Änderungen

K
Zeile 16: Zeile 16:  
Aus  [[Stuhlfelden]] berichtete der Vikar, dass einem Zimmer­mann die Frau und zwei  Kinder verstorben seien. Er und sein Sohn hatten schon Anzeichen der Pest, er  eine große Beule unter der Achsel, sein Sohn ei­ne auf der Stirn. Trotz des  Ba­dens in kaltem Wasser war kei­ne Besserung zu verzeichnen.  
 
Aus  [[Stuhlfelden]] berichtete der Vikar, dass einem Zimmer­mann die Frau und zwei  Kinder verstorben seien. Er und sein Sohn hatten schon Anzeichen der Pest, er  eine große Beule unter der Achsel, sein Sohn ei­ne auf der Stirn. Trotz des  Ba­dens in kaltem Wasser war kei­ne Besserung zu verzeichnen.  
 
    
 
    
[[1649]]  grassierte wiederum die Pest. Aus [[Piesendorf]] berichtete der Vikar, dass der  den Pries­tern abholde Pfleger von [[Kap­run9] in der steinigen, unbeque­men und  für die Gemeinde ganz entsetzlichen Au einen Platz ausgesteckt habe, wo die  Pest­toten begraben werden sollten.  Aus [[Embach]]  berichtete der Vikar, dass ein scheinbar ge­sunder Metzgerknecht spät­abends  beim Aubauern um Un­terkunft gebeten habe und am Morgen tot im Bett lag. Insge­samt  sind 14 Personen in die­sem Haus gestorben. Ein ar­mes, beschränktes Mädchen  aus diesem Haus ging zum Nachbarn, dem Kapeller, wo­rauf bald auch dort die  Pest die Tochter und zwei Söhne hin­wegraffte. Der Kapellerbauer wurde nach  dem Tod seiner Angehörigen schwermütig und wollte sich das Leben nehmen. Der  Vikar ging zu ihm und re­dete ihm aus gewissem Abstand auf offenem Feld ins  Gewissen, sodass er, ''10 Wochen darauf, bis dato bey Leben war''.  
+
[[1649]]  grassierte wiederum die Pest. Aus [[Piesendorf]] berichtete der Vikar, dass der  den Pries­tern abholde Pfleger von [[Kap­run]] in der steinigen, unbeque­men und  für die Gemeinde ganz entsetzlichen Au einen Platz ausgesteckt habe, wo die  Pest­toten begraben werden sollten.  Aus [[Embach]]  berichtete der Vikar, dass ein scheinbar ge­sunder Metzgerknecht spät­abends  beim Aubauern um Un­terkunft gebeten habe und am Morgen tot im Bett lag. Insge­samt  sind 14 Personen in die­sem Haus gestorben. Ein ar­mes, beschränktes Mädchen  aus diesem Haus ging zum Nachbarn, dem Kapeller, wo­rauf bald auch dort die  Pest die Tochter und zwei Söhne hin­wegraffte. Der Kapellerbauer wurde nach  dem Tod seiner Angehörigen schwermütig und wollte sich das Leben nehmen. Der  Vikar ging zu ihm und re­dete ihm aus gewissem Abstand auf offenem Feld ins  Gewissen, sodass er, ''10 Wochen darauf, bis dato bey Leben war''.
    
== Pestkreuze  erinnern heute noch an diese Zeit==  
 
== Pestkreuze  erinnern heute noch an diese Zeit==  
28.595

Bearbeitungen