| | Wie bereits erwähnt, standen die Herren von Hagenau im [[13. Jahrhundert]] noch auf der gleichen Stufe mit den Reichsministerialen und gingen im [[14. Jahrhundert]] in der Ministerialität unter. Die Hagenauer siegelten nun in Urkunden als Stifter oder Zeugen, in denen sie als Verwalter im Range eines Burggrafen, als Ritter, Nobile, Edle oder Herren genannt wurden. In einer Klosterneuburger Urkunde vom [[23. April]] [[1314]] verkaufte Chunrat Hagenauer (Hagnower) zwei Lehen zu Albrechtsdorf an das Stift. [[1322]] verkauften wieder jener ''"Chunrat der Hagenauer von Rezzing, Margret seine Hausfrau u. Chunrat deren Sohn an Offen von Ozberch u. dessen Hausfrau Getraud ihr rechtes Eigen, 9 Schilling Pfg. Gült auf den Hof datz dem Dürrenhag"'' (Archiv Starhemberg), welches bei dem Burg Hagenau in Außerkasten lag. Dessen Bruder Seifridus de Hagenau, der sich bereits Hagenauer nannte, wurde 27. Abt des Stiftes Melk: ''"Aus einer angesehenen, im V.O.W.W. (Viertel Ober-Wienerwald) begüterten, uralt adeligen Familie, ward Seifried im Jahre [[1378]] einhellig zum Abte gewählt, stand aber in dieser Würde nur durch drei Jahre, denn er starb schon im Jahre [[1382]]"'' (Freiherr v. Schweickhardt). In einer St. Pöltner Urkunde von [[1374]] verkaufte "Friedrich der Hagenauer" dem Stifte seinen Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen und noch andere Güter und Gülten. In einer anderen St. Pöltner Urkunde aus dem Jahr 1374 werden die drei "Brüder Hanns, Jacob und Stephan die Hagenauer" als Zeugen genannt. "Stefan der Hagenauer" (ein weiterer Bruder des Abtes von Melk) war [[1394]] Burggraf zu Perchtoldsdorf. Der "ehrbare Ritter Hans Hagenauer" siegelte und bezeugte [[1428]] einen Vermächtnisbrief des Herbot von Auersperg (dieser Name sollte im [[18. Jahrhundert|18. Jh.]] bei der Familie wieder eine Rolle spielen). Der "Edle Georg Hagenauer" ([[1439]] melkerische Urkunde) und jener Ritter Hans Hagenauer waren (laut F. Wissgrill) die Letzten der niederösterreichischen Linie, die in Urkunden genannt wurden. Jedoch scheint noch [[1446]] Albrecht der Hagenauer (Albrechten der Hagnauer) in einer Urkunde bezüglich seines Bleibe-Rechts im Burgfried in Wien auf. In diesem an den Bürgermeister, Richter und Rath zu Wien gerichteten Brief (Wiener-Neustädter Urkunde), von König Friedrich IV. (dem späteren Kaiser Friedrich III.) unterzeichnet, werden auch Albrechts Frau und Kinder erwähnt. Da seine Kinder in keinen späteren Urkunden mehr auftauchen, scheint mit den Kindern von Albrecht dem Hagenauer auch die Böheimkirchner Linie ausgestorben zu sein. | | Wie bereits erwähnt, standen die Herren von Hagenau im [[13. Jahrhundert]] noch auf der gleichen Stufe mit den Reichsministerialen und gingen im [[14. Jahrhundert]] in der Ministerialität unter. Die Hagenauer siegelten nun in Urkunden als Stifter oder Zeugen, in denen sie als Verwalter im Range eines Burggrafen, als Ritter, Nobile, Edle oder Herren genannt wurden. In einer Klosterneuburger Urkunde vom [[23. April]] [[1314]] verkaufte Chunrat Hagenauer (Hagnower) zwei Lehen zu Albrechtsdorf an das Stift. [[1322]] verkauften wieder jener ''"Chunrat der Hagenauer von Rezzing, Margret seine Hausfrau u. Chunrat deren Sohn an Offen von Ozberch u. dessen Hausfrau Getraud ihr rechtes Eigen, 9 Schilling Pfg. Gült auf den Hof datz dem Dürrenhag"'' (Archiv Starhemberg), welches bei dem Burg Hagenau in Außerkasten lag. Dessen Bruder Seifridus de Hagenau, der sich bereits Hagenauer nannte, wurde 27. Abt des Stiftes Melk: ''"Aus einer angesehenen, im V.O.W.W. (Viertel Ober-Wienerwald) begüterten, uralt adeligen Familie, ward Seifried im Jahre [[1378]] einhellig zum Abte gewählt, stand aber in dieser Würde nur durch drei Jahre, denn er starb schon im Jahre [[1382]]"'' (Freiherr v. Schweickhardt). In einer St. Pöltner Urkunde von [[1374]] verkaufte "Friedrich der Hagenauer" dem Stifte seinen Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen