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| | Ein Georg Jocher erhielt 1532 einen Wappenbrief.<ref name = "NDB"/> | | Ein Georg Jocher erhielt 1532 einen Wappenbrief.<ref name = "NDB"/> |
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| − | Dessen Sohn Christoph Jocher († [[1594]]) kam um 1550 in den [[Lungau]], betätigte sich als Gewerke und war von [[1568]] an salzburgischer [[Pfleger]] in [[Mauterndorf]]. Im Jahr [[1590]] wurde er in den Reichsadelsstand erhoben.<ref name = "NDB"/> | + | Dessen Sohn Christoph Jocher († [[1594]]) kam um 1550 in den [[Lungau]], betätigte sich als Gewerke und war von [[1568]] an salzburgischer [[Pfleger]] in [[Mauterndorf]]. Im Jahr [[1590]] wurde er in den [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Reichs]]<nowiki></nowiki>adelsstand erhoben.<ref name = "NDB"/> |
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| | Christoph Jocher war verheiratet mit Lucretia Kellner und hatte die Kinder Karl († 1645) und Wilhelm (* [[1565]] [[Mauterndorf]]; † [[1636]]).<ref name = "NDB"/> | | Christoph Jocher war verheiratet mit Lucretia Kellner und hatte die Kinder Karl († 1645) und Wilhelm (* [[1565]] [[Mauterndorf]]; † [[1636]]).<ref name = "NDB"/> |
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| | ===Karl und Wilhelm Jocher und der Weyerturm=== | | ===Karl und Wilhelm Jocher und der Weyerturm=== |
| − | Im Jahr [[1570]] sollen Karl und Wilhelm Jocher den [[Weyerturm]] in der Ortschaft [[Weyer]] bei [[Bramberg]] besessen haben.<ref>Artikel "[[Weyerturm#Die_Herren_von_Weyer|Weyerturm]]". Diese Nachricht erstaunt insofern, als Wilhelm (* [[1565]]) und wohl auch Karl damals noch im Kindesalter standen und ihr Vater noch lebte, und zwar in größerer Entfernung von Bramberg (zu denken wäre allenfalls, dass sie Weyer als Erbe mütterlicherseits besaßen?). (Anmerkung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]].)</ref> | + | Im Jahr [[1570]] sollen Karl und Wilhelm Jocher den [[Weyerturm]] in der Ortschaft [[Weyer]] bei [[Bramberg]] besessen haben.<ref>Artikel "[[Weyerturm#Die_Herren_von_Weyer|Weyerturm]]". Diese Nachricht erstaunt insofern, als Wilhelm (* [[1565]]) und wohl auch Karl damals noch im Kindesalter standen und ihr Vater noch lebte, und zwar in größerer Entfernung von Bramberg (zu denken wäre allenfalls daran, dass sie Weyer als Erbe mütterlicherseits besessen haben mochten). (Anmerkung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]].)</ref> |
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| | === Karl Jocher=== | | === Karl Jocher=== |
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| | Wilhelm Jocher (* [[15. November]] [[1565]] in [[Mauterndorf]]; † [[3. Mai]] [[1636]] in München)<ref name = "NDB"/> war bayrischer Geheimer Rat, „Kronjurist“ und Diplomat. | | Wilhelm Jocher (* [[15. November]] [[1565]] in [[Mauterndorf]]; † [[3. Mai]] [[1636]] in München)<ref name = "NDB"/> war bayrischer Geheimer Rat, „Kronjurist“ und Diplomat. |
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| − | Wilhelm Jocher studierte in Ingolstadt (Bayern) zur gleichen Zeit wie der spätere bayerische Herzog und [[Kurfürst Maximilian I. von Bayern|Kurfürst Maximilian I.]] <ref name = "eggersberg.eu">[http://www.schloss-eggersberg.eu/index.php/de/geschichte-zu-eggersberg.html schloss-eggersberg.eu: Geschichte.]</ref> die Rechte, erwarb das Doktorat und war von 1592 bis 1604 Assessor des Bayerischen Reichskreises<ref name = "eggersberg.eu"/> am [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Reichs<nowiki></nowiki>kammergericht in Speyer. 1604 trat er in bayerische Dienste als Pfleger von Dachau (bis 1636) und herzoglicher Rat (seit 1611 Geheimer Rat).<ref name = "NDB"/> So entwickelte er vor und während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] als Jurist und Diplomat eine für die Politik seines Fürsten, des [[Bayern|bayrischen]] Herzogs und Kurfürsten Maximilian I., bedeutsame Tätigkeit<ref>Ausführlich Albrecht aaO.</ref> und erwarb sich dessen und des Kaisers Gunst. | + | Wilhelm Jocher studierte in Ingolstadt (Bayern) zur gleichen Zeit wie der spätere bayerische [[Kurfürst Maximilian I. von Bayern|Herzog und Kurfürst Maximilian I.]]<ref name = "eggersberg.eu">[http://www.schloss-eggersberg.eu/index.php/de/geschichte-zu-eggersberg.html schloss-eggersberg.eu: Geschichte.]</ref> die Rechte, erwarb das Doktorat und war von 1592 bis 1604 Assessor des Bayerischen Reichskreises<ref name = "eggersberg.eu"/> am Reichskammergericht in Speyer. 1604 trat er in bayerische Dienste als Pfleger von Dachau (bis 1636) und herzoglicher Rat (seit 1611 Geheimer Rat).<ref name = "NDB"/> So entwickelte er vor und während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] als Jurist und Diplomat eine für die Politik seines Fürsten, des [[Bayern|bayrischen]] Herzogs und Kurfürsten Maximilian I., bedeutsame Tätigkeit<ref>Ausführlich Albrecht aaO.</ref> und erwarb sich dessen und des Kaisers Gunst. |
