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[[Datei:Pfongau_Schloss_Neumarkt_Wallersee.jpg|thumb|[[Denkmalgeschützte Objekte in Neumarkt am Wallersee|Denkmalgeschütztes]] Schloss Pfongau ]]
[[Datei:Pfongau_Schloss_Neumarkt_Wallersee_02.jpg|thumb|Schloss Pfongau]]
Das [[Denkmalgeschützte Objekte in Neumarkt am Wallersee|denkmalgeschützte]] '''Schloss Pfongau''' ist ein ehemaliges Schloss in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]] im Stadtteil [[Pfongau]].

== Geschichte ==
Der Stadtteil Pfongau gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten im Nordosten des Flachgaus. Schon zur [[Römer]]zeit ist es als „''Tarnatone''“ auf einer Weltkarte vermerkt. Spätere Namensformen waren „''Phangowa''“ oder „''Phangowi''“ auf. „Fan“ geht auf ein germanisches Wort zurück, das 'Sumpf' bedeutet.

Das Gut war Lehen des [[Österreich ob der Enns|Erzherzogtums ob der Enns]]. Am [[3. Oktober]] [[1267]] wird im Zuge von Verhandlungen um die Türme in

Reisberg, Griffen und Finkenstein (alle in Kärnten) auch Schloss Pfongau als „Phangowarius“ erwähnt. Die Pfongauer sind im gesamten [[15. Jahrhundert]] im Raum Villach nachweisbar. [[1413]] ist im [[Urbar]] ein „''Cunrad Öder zu Pfangä''“ erwähnt, [[1453]] ein Pauls Aller zu Pfongä und [[1495]] Conrad Wing(ler) zu Pfongau. Wolfgang Rainer wurde von Kaiser Maximilian I. mit dem Besitz belehnt, am [[28. Februar]] [[1522]] die Brüder Wolfgang, Symon und Jakob Rainer mit dem ''Sytz und Hof zu Phanngew'' von König Ferdinand I. belehnt. Jakob Rainer, [[Pfleger]] von [[Golling]], wurde am [[1. Oktober]] [[1545]] allein mit Pfongau belehnt. Sein Nachfolger war Hanns Absalom Ridler von Pfongau auf Obing, bayerischer Mautner zu [[Straßwalchen]]. Diese Familie erschien 1569, 1583 und 1592 in den [[Salzburger Landtafel]]n auf. Am [[23. Oktober]] [[1596]] erhielt Hans Christoph Ridler Sitz, Hof und Tavern zu Pfongau von Kaiser Rudolf II.

Am [[29. März]] [[1610]] erwarb dann Abraham [[Überacker|Uiberacker]] den Besitz. Die Uiberackers hatten zu jener Zeit bereits den Sitz zu „[[Schloss Sighartstein|Sigahrting]]“ inne, den sie [[1442]] von [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg]] als Dank für die Teilnahme an der [[Schlacht bei Mühldorf (1322)|Schlacht bei Mühldorf]]<ref>die allerdings bereits 1322 war!</ref> verliehen bekamen.

[[1717]] wurde dann für den Ansitz in Pfongau die Abbruch– und Neubaugenehmigung von Uiberaker zur Vermeidung von „Strafe bei Verfall“ eingeholt. Dabei handelte es sich noch um eine ehemalige Wasserburg ([[1679]] war bereits der größere Weiher geräumt und [[1686]] der kleinere Weiher ausgeräumt worden).
Nachdem [[1727]] die alte Wasserburg bis auf die Fundamente abgebrochen worden war, errichteten die Uiberacker das heutige [[Barock]]<nowiki>schlösschen </nowiki>, das sie als Jagdschlösschen nutzen. Ab 1843 war die „[[Köstendorfer Filialschule zu Sighartstein]]“ im Schloss untergebracht.

Als die Franzosen während der [[ [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskämpfe]] gegen Wien zogen, diente es ihnen vom [[28. Dezember]] [[1800]] bis [[20. Jänner]] [[1801]] als Spital. Zu dieser Zeit war ihre Generalität im [[Poschingerhaus]] (Apotheke) in Neumarkt untergebracht, während die Mannschaft in der [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus|Pfarrkirche Neumarkt]] einquartiert wurde. Ein Schwiegersohn der Uiberacker, ein Graf Thun, bewohnte das Schlösschen dann [[1814]]. Im Besitz der Familie Uiberacker blieb das Schloss noch bis [[1873]]. Dann erwarben es Juliana und Johann Zauner. Der dazugehörige Besitz (Zipfwirt, Mühle, ein Weiher, fünf Joch Wald, 50 Joch Grund, früher auch das Diesenberggut) wurde zerstückelt. Als Unterhändlerin für diese Transaktionen trat die „Zuchthausnanni“ auf. Am [[25. Oktober]] [[1919]] folgte auf dem Erbweg Georg Plainer, am [[26. August]] [[1930]] an Georg und Anna Plainer. Schließlich erwarben Johann und Elisabeth Kistner (heute Küstner) am [[12. Mai]] [[1931]] das Schloss.

==Ausstattung ==
Zwei Zimmer im ersten Stock sind seit 2009 restauriert. Das Deckengemälde im Trauungszimmer zeigt die Auffindung des Mosesknaben, die Szenen an den
Wänden stammen aus der Geschichte Diana und des Endymion. Diese wurden jedoch nicht vollständig restauriert. Sie dürften von Josef Beer, bürgerlicher Maler aus Straßwalchen, stammen.

Der Endymion war eine griechische Sagengestalt, ein schöner Hirt, Geliebter der Mondgöttin Selen, die ihn im Schlafzimmer besucht und küsst; er wird
von Zeus in den ewigen Schlaf versetzt. Die Diana ist eine Göttin der Jagd, des Lichtes und der Geburt.

Die Stuckdecke im zweiten Zimmer weist das Wappen der Uiberacker auf. Die in diesem Wappen befindliche Hand weist auf die Rechtsfreiheit der Uiberacker hin. Der einst sich in diesem Zimmer befundene [[Rokoko]]-Ofen befindet sich heute im Schloss Sighartstein. Die Stuckspiegel sind umgeben durch den für die Zeit von 1730/40 typischen Bandlwerkstuck. Die Füllungstüren der beiden Räume sind mit Intarsienmalereien geschmückt und tragen noch die originalen Schlösser und Beschläge von 1740.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

== Quellen ==
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/kulturlandschaften/burgen/pfongau.htm www.salzburg.gv.at]
* [Stadt-Info Neumarkt am Wallersee]], Ausgabe 6, Juli 2009, Beitrag von RegRat Helmut Deinhammer]
* Quellenangabe von RegRat Deinhammer:
:: Österreichische Kunsttopographie, Band X, I. Teil, Wien 1913;
:: [[Friederike Zaisberger|Zaisberger Friederike]], [[Walter Schlegel|Schlegel Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg, Flachgau und Tennengau'', Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten Wien, 1992

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[[Kategorie:Neumarkt am Wallersee|Pfongau, Schloss]]
[[Kategorie:Architektur|Pfongau, Schloss]]
[[Kategorie:Schloss|Pfongau, Schloss]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz|Pfongau, Schloss]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Neumarkt am Wallersee)|Pfongau, Schloss]]