und noch andere Güter und Gülten. In einer anderen St. Pöltner Urkunde aus dem Jahr 1374 werden die drei "Brüder Hanns, Jacob und Stephan die Hagenauer" als Zeugen genannt. "Stefan der Hagenauer" (ein weiterer Bruder des Abtes von Melk) war [[1394]] Burggraf zu Perchtoldsdorf. Der "ehrbare Ritter Hans Hagenauer" siegelte und bezeugte [[1428]] einen Vermächtnisbrief des Herbot von Auersperg (dieser Name sollte im [[18. Jahrhundert|18. Jh.]] bei der Familie wieder eine Rolle spielen). Der "Edle Georg Hagenauer" ([[1439]] melkerische Urkunde) und jener Ritter Hans Hagenauer waren (laut F. Wissgrill) die Letzten der niederösterreichischen Linie, die in Urkunden genannt wurden. Jedoch scheint noch [[1446]] Albrecht der Hagenauer (Albrechten der Hagnauer) in einer Urkunde bezüglich seines Bleibe-Rechts im Burgfried in Wien auf. In diesem an den Bürgermeister, Richter und Rath zu Wien gerichteten Brief (Wiener-Neustädter Urkunde), von König Friedrich IV. (dem späteren Kaiser Friedrich III.) unterzeichnet, werden auch Albrechts Frau und Kinder erwähnt. Da seine Kinder in keinen späteren Urkunden mehr auftauchen, scheint mit den Kindern von Albrecht dem Hagenauer auch die Böheimkirchner Linie ausgestorben zu sein. |
| | Nachdem die Freisinger Hagenauer ihren bayrischen Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen aufgegeben hatten, finden wir ein solchen in Allershausen, der bereits in früheren Urkunden als Besitz der Herren von Hagenau erwähnt worden war. Der letzte Besitzer dieses Allershausener Stammsitzes war Stephan Hagenauer zu Allershausen, der zuletzt im Jahr [[1487]] in einer Urkunde genannt wurde und diesen verkaufte (Oberbayrisches Archiv). Im [[15. Jahrhundert]] tauchten viele Hagenauer der Bayrischen Linie in Freisinger Urkunden und in Urkunden des Stiftes Indersdorf auf. Im Jahr [[1420]] bestätigte Georg Hagenauer die Übergabe einiger seiner Güter und im Jahr [[1431]] verkaufte Arnold Hagenauer 2 Huben an den Herzog Wilhelm III. von Bayern. In einem Protokoll von [[1432]] finden wir den in Moosburg (nordöstlich von Freising) geborenen ''"Herren Peter Hagenauer"'' (Canonicus) als Zeugen. Im Jahr [[1435]] bezeugte Conrad Hagenauer die Stiftung einer Wochenmesse an den Dom von Freising und [[1464]] tauchte der bereits oben erwähnte ''"Stephan Hagenauer der Erbar"'' bei Freising erneut in einer Urkunde auf. Im Jahr [[1487]] finden wir noch einmal ''"Stephan Hagenauer zu Allershausen"'' bei Freising, der aber bereits [[1484]] sein dortiges Gut mit dem letzten bayerischen Stammsitz der Hagenauer verkauft hatte. | | Nachdem die Freisinger Hagenauer ihren bayrischen Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen aufgegeben hatten, finden wir ein solchen in Allershausen, der bereits in früheren Urkunden als Besitz der Herren von Hagenau erwähnt worden war. Der letzte Besitzer dieses Allershausener Stammsitzes war Stephan Hagenauer zu Allershausen, der zuletzt im Jahr [[1487]] in einer Urkunde genannt wurde und diesen verkaufte (Oberbayrisches Archiv). Im [[15. Jahrhundert]] tauchten viele Hagenauer der Bayrischen Linie in Freisinger Urkunden und in Urkunden des Stiftes Indersdorf auf. Im Jahr [[1420]] bestätigte Georg Hagenauer die Übergabe einiger seiner Güter und im Jahr [[1431]] verkaufte Arnold Hagenauer 2 Huben an den Herzog Wilhelm III. von Bayern. In einem Protokoll von [[1432]] finden wir den in Moosburg (nordöstlich von Freising) geborenen ''"Herren Peter Hagenauer"'' (Canonicus) als Zeugen. Im Jahr [[1435]] bezeugte Conrad Hagenauer die Stiftung einer Wochenmesse an den Dom von Freising und [[1464]] tauchte der bereits oben erwähnte ''"Stephan Hagenauer der Erbar"'' bei Freising erneut in einer Urkunde auf. Im Jahr [[1487]] finden wir noch einmal ''"Stephan Hagenauer zu Allershausen"'' bei Freising, der aber bereits [[1484]] sein dortiges Gut mit dem letzten bayerischen Stammsitz der Hagenauer verkauft hatte. |