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| − | [[Datei: .jpg|thumb|Andachtsbild aus der Sammlung von Franziska und [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]].]] | + | [[Datei:Johann Georg Mayr.JPG|thumb|Andachtsbild aus der Sammlung von Franziska und [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]].]] |
| | '''Johann Georg Mayr''' (* [[30. März]] [[1830]] in [[Hallein]]; † [[19. Februar]] [[1908]] in der Stadt Salzburg) war [[Domdechant]], [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] und [[Vizebürgermeister]] der [[Stadt Salzburg]]. | | '''Johann Georg Mayr''' (* [[30. März]] [[1830]] in [[Hallein]]; † [[19. Februar]] [[1908]] in der Stadt Salzburg) war [[Domdechant]], [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] und [[Vizebürgermeister]] der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Johann Georg Mayr, Sohn des Halleiner Mehlblers Johann Mayr und der Elisabeth Elendhuber, besuchte das [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Gymnasium]] und die [[Theologische Fakultät in Salzburg|theologische Lehranstalt]] in der [[Stadt Salzburg]]. | + | Johann Georg Mayr, Sohn des Halleiner Mehlhändlers Johann Mayr und der Elisabeth Elendhuber, besuchte das [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Gymnasium]] und die [[Theologische Fakultät in Salzburg|theologische Lehranstalt]] in der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | [[1854]] wurde er in Hallein zum Priester geweiht. Zuerst wirkte er als Koadjutor in [[Berndorf bei Salzburg|Berndorf]], dann in gleicher Eigenschaft in [[St. Johann in Tirol]]. [[1861]] wurde er [[Pfarrprovisor]] in [[Pfarre Reith bei Kitzbühel|Reith bei Kitzbühel]] und kam noch im selben Jahre als Domchorvikar und Konsistorial-Archivsadjunkt in die Stadt Salzburg, in welcher Stellung er sechs Jahre verblieb. Von [[1864]] an war Mayr zugleich aushilfsweise Militär-Garnisons-Seelsorger, bis er [[1867]] zum Religionslehrer und Hauskaplan im [[Republik_Österreich#Die Verwendung von k. (u.) k.|k. k.]] Militär-Erziehungshaus zu Kaschau in [[Ungarn]] ernannt wurde. Bereits im folgenden Jahre wurde er selbständiger Militärseelsorger und wirkte als solcher bis 1872 in Salzburg, [[Wien]] und [[Linz]]. Er erlangte dabei insbesondere auch beim Militär Beliebtheit. Sein Interesse für das Militärwesen und für alles damit Zusammenhängende, brachte ihn auch den zahlreichen Veteranenvereinen nahe, denen er in jeder Richtung hilfreich entgegenkam. Viele von ihnen ernannten ihn zum Ehrenmitglied. | | [[1854]] wurde er in Hallein zum Priester geweiht. Zuerst wirkte er als Koadjutor in [[Berndorf bei Salzburg|Berndorf]], dann in gleicher Eigenschaft in [[St. Johann in Tirol]]. [[1861]] wurde er [[Pfarrprovisor]] in [[Pfarre Reith bei Kitzbühel|Reith bei Kitzbühel]] und kam noch im selben Jahre als Domchorvikar und Konsistorial-Archivsadjunkt in die Stadt Salzburg, in welcher Stellung er sechs Jahre verblieb. Von [[1864]] an war Mayr zugleich aushilfsweise Militär-Garnisons-Seelsorger, bis er [[1867]] zum Religionslehrer und Hauskaplan im [[Republik_Österreich#Die Verwendung von k. (u.) k.|k. k.]] Militär-Erziehungshaus zu Kaschau in [[Ungarn]] ernannt wurde. Bereits im folgenden Jahre wurde er selbständiger Militärseelsorger und wirkte als solcher bis 1872 in Salzburg, [[Wien]] und [[Linz]]. Er erlangte dabei insbesondere auch beim Militär Beliebtheit. Sein Interesse für das Militärwesen und für alles damit Zusammenhängende, brachte ihn auch den zahlreichen Veteranenvereinen nahe, denen er in jeder Richtung hilfreich entgegenkam. Viele von ihnen ernannten ihn zum Ehrenmitglied. |
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| | Außer diesen kirchlichen Stellungen bekleidete Georg Mayr von [[1883]] bis [[1893]] die Stelle eines Mitgliedes des k. k. [[Landesschulrat]]es und war von [[1888]] bis [[1897]] Gemeinderat der Stadt Salzburg, als welcher er [[1895]] zweiter und [[1896]] erster Vizebürgermeister wurde. Als des [[Salzburger Gemeinderat]]es war er durch eine Reihe von Jahren Mitglied des Verwaltungsrates des [[Salzburg Museum|Museums Carolino-Augusteum]]. Er war seit [[1871]] Mitglied der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] und saß einige Jahre lang auch in deren Ausschuss. | | Außer diesen kirchlichen Stellungen bekleidete Georg Mayr von [[1883]] bis [[1893]] die Stelle eines Mitgliedes des k. k. [[Landesschulrat]]es und war von [[1888]] bis [[1897]] Gemeinderat der Stadt Salzburg, als welcher er [[1895]] zweiter und [[1896]] erster Vizebürgermeister wurde. Als des [[Salzburger Gemeinderat]]es war er durch eine Reihe von Jahren Mitglied des Verwaltungsrates des [[Salzburg Museum|Museums Carolino-Augusteum]]. Er war seit [[1871]] Mitglied der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] und saß einige Jahre lang auch in deren Ausschuss. |
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| | Schon diese kurze Aufzählung der verschiedenen Berufsstellungen und einzelnen Wirkungsgebiete von Mayr legen beredtes Zeugnis ab für die vielseitige, umfangreiche und segensreiche Tätigkeit desselben während seines langen Lebens. Domdechant Mayr war in allen seinen Stellungen ein gewissenhafter und eifriger Berufsarbeiter, der durch sein liebevolles und konziliantes Wesen überall, besonders in seinen Stellungen als Militär-Seelsorger und als Gemeinderat es verstand, sich die Sympathien aller zu erwerben. Dabei war Domdechant Mayr ein großer Wohltäter der Armen und Notleidenden, für welche er stets ein liebevolles Herz und eine offene Hand hatte. Ebenso zählten ihn viele Vereine zu ihrem unterstützenden Mitglied. | | Schon diese kurze Aufzählung der verschiedenen Berufsstellungen und einzelnen Wirkungsgebiete von Mayr legen beredtes Zeugnis ab für die vielseitige, umfangreiche und segensreiche Tätigkeit desselben während seines langen Lebens. Domdechant Mayr war in allen seinen Stellungen ein gewissenhafter und eifriger Berufsarbeiter, der durch sein liebevolles und konziliantes Wesen überall, besonders in seinen Stellungen als Militär-Seelsorger und als Gemeinderat es verstand, sich die Sympathien aller zu erwerben. Dabei war Domdechant Mayr ein großer Wohltäter der Armen und Notleidenden, für welche er stets ein liebevolles Herz und eine offene Hand hatte. Ebenso zählten ihn viele Vereine zu ihrem unterstützenden Mitglied. |