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Die '''{{PAGENAME}}''' ist eine Kapelle am [[Gräfin-Ueberacker-Weg (Neumarkt)|Gräfin-Ueberacker-Weg]] in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]].

== Entstehung ==

Um das Jahr [[1680]] musste [[Wolfgang Abraham Graf von Ueberacker]], Oberstallmeister des [[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischofs]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] wieder einmal nach Salzburg reisen. Er nannte seiner Frau [[Maria Elisabeth Margarethe von Lerchenfeld|Maria Elisabeth Margarethe]] den Zeitpunkt seiner Rückkehr und verließ [[Schloss Sighartstein]].

Die hochschwangere Gräfin konnte sich, so sagt die Legende, nur schwer von ihrem Gemahl trennen und war von bösen Vorahnungen erfüllt.

Zu von der von ihrem Mann angegebenen Stunde ging sie ihm bis ins nächste Gehölz entgegen. Der Wald erstreckte sich damals noch bis ganz nahe an den heutige Stadtkern von Neumarkt am Wallersee. Da sprangen ''etliche wilde Kerls daher, warfen sie zu Boden, rissen ihr die Kleider vom Körper und wollten sie an einen Baum binden. Sie hätten an ihr etwas verüben wollen, was man sich nicht auszusprechen getraut''<ref name="Kapelle">Quelle - Zitat [[Albert Umlauft]] aus ''Geschichtliches aus Neumarkt und Umgebung'', 1923, ausgehängt in der Kapelle</ref>.

Gerade als sie die Gräfin zu einem Baum schleppten, fing ihr kleines Hühndchen ein fürchterliches Geheul an. Daraus entwickelte sich ''ein großes Windspiel, und als die Kerle dieses daherherlaufgen gesehen hatten, liefen sie alle davon, weil sie wussten, dass männliche Hilfe nicht mehr weit sei''<ref name="Kapelle">Kapelle</ref>.

Tatsächlich näherten sich Knechtes vom Schloss, sahen die Gräfin, die mittlerweile in Ohnmacht gefallen war, befreiten sie und nach einiger Zeit konnte sie den Rückweg zum Schloss antreten. Da kam gerade ihr Mann zurück und sie erzählten ihm vom Überfall. Dankbar, dass nichts passiert war, beschlossen die beiden eine [[Wallfahrt St. Wolfgang|Wallfahrt nach St. Wolfgang]] am [[Wolfgangsee]] zu unternehmen und die Stunde der Rettung alljährlich zu feiern.

Nach der Wallfahrt gebar die Gräfin einen Buben, der, wie alle Nachfahren, ''Wolfgang'' mit Vorname hieß.

Der Dolch, den die Kerle im Wald zurückgelassen hatten, befindet sich heute im Tabernakel des Seitenaltars der [[Schlosskapelle Sigharstein]].

== Die Kapelle heute ==
Von der [[Naturwacht Neumarkt am Wallersee]] unter der Leitung von Franz Knoblechner und Martin Paar wurde die Kapelle [[1989]] bis [[1990]] restauriert. Bis [[2004]] gehörte die Kapelle zum Besitz des Schlosses Sighartstein, seither ist sie im Besitz von Josef Wieder, vulgo ''Gaberlbauer'' in [[Schalkham]].

== Quellen und Fußnoten ==
<references/>
* [[Hans-Georg Enzinger]], 2005, in der Kapelle


[[Kategorie:Kirche|Maria Heimsuchung, Kapelle]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)|Maria Heimsuchung, Kapelle]]
[[Kategorie:Kapelle|Maria Heimsuchung, Kapelle]]
[[Kategorie:Flachgau|Maria Heimsuchung, Kapelle]]
[[Kategorie:Neumarkt am Wallersee|Maria Heimsuchung, Kapelle]]
[[Kategorie:Sagen und Legenden|Maria Heimsuchung, Kapelle]]