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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Bis [[1935]] gehörte es zur Gemeinde [[Gnigl-Itzling]]. | + | Bis [[1935]] gehörte Guggenthal zur Gemeinde [[Gnigl-Itzling]]. |
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| | Das ''Gut Guggenthal'' wurde erstmals [[1272]] urkundlich als ein "Gut unterm [[Nockstein]] bei Gukkental" erwähnt. Der Name ''Gugg'' kommt von der Bedeutung ''schau ins Tal'', weil Guggenthal durch seine Lage auf einer Anhöhe einen ausgezeichneten Blick über das [[Salzachtal]] und das [[Salzburger Becken]] frei gibt. | | Das ''Gut Guggenthal'' wurde erstmals [[1272]] urkundlich als ein "Gut unterm [[Nockstein]] bei Gukkental" erwähnt. Der Name ''Gugg'' kommt von der Bedeutung ''schau ins Tal'', weil Guggenthal durch seine Lage auf einer Anhöhe einen ausgezeichneten Blick über das [[Salzachtal]] und das [[Salzburger Becken]] frei gibt. |
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| | ==Die Gegenwart== | | ==Die Gegenwart== |
| − | [[2002]] kaufte die österreichische ''Verkehrsbüro Group''<ref>[http://unternehmen.monster.at/jp21175at/ kurze Unternehmensbeschreibung]</ref> die schon bereits stark sanierungsbedürftigen Gebäude und wollte ein 5-Sterne-Hotel mit 186 Zimmer um kolportierte 40 Mio Euro errichten. Jedoch scheiterten alle Verhandlungen mit Finanziers und Hotelbetreiberfirmen. Im Oktober [[2008]] verkaufte die ''Verkehrsbüro Group'' nun das Areal wieder an eine Investorengruppe. Im September 2010 teilte der Eigentümervertreter [[Hubert Czernin]] von Czernin & Partner mit, dass bereits im Oktober mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden sollte. Zunächst soll das ''Schmiedhäusl'', das zwischen der Brauerei und der Villa steht, saniert werden. In Folge soll der Braugasthof auf 280 Sitzplätze und mit einem Gastgarten mit über 400 Plätzen erweitert werden. Westlich des Braugasthofes soll ein Parkplatz mit 330 Parkplätzen errichtet werden, damit der historische Kern des Ensembles verkehrsfrei bleibt. Im Eiskeller der Ceconi-Villa sollen Themen rund um den Wein präsentiert werden. Für die Brauerei ist man mit zwei Salzburger Brauereien in Verhandlung, diese in eine Schaubrauerei umzubauen. Auch an die Einrichtung eines Automobilmuseums ist gedacht. | + | [[2002]] kaufte die österreichische ''Verkehrsbüro Group''<ref>[http://unternehmen.monster.at/jp21175at/ kurze Unternehmensbeschreibung]</ref> die schon bereits stark sanierungsbedürftigen Gebäude und wollte ein 5-Sterne-Hotel mit 186 Zimmer um kolportierte 40 Mio Euro errichten. Jedoch scheiterten alle Verhandlungen mit Finanziers und Hotelbetreiberfirmen. |
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| − | Vom gesamten Areal, das insgesamt 90 Hektar groß ist, sind 20 Hektar Bauland. So soll auch noch ein Hotel in Form eines Chalet-Dorfs mit 100 Wohneinheiten errichtet werden. Für die Verkehrsaufschließung haben die neuen Eigentümer bereits drei Millionen Euro aufgewendet. 2010 stellten die Betreiber ein [[Projekt Seilbahn auf den Gaisberg]] vor, das nicht unbedingt bei allen auf Gegenliebe stieß. | + | Im Oktober [[2008]] verkaufte die ''Verkehrsbüro Group'' nun das Areal wieder an eine Investorengruppe. Im September 2010 teilte der Eigentümervertreter [[Hubert Czernin]] von Czernin & Partner mit, dass bereits im Oktober mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden sollte. Zunächst sollte das ''Schmiedhäusl'', das zwischen der Brauerei und der Villa steht, saniert werden. In Folge sollte der Braugasthof auf 280 Sitzplätze und mit einem Gastgarten mit über 400 Plätzen erweitert werden. Westlich des Braugasthofes sollte ein Parkplatz mit 330 Parkplätzen errichtet werden, damit der historische Kern des Ensembles verkehrsfrei bleibt. Im Eiskeller der Ceconi-Villa sollten Themen rund um den Wein präsentiert werden. Für die Brauerei war man mit zwei Salzburger Brauereien in Verhandlung, diese in eine Schaubrauerei umzubauen. Auch an die Einrichtung eines Automobilmuseums war gedacht. Vom gesamten Areal, das insgesamt 90 Hektar groß ist, sind 20 Hektar Bauland. So war auch noch geplant ein Hotel in Form eines Chalet-Dorfs mit 100 Wohneinheiten zu errichten. Für die Verkehrsaufschließung hatten die neuen Eigentümer bereits drei Millionen Euro aufgewendet. 2010 stellten die Betreiber ein [[Projekt Seilbahn auf den Gaisberg]] vor, das nicht unbedingt bei allen auf Gegenliebe stieß. |
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| | + | Anfang 2013 wurde bekannt, dass das Salzburger Trio Michael Mayer, Erich Walketseder und Karl Weichselbaumer das denkmalgeschützte Ensemble am Fuß von Nockstein und Gaisberg erworben hat. Mayer und Walketseder haben gemeinsam mit Marco Sillaber das [[Gusswerk]] im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Kasern]] aufgebaut. In ihrem Eigentum sind nun auch die Wiesen unterhalb des gründerzeitlichen Baujuwels sowie das "Schlössl" und Betriebsgebiet an der Wolfgangsee-Straße, in Summe rund 20 Hektar. Von der Stoßrichtung her geht das Konzept der Salzburger in eine ganz andere Richtung. Neben Lofts für Wohnen und Arbeiten haben sie auch innovative Firmen im Visier, aus den Bereichen Design, Marketing, Mode, Kunst und der kreativen Gastronomie. Auch an eine Kleinbrauerei denken sie, um an die Tradition des "Guggenthaler Biers" anzuknüpfen. Die [[Radstadt|Radstädter]] Baufirma [[Steiner & Wanner]] und Ex-Alpine-Chef Dietmar Aluta-Oltyan planen zudem am als Zweitwohngebiet gewidmeten "Professorfeld" 30 bis 50 Wohnungen im gehobenen Segment. Der Rest des 90 Hektar großen Areals steht noch zum Verkauf.<ref>Salzburger Nachrichten, 24. Jänner 2013</ref> |
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| | ==Fußnote== | | ==Fußnote== |