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'''Hubert Franz Grabner''' (* [[14. November]] [[1912]] in St. Ruprecht an der Raab, [[Steiermark]], † [[30. Dezember]] [[1983]] in [[Hallein]]) war ein
Metzgermeister, Salamifabrikant und Opernsänger.
== Leben ==
Hubert Franz Grabner wurde am 14. 11. 1912 im steirischen St. Ruprecht an der Raab als Sohn eines Metzgers geboren. Er erlernte den Beruf des Vaters und sein musikalisches Talent blieb deshalb auf die Freizeit beschränkt. Seine sängerische Begabung wurde zunächst von dem Volksmusiker [[Tobias Reiser d. Ä.|Tobi Reiser]] gefördert, der Hubert - er war als Geselle nach Salzburg gekommen - als 1. Tenor in sein "Metzgerquartett" aufnahm.
[[1937]] kauften die frisch vermählten Hubert und Karoline Grabner die [[Fleischhauerei Auböck]] samt [[Gasthaus Auböck|Gasthaus]] in Hallein. Das tüchtige und erfolgreiche Ehepaar konnte den Betrieb allmählich erweitern, modernisieren und ihm nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als [[Salamifabrik Grabner]] überregionales Ansehen verschaffen.
Gleichzeitig ließ Hubert Grabner seine auffallend schöne Tenorstimme am [[Mozarteum]] in [[Salzburg]] ausbilden (ab 1938, drei Jahre lang) - mit solchem Erfolg, dass ihm der Weg auf die Opernbühne offen gestanden wäre. Stattdessen wurde er 1941 zur Wehrmacht eingezogen und verbrachte einige Kriegsjahre in Frankreich. Nach Kriegsende und der Rückkehr nach Hallein gelang es Grabner, sich sowohl dem Auf- und Ausbau seines Betriebes mit ganzem Engagement zu widmen als auch vielfältige musikalische Aufgaben als Tenorsolist zu übernehmen.
Zwischen 1947 und 1960 war er in einigen [[Domkonzert]]en der [[Salzburger Festspiele]] zu hören. Von der Aufführung der [[Krönungsmesse]] [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] [[1960]] existiert ein Rundfunkmitschnitt, der einen guten Eindruck von Grabners stimmlichen Qualitäten vermittelt. [[1954]] debütierte Hubert Grabner in Mozarts Oper [[Die Entführung aus dem Serail]] in Klagenfurt auf der Opernbühne, ein Jahr später gab er in Puccinis "La Boheme" sein Debüt im [[Salzburger Landestheater]]. [[1959]] gab er sein erstes Gastspiel an der Staatsoper Stuttgart mit „Rigoletto“. [[1965]] folgte ein Auftritt als Heldentenor in „Lohengrin“ in [[Passau]]. Als Opernsänger konnte er immer nur Gastspielengagements annehmen - die Führung seines Halleiner Betriebes schloss eine längere Abwesenheit zugunsten seiner Sängerlaufbahn aus. Die Metzgerei und Salamifabrik Grabner beschäftigten in ihrer Blütezeit immerhin bis zu 70 Angestellte und erzeugte vielerlei Konserven- und Wurstsorten - an die beliebte "Plattenseer Salami" erinnert man sich, nicht nur in Hallein, bis heute.
Als Tenorsolist trat Hubert Grabner bis in die [[1970er]] Jahre auf, trotz schwerer gewordener Stimme und Beschäftigung mit dem Heldentenorfach (beispielsweise in den Opern Richard Wagners) sang er bis zuletzt nach wie vor das Mozart- und Haydn-Repertoire. Am 30. Dezember 1983 endete in Hallein das erfüllte Leben eines ungewöhnlichen Menschen - des innovativen Metzger- und Salamimeisters und des leidenschaftlichen Opern- und Konzertsängers Hubert Grabner.
Zu seinen Ehren wurde am Mittwoch, dem [[14. November]] [[2012]], am ehemaligen Firmengebäude in Hallein, Ecke Thunstraße - Rainerkai, eine Gedenktafel feierlich enthüllt. Anschließend fand im Musikhaus Hallein ein Gedenkvortrag statt, bei dem auch eine Festschrift samt CD präsentiert wurde.
== Quelle ==
* Presseaussendung [[Kulturforum Hallein]], 28. Oktober 2012
[[Kategorie:Person|Grabner, Kurt]]
[[Kategorie:Hallein|Grabner, Kurt]]
[[Kategorie:Künstler|Grabner, Kurt]]
[[Kategorie:Sänger|Grabner, Kurt]]