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Als 1783 Auersperg zum Fürstbischof von Passau gewählt wurde, reiste Hagenauer mit ihm nach Passau. 1784 wurde dort Johann Georg zum wirklichen ''Hofkammerrath'' mit Sitz und Stimme ernannt. Im Jahr 1786  wurde Johann Georg, wirklicher Hofkammerrath, hochfürstlicher Baudirektor und Architekt in Passau der Adelsstand bestätigt. Im selben Jahr heiratete er die Freiin Karoline de La Marre im Passauer Dom und sollte Ahnherr der späteren Wiener Linie der Hagenauer werden. Nach dem Tod seines Gönners Auersperg 1793 verblieb er vorerst in Passau. Nach nur elf Monaten Regierungszeit starb der neue Bischof [[Thomas Johann Graf von Thun und Hohenstein]], sein Nachfolger war dessen Vetter [[Leopold Leonhard Raymund Graf von Thun und Hohenstein]] und somit Hagenauers dritter Dienstherr.
 
Als 1783 Auersperg zum Fürstbischof von Passau gewählt wurde, reiste Hagenauer mit ihm nach Passau. 1784 wurde dort Johann Georg zum wirklichen ''Hofkammerrath'' mit Sitz und Stimme ernannt. Im Jahr 1786  wurde Johann Georg, wirklicher Hofkammerrath, hochfürstlicher Baudirektor und Architekt in Passau der Adelsstand bestätigt. Im selben Jahr heiratete er die Freiin Karoline de La Marre im Passauer Dom und sollte Ahnherr der späteren Wiener Linie der Hagenauer werden. Nach dem Tod seines Gönners Auersperg 1793 verblieb er vorerst in Passau. Nach nur elf Monaten Regierungszeit starb der neue Bischof [[Thomas Johann Graf von Thun und Hohenstein]], sein Nachfolger war dessen Vetter [[Leopold Leonhard Raymund Graf von Thun und Hohenstein]] und somit Hagenauers dritter Dienstherr.
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Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, erhielt der fürstbischöfliche Hofarchitekt den Ruf als ''Director'' des neuen Kameral-Bauamtes in [[Salzburg]]. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. Johann Georg kehrte mit seinem vierzehnjährigen Sohn, dem Halbwaisen Franz de Paula II., nach Salzburg zurück, wo er nun in dem von seinem Bruder [[Matthias Hagenauer|Matthias]] geerbten [[Gurkerhof]] mit seiner Dienerschaft residierte. In Salzburg wurde Johann Georg "Amtsnachfolger" seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im [[Kurfürstliches Kammeralbauamt|kurfürstlichen Kameralbauamt]]. Als kaiserlicher Rat und kurfürstlicher Baudirektor arbeitete er nun auch viel für seinen Vetter, den Salzburger Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus von Hagenauer]], in [[Abtenau]] und [[Hallein]]. 1807 in österreichische Dienste übernommen, wurde er 1812 von der bayerischen Regierung quiesziert<ref>in den Ruhestand versetzen, Quelle [http://www.duden.de/rechtschreibung/quieszieren www.duden.de]</ref> und 1819 pensioniert. In seiner Pension baute er den fünfhundert Jahre alten Gurkerhof ([[Kaigasse]] 39) um (1932 abgerissenen)  und begann wieder zu Zeichnen (seine erste Anstellung in Salzburg war die eines Zeichners) und zu Malen. Da er seine Arbeiten oft mit den Initialen seines Namens JGH (IGH) signierte, wurden seine Werke in späteren Publikationen fälschlich einem unbekannten "Ignaz" Hagenauer zugeordnet. Gegen Ende seines langen Lebens wurde er zunehmend blind und taub. Er starb mit 87 Jahren als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde in der Familiengruft (Nr. LII) am [[Petersfriedhof]] beigesetzt.
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Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, erhielt der fürstbischöfliche Hofarchitekt den Ruf als ''Director'' des neuen Kameral-Bauamtes in [[Salzburg]]. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. Johann Georg kehrte mit seinem vierzehnjährigen Sohn, dem Halbwaisen Franz de Paula II., nach Salzburg zurück, wo er nun in dem von seinem Bruder [[Matthias Hagenauer|Matthias]] geerbten [[Gurkerhof]] mit seiner Dienerschaft residierte. In Salzburg wurde Johann Georg "Amtsnachfolger" seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im [[Kurfürstliches Kammeralbauamt|kurfürstlichen Kameralbauamt]]. Als kaiserlicher Rat und kurfürstlicher Baudirektor arbeitete er nun auch viel für seinen Vetter, den Salzburger Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus von Hagenauer]], in [[Abtenau]] und [[Hallein]]. 1807 in österreichische Dienste übernommen, wurde er 1812 von der bayerischen Regierung quiesziert<ref>in den Ruhestand versetzen, Quelle [http://www.duden.de/rechtschreibung/quieszieren www.duden.de]</ref> und 1819 pensioniert. Er modernisierte mit einer klassizistischen Fassade den fünfhundert Jahre alten Gurkerhof ([[Kaigasse]] 39), der allerdings 1932 abgerissenen wurde. In seinem Ruhestand begann er wieder zu Zeichnen, seine erste Anstellung in Salzburg war die eines Zeichners gewesen, und zu Malen. Da er seine Arbeiten oft mit den Initialen seines Namens JGH (oder JH) signierte, wurden seine Werke in späteren Publikationen fälschlich einem "Ignaz" Hagenauer zugeordnet. Gegen Ende seines langen Lebens wurde Johann Georg zunehmend taub und blind. Er starb mit 87 Jahren als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde von seinem in Linz lebenden Sohn Franz de Paula von Hagenauer in der Familiengruft (Nr. LII) am [[Petersfriedhof]] beigesetzt.
    
==Familie==
 
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