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"''Am bekanntesten ist heutzutage ihr Bildnis von Wolfgang Amadé Mozart, das sie 1819, 28 Jahre nach Mozarts Tod, im Auftrag Joseph Sonnleithners nach den Angaben von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] Schwester [[Nannerl]] anfertigte. Es ist heute eines der am häufigsten reproduzierten Bildnisse Mozarts''." Dieses Bild ziert heute die Salzburger [[Mozartkugel]].
 
"''Am bekanntesten ist heutzutage ihr Bildnis von Wolfgang Amadé Mozart, das sie 1819, 28 Jahre nach Mozarts Tod, im Auftrag Joseph Sonnleithners nach den Angaben von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] Schwester [[Nannerl]] anfertigte. Es ist heute eines der am häufigsten reproduzierten Bildnisse Mozarts''." Dieses Bild ziert heute die Salzburger [[Mozartkugel]].
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Erstaunlich wenig kennt man von Barbara Krafft, da weder Briefwechsel noch Tagebücher noch andere persönliche Zeugnisse erhalten sind. Einzig einen Taufnachweise gibt es.
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Erstaunlich wenig kennt man von Barbara Krafft, da weder Briefwechsel noch Tagebücher noch andere persönliche Zeugnisse erhalten sind. Einzig einen Taufnachweis gibt es.
    
== Werke ==
 
== Werke ==
Barbara Krafft lebte in der Zeit des Klassiszismus. Die Künstlerin galt damals als eine der bekanntesten Porträtmalerinnen ihrer Zeit. "''Allein in den letzten vier Jahren in Bamberg schuf sie 145 Bildnisse''". Weiters fertigte Barbara Krafft auch Altarbilder und Genre-Darstellungen an.
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Barbara Krafft lebte in der Zeit des Klassizismus. Die Künstlerin galt damals als eine der bekanntesten Porträtmalerinnen ihrer Zeit. "''Allein in den letzten vier Jahren in Bamberg schuf sie 145 Bildnisse''". Weiters fertigte Barbara Krafft auch Altarbilder und Genre-Darstellungen an.
    
== Sonderausstellung im Salzburg Museum ==
 
== Sonderausstellung im Salzburg Museum ==
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Barbara Krafft ist als Schöpferin des posthum geschaffenen, bekanntesten Mozartporträts jedem präsent, aber vermutlich kaum jemandem namentlich ein Begriff. Die Ausstellung ist die erste umfassende Präsentation ihres sehr umfangreichen Werkes und versteht sich als monographische Schau, die sich an den Lebensstationen der Malerin orientiert. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Kraffts Mozartporträt.
 
Barbara Krafft ist als Schöpferin des posthum geschaffenen, bekanntesten Mozartporträts jedem präsent, aber vermutlich kaum jemandem namentlich ein Begriff. Die Ausstellung ist die erste umfassende Präsentation ihres sehr umfangreichen Werkes und versteht sich als monographische Schau, die sich an den Lebensstationen der Malerin orientiert. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Kraffts Mozartporträt.
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Der Malerin und vor allem ihrer "männlich-dreisten Manier" wurde zu Lebzeiten sehr viel Anerkennung entgegengebracht. Mithilfe von Zeitungsinseraten für eine Verkaufs-ausstellung können die wirtschaftlichen Überlebensstrategien einer Künstlerin an der Wende vom [[18. Jahrhundert|18.]] zum [[19. Jahrhundert]] veranschaulicht werden, der die Aufnahme an die Akademie noch verwehrt war.
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Der Malerin und vor allem ihrer "männlich-dreisten Manier" wurde zu Lebzeiten sehr viel Anerkennung entgegengebracht. Mithilfe von Zeitungsinseraten für eine Verkaufsausstellung können die wirtschaftlichen Überlebensstrategien einer Künstlerin an der Wende vom [[18. Jahrhundert|18.]] zum [[19. Jahrhundert]] veranschaulicht werden, der die Aufnahme an die Akademie noch verwehrt war.
    
