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Wir wissen heute, dass es bereits während der [[Bronzezeit]] temporäre Siedlungen auf der Hochfläche des Dachsteinsgebirges gab. Jene Form der Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen, entstand allerdings erst während des [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]]s. Die darauf folgende Klimaverschlechterung, die unter Wissenschaftlern als ''Kleine Eiszeit'' oder ''Neoglazial'' bekannt ist und etwa bis [[1850]] andauerte, führte zu einem Rückgang der Almwirtschaft sowie zu einem signifikanten Vorstoß der Gletscher. In jene Zeit um die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s fallen auch die Anfänge des modernen [[Alpinismus]] und die damit verbundene Erschließertätigkeit in den Alpen.  
 
Wir wissen heute, dass es bereits während der [[Bronzezeit]] temporäre Siedlungen auf der Hochfläche des Dachsteinsgebirges gab. Jene Form der Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen, entstand allerdings erst während des [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]]s. Die darauf folgende Klimaverschlechterung, die unter Wissenschaftlern als ''Kleine Eiszeit'' oder ''Neoglazial'' bekannt ist und etwa bis [[1850]] andauerte, führte zu einem Rückgang der Almwirtschaft sowie zu einem signifikanten Vorstoß der Gletscher. In jene Zeit um die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s fallen auch die Anfänge des modernen [[Alpinismus]] und die damit verbundene Erschließertätigkeit in den Alpen.  
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Lange Zeit glaubte man, die Erstbesteigung des ''Hohen Dachsteins'' sei [[1835]] durch den Alpinisten und Theologieprofessor [[Peter Karl Thurwieser]] erfolgt. Jüngste Forschungsergebnisse beweisen aber, dass die [[enns:Erstbesteigung des Hohen Dachsteins|Erstbesteigung des Hohen Dachsteins]] schon im August [[1819]] durch den Salzburger Waldjäger [[Jakob Buchsteiner]] im Auftrag [[Erzherzog Johann]]s erfolgt war. Die eigentliche Erforschung des Dachsteingebirges ist fast ausschließlich das Verdienst eines einzelnen Mannes: des großen Gelehrten und Naturforschers [[Friedrich Simony]] (* [[1813]], † [[1896]]). Dem Dachstein weihte er sein Leben, und Großes hat er im Dienste der Wissenschaft um die Erforschung und Erschließung des Berges geleistet. Wir begegnen seinem Namen auf nahezu allen Wegen der Erschließungsgeschichte, und mit völligem Rechte werden wir durch viele Orte am Dachstein, mit denen sein Name verknüpft ist, an diesen vortrefflichen Mann erinnert.
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Lange Zeit glaubte man, die Erstbesteigung des ''Hohen Dachsteins'' sei [[1835]] durch den Alpinisten und Theologieprofessor [[Peter Karl Thurwieser]] erfolgt. Jüngste Forschungsergebnisse beweisen aber, dass die [[enns:Erstbesteigung des Hohen Dachsteins|Erstbesteigung des Hohen Dachsteins]] schon im August [[1819]] durch den Salzburger Waldjäger [[Jakob Buchsteiner]] im Auftrag [[Erzherzog Johann]]s erfolgt war. Die eigentliche Erforschung des Dachsteingebirges ist fast ausschließlich das Verdienst eines einzelnen Mannes: des großen Gelehrten und Naturforschers [[enns:Friedrich Simony]] (* [[1813]], † [[1896]]). Dem Dachstein weihte er sein Leben, und Großes hat er im Dienste der Wissenschaft um die Erforschung und Erschließung des Berges geleistet. Wir begegnen seinem Namen auf nahezu allen Wegen der Erschließungsgeschichte, und mit völligem Rechte werden wir durch viele Orte am Dachstein, mit denen sein Name verknüpft ist, an diesen vortrefflichen Mann erinnert.
    
Heute hat sich der Dachstein unter den Alpinisten als Wander- und Kletterberg gleichermaßen einen vorzüglichen Ruf erworben. Besonders die berühmt-berüchtigte, 800 Meter hohe [[enns:Dachstein Südwand|Südwand]] des Berges gilt unter Kletterern nach wie vor als bedeutende alpinistische Herausforderung.
 
Heute hat sich der Dachstein unter den Alpinisten als Wander- und Kletterberg gleichermaßen einen vorzüglichen Ruf erworben. Besonders die berühmt-berüchtigte, 800 Meter hohe [[enns:Dachstein Südwand|Südwand]] des Berges gilt unter Kletterern nach wie vor als bedeutende alpinistische Herausforderung.