| | Als wichtigster Ratgeber Maximilians begleitete der humanistisch gebildete, streng religiöse Jocher die bayerische Reichs- und Außenpolitik mit scharfsinnigen, bisweilen spitzfindigen juristischen Stellungnahmen.<ref name = "eggersberg.eu"/> | | Als wichtigster Ratgeber Maximilians begleitete der humanistisch gebildete, streng religiöse Jocher die bayerische Reichs- und Außenpolitik mit scharfsinnigen, bisweilen spitzfindigen juristischen Stellungnahmen.<ref name = "eggersberg.eu"/> |
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| − | Im Laufe der Jahre konte er die bayrischen Hofmarken Dachenstein, Eggersberg und Harlanden erwerben. 1616 erhielt er die Edelmannsfreiheit auf seine einschichtigen Güter in Bayern und den österreichischen Erblanden und eine Reihe kaiserlicher Privilegien.<ref name = "NDB"/>
| + | Für sich selbst konnte er im Laufe der Jahre die bayrischen Hofmarken Dachenstein, Eggersberg und Harlanden erwerben. 1616 erhielt er die Edelmannsfreiheit auf seine einschichtigen Güter in Bayern und den [[österreich]]ischen Erblanden und eine Reihe kaiserlicher Privilegien.<ref name = "NDB"/> |
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| − | Im Jahr 1604 hatte Wilhelm Jocher Anna von Mittersbach († 1630) geheiratet. Die Ehe war kinderlos geblieben. Sein ansehnliches Vermögen vermachte Wilhelm Jocher frommen und milden Stiftungen, insbesondere in Dachau und München, sowie seinen Neffen.<ref name = "NDB"/> | + | Im Jahr 1604 hatte er Anna von Mittersbach († 1630) geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Sein ansehnliches Vermögen vermachte Wilhelm Jocher frommen und milden Stiftungen, insbesondere in Dachau und München, sowie seinen Neffen.<ref name = "NDB"/> |
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| | === Wilhelm Karl Jocher zu Höch und Eggersberg === | | === Wilhelm Karl Jocher zu Höch und Eggersberg === |
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| − | Mit Urkunde vom 15. Februar 1648 nahmen Wilhelbm Carl Jocher zu Hech und Egersperg, Hechenrain, Felden und Schrättenperg, Ursula Jocherin (Frau des Conrad [[Graf von Schernberg]], Pfleger zu [[Goldegg]]) und Eva Jocherin (Frau des Hannß Jacob [[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)|Auer von Wünckhl]], Pfleger zu [[Tetlham|Tetlhaimb]]), beide Töchter des verstorbenen Carl Jocher zu Hech, vom Salzburger [[Domkapitel]] bestimmte Güter im Amt [[Kendlbruck|Khettlprugg]] zu Lehen.<ref>[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-SLA/Erzstift/SLA_OU_1648_II_15/charter SLA, OU 1648 II 15.]</ref> Wilhelm Carl Jocher wird nicht selbst als Sohn des verstorbenen Carl Jocher bezeichnet, wohl aber tritt er gemeinsam mit dessen Töchtern auf; auch ist nicht erfindlich, wessen Sohn er sonst sein könnte, sodass wir in ihm wohl tatsächlich einen Sohn Carl Jochers erblicken dürfen<ref name = "K.I.">Anmerkung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]].</ref>. | + | Mit Urkunde vom 15. Februar 1648 nahmen Wilhelbm Carl Jocher zu Hech und Egersperg, Hechenrain, Felden und Schrättenperg, Ursula Jocherin (Frau des Conrad [[Graf von Schernberg]], Pfleger zu [[Goldegg]]) und Eva Jocherin (Frau des Hannß Jacob [[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)|Auer von Wünckhl]], Pfleger zu [[Tetlham|Tetlhaimb]]), beide Töchter des verstorbenen Carl Jocher zu Hech, vom Salzburger [[Domkapitel]] bestimmte Güter im Amt [[Kendlbruck|Khettlprugg]] zu Lehen.<ref>[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-SLA/Erzstift/SLA_OU_1648_II_15/charter SLA, OU 1648 II 15.]</ref> Wilhelm Carl Jocher wird dabei nicht selbst als Sohn des verstorbenen Carl Jocher bezeichnet, wohl aber tritt er gemeinsam mit dessen Töchtern auf; auch ist nicht erfindlich, wessen Sohn er sonst sein könnte, sodass wir in ihm wohl tatsächlich einen Sohn Carl Jochers erblicken dürfen<ref name = "K.I.">Anmerkung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]].</ref>. |
