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| − | '''Dr. Dipl. Ing. Robert Schwarzenbacher''' (* [[25. Jänner]] [[1973]] in [[Mittersill]], [[Pinzgau]]) ist Strukturbiologe an der [[Universität Salzburg]].
| + | Dr. Dipl.-Ing. '''Robert Schwarzenbacher''' (* [[25. Jänner]] [[1973]] in [[Mittersill]], [[Pinzgau]]) ist ehemaliger Professor (Strukturbiologie) der [[Universität Salzburg]]. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Aufgewachsen im [[Oberpinzgau]] ging Schwarzenbacher [[1991]] zum Studium an die Technische Universität Graz. [[1999]] schloss er sein Doktoratsstudium ab. Von [[2000]] bis [[2005]] hielt er sich zur Weiterbildung in den USA auf. Im Herbst 2005 wurde er Professor im [[Fachbereich Molekulare Biologie]] der Universität Salzburg. Dieses Dienstverhältnis wurde wegen Unstimmigkeiten - Schwarzenbacher wird laut ORF-Meldung die Fälschung von Forschungsergebnissen unterstellt - im April 2012 gekündigt. Der Ausgangspunkt für die Auflösung des Dienstverhältnisses, die von Schwarzenbacher mit rechtlicher Unterstützung der [[Gewerkschaft]] in einem laufenden Verfahren bekämpft wird, soll eine Selbstanzeige Schwarzenbachers sein. | + | Aufgewachsen im [[Oberpinzgau]] ging Schwarzenbacher [[1991]] zum Studium an die Technische Universität Graz. [[1999]] schloss er sein Doktoratsstudium ab. Von [[2000]] bis [[2005]] hielt er sich zur Weiterbildung in den USA auf. Im Herbst 2005 wurde er Professor im [[Fachbereich Molekulare Biologie]] der Universität Salzburg. Dieses Dienstverhältnis wurde wegen Unstimmigkeiten - Schwarzenbacher wurde die Fälschung von Forschungsergebnissen vorgeworfen - im April 2012 gekündigt. Der Ausgangspunkt für die Auflösung des Dienstverhältnisses, die von Schwarzenbacher mit rechtlicher Unterstützung der [[Gewerkschaft]] in einem laufenden Verfahren bekämpft wird, soll eine Selbstanzeige Schwarzenbachers gewesen sein. Der Prozess endete mit einem Vergleich, über dessen Inhalt Stillschweigen vereinbart wurde. Schwarzenbacher war nach der Kündigung Lehrer an der [[HTL Salzburg]]. |
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| | Schwarzenbacher publizierte gemeinsam mit seinem Kollegen [[Stefan Riedl]] [[2009]] eine bahnbrechende Studie, in der sie den Schlüsselmechanismus des programmierten Zelltodes im Körper des Menschen aufklärten. Das Fachmagazin "Nature" veröffentlichte diese Studie in ihrer Ausgabe vom [[19. Februar]] [[2009]]. | | Schwarzenbacher publizierte gemeinsam mit seinem Kollegen [[Stefan Riedl]] [[2009]] eine bahnbrechende Studie, in der sie den Schlüsselmechanismus des programmierten Zelltodes im Körper des Menschen aufklärten. Das Fachmagazin "Nature" veröffentlichte diese Studie in ihrer Ausgabe vom [[19. Februar]] [[2009]]. |
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| | ==Vorgestellt== | | ==Vorgestellt== |
| − | Professor Dr. Robert Schwarzenbacher steht auf dem zartgrauen Türschild geschrieben. Das Klischee würde nun in dem Zimmer dahinter einen soignierten Herrn mittleren Alters erwarten lassen: mit Brille natürlich, vielleicht schon mit leicht rückgängigem Haaransatz, würdevoll im Umgang, gemessenen Schritts auf und ab gehend. Sich seiner Meriten bewusst. Eventuell im weißen Mantel, da er zwischen seinen Studien immer wieder in den Labors des Instituts für Molekularbiologie der Universität Salzburg zu tun hat. | + | "Professor Dr. Robert Schwarzenbacher" steht auf dem zartgrauen Türschild geschrieben. Das Klischee würde nun in dem Zimmer dahinter einen soignierten Herrn mittleren Alters erwarten lassen: mit Brille natürlich, vielleicht schon mit leicht rückgängigem Haaransatz, würdevoll im Umgang, gemessenen Schritts auf und ab gehend. Sich seiner Meriten bewusst. Eventuell im weißen Mantel, da er zwischen seinen Studien immer wieder in den Labors des Instituts für Molekularbiologie der Universität Salzburg zu tun hat. |
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| | Robert Schwarzenbacher sieht kurz hinunter auf seine Jeans, fährt sich mit den Händen in seine aufmüpfige Sturmfrisur und grinst breit: "Glatze und Brille? Das kommt noch. Das ist nur eine Frage des Alters." | | Robert Schwarzenbacher sieht kurz hinunter auf seine Jeans, fährt sich mit den Händen in seine aufmüpfige Sturmfrisur und grinst breit: "Glatze und Brille? Das kommt noch. Das ist nur eine Frage des Alters." |
