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Bilddatei Bayrischer Salzachkreis
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==Der „Teufel“ Napoleon==
 
==Der „Teufel“ Napoleon==
 
Der Legende nach war Pöschl durch das Geschehen, das er als himmelschreiendes Unrecht empfand, seelisch zutiefst erschüttert. Sein ganzes Wesen veränderte sich. Er prangerte von nun an in seinen Predigten Napoleon, den Verursacher dieser grausamen und in seinen Augen unrechten Hinrichtung an. Diese und auch die Millionen von Toten auf den Schlachtfeldern ließen ihn Napoleon als Teufel sehen und er forderte die Gläubigen zur Buße auf. Als er selbst in den Religionsstunden den Kindern mittels Teufelsgeschichten den rechten Weg weisen wollte, erfolgten Anzeigen gegen ihn, obwohl er allgemein in Braunau sehr beliebt war.  
 
Der Legende nach war Pöschl durch das Geschehen, das er als himmelschreiendes Unrecht empfand, seelisch zutiefst erschüttert. Sein ganzes Wesen veränderte sich. Er prangerte von nun an in seinen Predigten Napoleon, den Verursacher dieser grausamen und in seinen Augen unrechten Hinrichtung an. Diese und auch die Millionen von Toten auf den Schlachtfeldern ließen ihn Napoleon als Teufel sehen und er forderte die Gläubigen zur Buße auf. Als er selbst in den Religionsstunden den Kindern mittels Teufelsgeschichten den rechten Weg weisen wollte, erfolgten Anzeigen gegen ihn, obwohl er allgemein in Braunau sehr beliebt war.  
 
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[[Datei:Salzachkreis, Landkarte.jpg|thumb|Der bayrische Salzachkreis]]
 
==Pöschl wird strafversetzt==
 
==Pöschl wird strafversetzt==
 
Da Pöschl trotz Interventionen von seiten der Obrigkeit nicht von seinem umstrittenen Tun abließ, wurde er vom [[Bischöfliches Ordinariat|Bischöflichen Ordinariat]] in Salzburg nach Ampflwang am Hausruck im Dekanat und Landgericht Vöcklabruck versetzt, das damals zum Bayrischen [[Salzachkreis]] zählte und am [[31. Oktober]] [[1812]] von einem Rechtspraktikanten dorthin expediert. Das Landgericht Vöcklabruck wurde angewiesen, ihn streng im Auge zu behalten. In Ampflwang, damals ein kleines Dorf mit einer Kirche und wenigen Holzhäusern, erwarb er sich als engagierter Seelsorger rasch hohes Ansehen. Auch seine Predigten gegen den „Teufel“ Napoleon beeindruckten die damals von den Kriegswirren schwer belasteten Gläubigen.
 
Da Pöschl trotz Interventionen von seiten der Obrigkeit nicht von seinem umstrittenen Tun abließ, wurde er vom [[Bischöfliches Ordinariat|Bischöflichen Ordinariat]] in Salzburg nach Ampflwang am Hausruck im Dekanat und Landgericht Vöcklabruck versetzt, das damals zum Bayrischen [[Salzachkreis]] zählte und am [[31. Oktober]] [[1812]] von einem Rechtspraktikanten dorthin expediert. Das Landgericht Vöcklabruck wurde angewiesen, ihn streng im Auge zu behalten. In Ampflwang, damals ein kleines Dorf mit einer Kirche und wenigen Holzhäusern, erwarb er sich als engagierter Seelsorger rasch hohes Ansehen. Auch seine Predigten gegen den „Teufel“ Napoleon beeindruckten die damals von den Kriegswirren schwer belasteten Gläubigen.
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