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| − | Wilhelm Karl Jocher von Eggersberg, Höch und Hohenrain († 16. Mai 1653<ref>Tafel in St. Gertrauden bei Mauterndorf.</ref>) heiratete am 14. Jänner 1646 in Mauterndorf Maria Anna [[Ritz|Ritz zu Grub]] († 27. August 1684)<ref>[[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien|Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte]]. 14. [[Ritz|Ritz (Salzburger Linie)]]'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19300003&zoom=2&seite=00000060 70, 1930, S. 60-64][http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19300003&zoom=2&seite=00000064 (S. 64).]</ref> | + | Wilhelm Karl Jocher von Eggersberg, Höch und Hohenrain († 16. Mai 1653<ref>Tafel in St. Gertrauden bei Mauterndorf.</ref>) heiratete am 14. Jänner 1646 in Mauterndorf Maria Anna [[Ritz|Ritz zu Grub]] († 27. August 1684).<ref>[[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien|Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte]]. 14. [[Ritz|Ritz (Salzburger Linie)]]'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19300003&zoom=2&seite=00000060 70, 1930, S. 60-64][http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19300003&zoom=2&seite=00000064 (S. 64).]</ref> |
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| | === Adam Jocher zu Höch und Eggersberg === | | === Adam Jocher zu Höch und Eggersberg === |
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| | Maria Johanna Jocher von Eggersberg und Höch, einzige Tochter Adam Jochers und Erbin von Höch, heiratete 1657/1658 Johann Rudolf Freiherrn von [[Plaz]] zum Thurn<ref name = "höch"/>. Sie starb am [[8. Jänner]] '''1711'''.<ref>Franz Martin, ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 84. Plaz'', in: MGSLK 82/83, 1942/43, S. 49-55 (51).</ref> | | Maria Johanna Jocher von Eggersberg und Höch, einzige Tochter Adam Jochers und Erbin von Höch, heiratete 1657/1658 Johann Rudolf Freiherrn von [[Plaz]] zum Thurn<ref name = "höch"/>. Sie starb am [[8. Jänner]] '''1711'''.<ref>Franz Martin, ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 84. Plaz'', in: MGSLK 82/83, 1942/43, S. 49-55 (51).</ref> |
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| − | In der Familie Plaz blieb Schloss Höch bis in das letzte Viertel des [[20. Jahrhundert]]s.<ref name = "höch"/>. | + | In der Familie Plaz blieb Schloss Höch bis in das letzte Viertel des [[20. Jahrhundert]]s.<ref name = "höch"/> |
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| | ===Töchter Karls=== | | ===Töchter Karls=== |
| | Karls Tochter Ursula war, wie oben angeführt, Frau des Conrad Graf von Schernberg, Pflegers zu Goldegg. | | Karls Tochter Ursula war, wie oben angeführt, Frau des Conrad Graf von Schernberg, Pflegers zu Goldegg. |
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| − | Eva Jocher Freiin zu Höch und Eggersberg, Tochter des Karl Jocher Freiherrn von Höch, Eggersberg und Hohenrain und der Johanna Müller von Zweiraden, heiratete im Jahr 1637 Hanns Jakob Franz [[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)|Auer von Winkel zu Gessenberg]], hochfürstlich salzburgischer Rat und Pfleger zu [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und [[Tetlham|Tettelheim]]<ref>Artikel "[[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)]]"; Franz Martin: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 17. Auer zu Winkel, Salzburger Linie, später Freiherrn von Gold zu Lampoting'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19310003&zoom=2&seite=00000101 MGSLK 71, 1931, S. 101-105][http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19310003&zoom=2&seite=00000103 (S. 103).]</ref>. | + | Eva Jocher Freiin zu Höch und Eggersberg, Tochter des Karl Jocher Freiherrn von Höch, Eggersberg und Hohenrain und der Johanna Müller von Zweiraden, heiratete im Jahr 1637 Hanns Jakob Franz [[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)|Auer von Winkel zu Gessenberg]], hochfürstlich salzburgischer Rat und Pfleger zu [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und [[Tetlham|Tettelheim]].<ref>Artikel "[[Auer von Winkel (Adelsgeschlecht)]]"; Franz Martin: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 17. Auer zu Winkel, Salzburger Linie, später Freiherrn von Gold zu Lampoting'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19310003&zoom=2&seite=00000101 MGSLK 71, 1931, S. 101-105][http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19310003&zoom=2&seite=00000103 (S. 103).]</ref> |
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