Das Salzburg Museum besitzt eine herausragende und umfangreiche Sammlung von Werken der Künstlerin Barbara Krafft. So war es auch ein langgehegter Wunsch des Museums, der Malerin eine eigene Ausstellung zu widmen. Die Präsentation liefert einerseits Einblicke in das Leben und Werk der Künstlerin. Andererseits würdigt die Ausstellung das besondere Vermögen von Barbara Krafft, im 18. Jahrhundert als Frau eine erfolgreiche künstlerische Karriere zu verfolgen. Gemäß dem Jahresmotto des Salzburg Museum "Edle Gäste" treffen sich hier nun Arbeiten aus allen Lebensstationen der Malerin: Wien – Salzburg – Prag – Salzburg – Bamberg.
 
Das Salzburg Museum besitzt eine herausragende und umfangreiche Sammlung von Werken der Künstlerin Barbara Krafft. So war es auch ein langgehegter Wunsch des Museums, der Malerin eine eigene Ausstellung zu widmen. Die Präsentation liefert einerseits Einblicke in das Leben und Werk der Künstlerin. Andererseits würdigt die Ausstellung das besondere Vermögen von Barbara Krafft, im 18. Jahrhundert als Frau eine erfolgreiche künstlerische Karriere zu verfolgen. Gemäß dem Jahresmotto des Salzburg Museum "Edle Gäste" treffen sich hier nun Arbeiten aus allen Lebensstationen der Malerin: Wien – Salzburg – Prag – Salzburg – Bamberg.
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In diesen ehemaligen Residenzstädten fand die Künstlerin ein reiches Aufgabengebiet: vom hohen Adel über Klerus und Gelehrte bis hin zu Bürgern. Leider haben sich kaum Beispiele ihrer sogenannten Holländer Stücke (Studien des bäuerlichen Milieus) und keine Darstellungen aus der griechischen Mythologie erhalten. Ihr OEuvre reicht vom Miniatur- bis zum Altarbild.
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In diesen ehemaligen Residenzstädten fand die Künstlerin ein reiches Aufgabengebiet: vom hohen Adel über Klerus und Gelehrte bis hin zu Bürgern. Leider haben sich kaum Beispiele ihrer sogenannten Holländer Stücke (Studien des bäuerlichen Milieus) und keine Darstellungen aus der griechischen Mythologie erhalten. Ihr Œuvre reicht vom Miniatur- bis zum Altarbild.
    
Der Untertitel ist dem wohl bedeutendsten Gast dieser Ausstellung gewidmet: Wolfgang Amadeus Mozart wurde posthum von Barbara Krafft gemalt. Dieses Bildnis gilt, nach dem Zeugnis von Nannerl Mozart, als das trefflichste aller Mozart-Bildnisse.
 
Der Untertitel ist dem wohl bedeutendsten Gast dieser Ausstellung gewidmet: Wolfgang Amadeus Mozart wurde posthum von Barbara Krafft gemalt. Dieses Bildnis gilt, nach dem Zeugnis von Nannerl Mozart, als das trefflichste aller Mozart-Bildnisse.
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In der fürsterzbischöflichen Stadt Salzburg mit ihren ca. 16 000 EinwohnerInnen herrschte bereits der Geist der Aufklärung. Dennoch spricht Kraffts erster Auftrag noch eine barocke Bildersprache (Porträt Graf [[Kuenburg]]), wie sie es von ihrem Vater gelernt hatte. In ihren Bürgerporträts hingegen bezeugen einzig die reichen Stoffe und der prachtvolle Schmuck die gesellschaftliche Bedeutung der Dargestellten. Nahezu alle posieren vor einem neutralen Hintergrund.
 
In der fürsterzbischöflichen Stadt Salzburg mit ihren ca. 16 000 EinwohnerInnen herrschte bereits der Geist der Aufklärung. Dennoch spricht Kraffts erster Auftrag noch eine barocke Bildersprache (Porträt Graf [[Kuenburg]]), wie sie es von ihrem Vater gelernt hatte. In ihren Bürgerporträts hingegen bezeugen einzig die reichen Stoffe und der prachtvolle Schmuck die gesellschaftliche Bedeutung der Dargestellten. Nahezu alle posieren vor einem neutralen Hintergrund.
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Trotz der kurzen Dauer ihres ersten Aufenthalts in Salzburg sind relativ viele Arbeiten nachweisbar.
 
