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| | [[Datei:Lauter, Historisches Wirtshaus, Bild v. Andreas Hirsch.jpg|thumb|Lauter, Historisches Wirtshaus, Bild v. Andreas Hirsch]] | | [[Datei:Lauter, Historisches Wirtshaus, Bild v. Andreas Hirsch.jpg|thumb|Lauter, Historisches Wirtshaus, Bild v. Andreas Hirsch]] |
| − | '''Lauter''' ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Surberg]] im [[Landkreis Traunstein]] in [[Oberbayern]]. Der Ortsteil mit 342 Einwohnern liegt auf 600 [[m ü. A.]] an der Bahnstrecke Salzburg – München. | + | '''Lauter''' ist ein Ortsteil der Gemeinde Surberg im [[Landkreis Traunstein]] in [[Oberbayern]]. Lauter, einer der 64 Ortsteils der Gemeinde, hat 342 Einwohnern und liegt auf 600 [[m ü. A.]] an der Bahnstrecke Salzburg – München. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Die [[Römerstraßen|Römerstraße]] erster Ordnung von [[Iuvavum]] (Salzburg) nach ''Augusta vindelicorum'' ([[Augsburg]]) verlief vermutlich über Lauter. Dort wird auch die Lage des römischen Ortes „Artobriga“ angenommen, der in der „Tabula Peutingeriana“ (antike Straßenkarte<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Tabula_Peutingeriana Wikipedia Tabula Peutingeriana]</ref>) verzeichnet ist, archäologisch aber bisher nicht nachgewiesen werden konnte. | | Die [[Römerstraßen|Römerstraße]] erster Ordnung von [[Iuvavum]] (Salzburg) nach ''Augusta vindelicorum'' ([[Augsburg]]) verlief vermutlich über Lauter. Dort wird auch die Lage des römischen Ortes „Artobriga“ angenommen, der in der „Tabula Peutingeriana“ (antike Straßenkarte<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Tabula_Peutingeriana Wikipedia Tabula Peutingeriana]</ref>) verzeichnet ist, archäologisch aber bisher nicht nachgewiesen werden konnte. |
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| | Im [[8. Jahrhundert]] schenkten die Adeligen Adalbert, Reimbert und sein Bruder Norbert mehrere Güter „ad Lutra“ an die [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Kirche]]. Die Schenkung ist in den [[Breves Notitiae]] (798 - 800) verzeichnet. Die [[Herren von Surberg]] hatten bis zum Ende des [[12. Jahrhundert]]s ebenfalls Besitz in diesem Bereich. | | Im [[8. Jahrhundert]] schenkten die Adeligen Adalbert, Reimbert und sein Bruder Norbert mehrere Güter „ad Lutra“ an die [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Kirche]]. Die Schenkung ist in den [[Breves Notitiae]] (798 - 800) verzeichnet. Die [[Herren von Surberg]] hatten bis zum Ende des [[12. Jahrhundert]]s ebenfalls Besitz in diesem Bereich. |
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| | Trotzdem blieb Lauter eine wichtige Raststation, wo sogar zwei Tafernen von den Durchreisenden leben konnten. In dieser Zeit hatten noch andere Grundherren Besitz im Ort, wie etwa die Klöster [[enns:Benedikitinerstift Admont|Admont]], Dietramszell und Schliersee. Die starke Aufsplitterung des Grundbesitzes auf viele Eigentümer ist wohl auf die lukrative Lage an der Salzstraße zurückzuführen. Ab dem [[14. Jahrhundert]] war die Salzburger Kirche alleiniger Grundherr in Lauter und der Ort wurde dem Urbaramt [[Waging am See|Waging]] unterstellt. | | Trotzdem blieb Lauter eine wichtige Raststation, wo sogar zwei Tafernen von den Durchreisenden leben konnten. In dieser Zeit hatten noch andere Grundherren Besitz im Ort, wie etwa die Klöster [[enns:Benedikitinerstift Admont|Admont]], Dietramszell und Schliersee. Die starke Aufsplitterung des Grundbesitzes auf viele Eigentümer ist wohl auf die lukrative Lage an der Salzstraße zurückzuführen. Ab dem [[14. Jahrhundert]] war die Salzburger Kirche alleiniger Grundherr in Lauter und der Ort wurde dem Urbaramt [[Waging am See|Waging]] unterstellt. |
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| | Im [[18. Jahrhundert]] kam es zu langjährigen Streitigkeiten zwischen den salzburgischen Gerichten Raschenberg-Teisendorf und Waging um die Gerichtsgrenze in Lauter: Der Tanzboden des Wirtshauses und die Kegelbahn lagen im [[Gericht Teisendorf]], das Wirtshaus selbst im [[Gericht Waging]]. Seit einer Grenzbereinigung im Jahre [[1789]] gehörte dann das gesamte Dorf mit seinen elf Anwesen zum Gericht Waging. | | Im [[18. Jahrhundert]] kam es zu langjährigen Streitigkeiten zwischen den salzburgischen Gerichten Raschenberg-Teisendorf und Waging um die Gerichtsgrenze in Lauter: Der Tanzboden des Wirtshauses und die Kegelbahn lagen im [[Gericht Teisendorf]], das Wirtshaus selbst im [[Gericht Waging]]. Seit einer Grenzbereinigung im Jahre [[1789]] gehörte dann das gesamte Dorf mit seinen elf Anwesen zum Gericht Waging. |