]] führt die [[Westbahn]] (früher hier [[Giselabahn]] genannt). Die [[Pinzgauer Straße]], B 311, führt von Norden nach Süden durch das Becken. Über den Griesenpass einerseits, den [[Dientner Sattel]] andererseits besteht auch eine West-Ost-Verbindung. | | Von [[Zell am See]] über Maishofen und Saalfelden über den Grießenpass nach [[Nordtirol]] führt die [[Westbahn]] (früher hier [[Giselabahn]] genannt). Die [[Pinzgauer Straße]], B 311, führt von Norden nach Süden durch das Becken. Über den Griesenpass einerseits, den [[Dientner Sattel]] andererseits besteht auch eine West-Ost-Verbindung. |
| | | | |
| Zeile 26: |
Zeile 26: |
| | Schon nacheiszeitliche Jäger, die in kleinen Gruppen die eisfreien und wildreichen inneralpinen Gebiete durchstreiften, hinterließen Spuren um das heutige Saalfelden, wie die Funde am [[Oberrainknogel]] in [[Unken]] belegen. Ab der Bronzezeit war das Saalfeldener Becken vermutlich durchgehend besiedelt, was durch Siedlungsorte, Bestattungsplätze, Brandopferplätze, Hort- und Moorfunde für die Bronzezeit belegt ist. Auch im [[Kühloch]] fand man Hinweise auf eine bronzezeitliche Nutzung der Höhle. Die Funde am [[Biberg]] belegen die Wichtigkeit des Saalfeldener Beckens als Siedlungsort in einer verkehrsgünstigen Lage auch nach der Bronzezeit. | | Schon nacheiszeitliche Jäger, die in kleinen Gruppen die eisfreien und wildreichen inneralpinen Gebiete durchstreiften, hinterließen Spuren um das heutige Saalfelden, wie die Funde am [[Oberrainknogel]] in [[Unken]] belegen. Ab der Bronzezeit war das Saalfeldener Becken vermutlich durchgehend besiedelt, was durch Siedlungsorte, Bestattungsplätze, Brandopferplätze, Hort- und Moorfunde für die Bronzezeit belegt ist. Auch im [[Kühloch]] fand man Hinweise auf eine bronzezeitliche Nutzung der Höhle. Die Funde am [[Biberg]] belegen die Wichtigkeit des Saalfeldener Beckens als Siedlungsort in einer verkehrsgünstigen Lage auch nach der Bronzezeit. |
| | | | |
| − | Im Saalfeldener Becken befindet sich heute mit der Stadt Saalfelden der einwohnerstärkste Ort im Bezirk Zell am See. | + | Im Saalfeldener Becken befindet sich heute mit der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer der einwohnerstärkste Ort im [[Pinzgau|Bezirk Zell am See]]. |
| | | | |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |