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Mathäus war das zweite Kind des Ehepaares Georg Jungwirth und Eva Hell, die auf dem Jungwirtsgütl lebten, welches der Grundherrschaft Hofmark Schwendt im Innkreis unterstand. Das Jungwirtsgütl war eines von zwei Häusern des Ortes Rumansedt, der zur Pfarre Esternberg im nördlichen [[Innviertel]] gehörte (siehe Kartenausschnitt). Mathäus hatte noch die Geschwister Maria (* 1775), Josef (* 1780), Martin (* 1782), Johann (* 1785), Marianna (* 1788), Georg (* 1791) und Andreas (* 1792).<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/esternberg/103%252F02/?pg=39</ref> Es ist nicht klar, wie es dazu kam, dass Mathäus ein Gymnasium besuchen konnte.
 
Mathäus war das zweite Kind des Ehepaares Georg Jungwirth und Eva Hell, die auf dem Jungwirtsgütl lebten, welches der Grundherrschaft Hofmark Schwendt im Innkreis unterstand. Das Jungwirtsgütl war eines von zwei Häusern des Ortes Rumansedt, der zur Pfarre Esternberg im nördlichen [[Innviertel]] gehörte (siehe Kartenausschnitt). Mathäus hatte noch die Geschwister Maria (* 1775), Josef (* 1780), Martin (* 1782), Johann (* 1785), Marianna (* 1788), Georg (* 1791) und Andreas (* 1792).<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/esternberg/103%252F02/?pg=39</ref> Es ist nicht klar, wie es dazu kam, dass Mathäus ein Gymnasium besuchen konnte.
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Am [[12. Oktober]] [[1802]] promovierte der 25‑jährige Mathäus Jungwirth nach dem Studium an der Universität [[Wien]]. Bei den wenigen anderen Ärzten aus dem Bauernstand erfolgte die Promotion deutlich später. Auch Würzburg und möglicherweise Salzburg waren Studienorte während Jungwirths Ausbildung in Medizin, Chirurgie (Josephinische Akademie in Wien) und Geburtshilfe. Gefördert wurde er dabei vom [[Salzburger Domherr]]n [[Johann Nepomuk Franz Xav. Joseph Graf Starhemberg|Graf von Starhemberg]]. Dieser bat beim [[Ferdinand III. von Toskana|Kurfürsten]] "ihm das Erste erledigt werdende oder neu zu errichtende Landphysikat zu erteilen, als er bereits durch Herrn Hofkanzler v Bleul aus Auftrag Sr. Hochfürstlichen Gnaden des [[Erzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo|Hironimus]] die bestimte Zusicherung erhalten hat, daß er nach erhaltener Doktorwürde im hiesigen Lande freye Praxis haben, und bey irgendeiner Vacatur bedacht auf ihn nehmen würde." Starhemberg hatte nämlich Jungwirths Studium der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe in Salzburg, Wien und in Würzburg "mit Aufopferung großer Kosten" finanziert. <ref>SLA churf. u. k.k. österr. Reg. XI 025.</ref> Es bleibt offen, was ihn zu dieser großzügigen Handlung veranlasst hat, zumal Jungwirth aus einem nur aus wenigen Häusern bestehenden Dorf im nördlichen Innviertel stammte.
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Am [[12. Oktober]] [[1802]] promovierte der 25‑jährige Mathäus Jungwirth nach dem Studium an der Universität [[Wien]]. Bei den wenigen anderen Ärzten aus dem Bauernstand erfolgte die Promotion deutlich später. Auch Würzburg und möglicherweise Salzburg waren Studienorte während Jungwirths Ausbildung in Medizin, Chirurgie (Josephinische Akademie in Wien) und Geburtshilfe. Gefördert wurde er dabei vom [[Salzburger Domherr]]n [[Johann Nepomuk Franz Xaver Joseph Graf Starhemberg|Graf von Starhemberg]]. Dieser bat beim [[Ferdinand III. von Toskana|Kurfürsten]] "ihm das Erste erledigt werdende oder neu zu errichtende Landphysikat zu erteilen, als er bereits durch Herrn Hofkanzler v Bleul aus Auftrag Sr. Hochfürstlichen Gnaden des [[Erzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo|Hironimus]] die bestimte Zusicherung erhalten hat, daß er nach erhaltener Doktorwürde im hiesigen Lande freye Praxis haben, und bey irgendeiner Vacatur bedacht auf ihn nehmen würde." Starhemberg hatte nämlich Jungwirths Studium der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe in Salzburg, Wien und in Würzburg "mit Aufopferung großer Kosten" finanziert. <ref>SLA churf. u. k.k. österr. Reg. XI 025.</ref> Es bleibt offen, was ihn zu dieser großzügigen Handlung veranlasst hat, zumal Jungwirth aus einem nur aus wenigen Häusern bestehenden Dorf im nördlichen Innviertel stammte.
    
== Radstadt und St. Johann ==  
 
== Radstadt und St. Johann ==