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| | "Professor" werden, das wollte er schon als Bub. Auf dem Weg dorthin hat er immer mindestens zwei Stufen auf einmal genommen. "Wenn man weiß, was man will, ist man zielstrebiger unterwegs", sagt er. Das bedeutete: Studium der Chemie und Biochemie an der TU Graz, dann fünf Jahre Forschung in San Diego. "Den Aufenthalt in Kalifornien habe ich mir gut ausgesucht: Sonne, Sand und Meer", sagt er augenzwinkernd. "Echt cool" sei die dort herrschende Forschungskultur und der Kontakt zu vielen brillanten Leuten gewesen. | | "Professor" werden, das wollte er schon als Bub. Auf dem Weg dorthin hat er immer mindestens zwei Stufen auf einmal genommen. "Wenn man weiß, was man will, ist man zielstrebiger unterwegs", sagt er. Das bedeutete: Studium der Chemie und Biochemie an der TU Graz, dann fünf Jahre Forschung in San Diego. "Den Aufenthalt in Kalifornien habe ich mir gut ausgesucht: Sonne, Sand und Meer", sagt er augenzwinkernd. "Echt cool" sei die dort herrschende Forschungskultur und der Kontakt zu vielen brillanten Leuten gewesen. |
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| − | Ein bisschen mehr vom amerikanischen Leistungsprinzip sähe Robert Schwarzenbacher gern an österreichischen Universitäten. Die Professur in Salzburg nahm er nicht so sehr um der Karriere willen an: "Wir müssen so ehrlich sein und sagen, dass wir in der Forschung nicht vorn mitspielen. Nicht einmal im Mittelfeld. Aber ich dachte trotzdem, es ist eine Chance. In [[Salzburg]] kann ich vieles gestalten und vor allem jungen Talenten Rüstzeug für ihre Arbeit mitgeben. Sie werden ja unsere künftigen Probleme lösen müssen. Professoren sollen Geld herankarren und Arbeitsplätze in der Wissenschaft schaffen. Wenn wir in Österreich die medizinische Zukunft mitbestimmen wollen, müssen wir uns auskennen und jetzt mit dabei sein." | + | Ein bisschen mehr vom amerikanischen Leistungsprinzip sähe Robert Schwarzenbacher gern an österreichischen Universitäten. Die Professur in Salzburg nahm er nicht so sehr um der Karriere willen an: "Wir müssen so ehrlich sein und sagen, dass wir in der Forschung nicht vorn mitspielen. Nicht einmal im Mittelfeld. Aber ich dachte trotzdem, es ist eine Chance. In Salzburg kann ich vieles gestalten und vor allem jungen Talenten Rüstzeug für ihre Arbeit mitgeben. Sie werden ja unsere künftigen Probleme lösen müssen. Professoren sollen Geld herankarren und Arbeitsplätze in der Wissenschaft schaffen. Wenn wir in Österreich die medizinische Zukunft mitbestimmen wollen, müssen wir uns auskennen und jetzt mit dabei sein." |
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| | Das ihm zugeteilte universitäre "Kammerl" im Haus [[Billrothstraße]] 11 sieht allerdings nicht nach Bleiben aus: Ein Häufchen papierene Unterlagen, ein Computer, keine Bücher, ein Rucksack unter dem Tisch. Leichtes Gepäck also für den Weitermarsch. Robert Schwarzenbacher lacht schallend: "Alles, was wichtig ist, befindet sich im Kastl und in den Datenbanken. Wie es weitergeht, lasse ich offen. Ich habe hier Verantwortung übernommen und ich möchte das fertigmachen, was ich angefangen habe. Ich möchte dann gehen, wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde." | | Das ihm zugeteilte universitäre "Kammerl" im Haus [[Billrothstraße]] 11 sieht allerdings nicht nach Bleiben aus: Ein Häufchen papierene Unterlagen, ein Computer, keine Bücher, ein Rucksack unter dem Tisch. Leichtes Gepäck also für den Weitermarsch. Robert Schwarzenbacher lacht schallend: "Alles, was wichtig ist, befindet sich im Kastl und in den Datenbanken. Wie es weitergeht, lasse ich offen. Ich habe hier Verantwortung übernommen und ich möchte das fertigmachen, was ich angefangen habe. Ich möchte dann gehen, wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde." |
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| | * [http://www.nature.com/nature/journal/v457/n7232/abs/nature07606.html Der Artikel in Nature] | | * [http://www.nature.com/nature/journal/v457/n7232/abs/nature07606.html Der Artikel in Nature] |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| − | *Salzburger Nachrichten (Ursula Kastler) | + | *Salzburger Nachrichten ([[Ursula Kastler]]) |
| | * Universität Salzburg [http://www.uni-salzburg.at] | | * Universität Salzburg [http://www.uni-salzburg.at] |
| − | * [[Salzburger Nachrichten]] vom [[11. April]] [[2012]], Lokalteil S. 4 | + | * [[Salzburger Nachrichten]] vom [[11. April]] [[2012]], Lokalteil S. 4, [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/nach-kuendigung-von-molekularbiologen-streit-beendet-76939 3. Oktober 2013] |
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| − | [[Kategorie:Pinzgau|Schwarzenbacher, Robert]] | + | [[Kategorie:Lehrer]] |
| − | [[Kategorie:Mittersill|Schwarzenbacher, Robert]] | + | [[Kategorie:Mittersill]] |
| | + | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] |
| | + | [[Kategorie:Geboren 1973]] |