Trotz der kurzen Dauer ihres ersten Aufenthalts in Salzburg sind relativ viele Arbeiten nachweisbar.
    
=== Die Jahre in Prag 1797–1804 ===
 
=== Die Jahre in Prag 1797–1804 ===
Wieder kann man über den Grund der Übersiedlung nur Vermutungen anstellen. 1784 waren die vier Städte Altstadt, Neue Stadt, Kleinstadt und Hradschin zu einer Stadt (Alt-Prag) vereint worden. Damit war die kulturell rege Stadt kleiner als das kaiserliche Wien und größer als das fürsterzbischöfliche Salzburg.
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Wieder kann man über den Grund der Übersiedlung nur Vermutungen anstellen. 1784 waren die vier Städte Altstadt, Neue Stadt, Kleinseite und Hradschin zu einer Stadt (Alt-Prag) vereint worden. Damit war die kulturell rege Stadt kleiner als das kaiserliche Wien und größer als das fürsterzbischöfliche Salzburg.
    
Die Privatgesellschaft patriotischer Kunstfreunde hatte 1796 die Gründung einer Kunstakademie, der eine Gemäldegalerie und eine Zeichenschule angeschlossen wurden, initiiert. Die dort als Historien- und Porträtmalerin gemeldete Künstlerin hatte kaum Konkurrenz zu fürchten – vielleicht hatte auch die von Krafft porträtierte Familie Kuenburg mit ihren Beziehungen nach Böhmen eine Vermittlerrolle übernommen.
 
Die Privatgesellschaft patriotischer Kunstfreunde hatte 1796 die Gründung einer Kunstakademie, der eine Gemäldegalerie und eine Zeichenschule angeschlossen wurden, initiiert. Die dort als Historien- und Porträtmalerin gemeldete Künstlerin hatte kaum Konkurrenz zu fürchten – vielleicht hatte auch die von Krafft porträtierte Familie Kuenburg mit ihren Beziehungen nach Böhmen eine Vermittlerrolle übernommen.
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Bei Barbara Kraffts Rückkehr nach Salzburg wurden ihre Prager Jahre als artistische Reise (Studienreise) bezeichnet. Sie fand ein anderes Salzburg vor und erlebte wesentliche Neuordnungen: Das geistliche [[Fürsterzbistum]] war ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] geworden. [[1806]] kam Salzburg unter österreichische, [[1809]] unter [[Salzburg unter Napoleon|französische]], [[1810]] unter [[Königreich Bayern|bayerische]] und ab 1816 endgültig unter österreichische Verwaltung. [[1818]] muss die Malerin Augenzeugin des [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|großen Stadtbrands]] auf der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Salzachseite]] geworden sein.
 
Bei Barbara Kraffts Rückkehr nach Salzburg wurden ihre Prager Jahre als artistische Reise (Studienreise) bezeichnet. Sie fand ein anderes Salzburg vor und erlebte wesentliche Neuordnungen: Das geistliche [[Fürsterzbistum]] war ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] geworden. [[1806]] kam Salzburg unter österreichische, [[1809]] unter [[Salzburg unter Napoleon|französische]], [[1810]] unter [[Königreich Bayern|bayerische]] und ab 1816 endgültig unter österreichische Verwaltung. [[1818]] muss die Malerin Augenzeugin des [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|großen Stadtbrands]] auf der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Salzachseite]] geworden sein.
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Im zunächst darniederliegenden Kunst- und Kulturleben dürfte das Bürgerporträt vielleicht die einzige Möglichkeit gewesen sein, um als Künstlerin leben zu können. Kraffts Auftraggebern während ihres ersten Salzburger Aufenthalts hatten nun wichtige Positionen übernommen, was sich sicher günstig auf ihre Auftragslage auswirkte.
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Im zunächst darniederliegenden Kunst- und Kulturleben dürfte das Bürgerporträt vielleicht die einzige Möglichkeit gewesen sein, um als Künstlerin leben zu können. Kraffts Auftraggeber während ihres ersten Salzburger Aufenthalts hatten nun wichtige Positionen übernommen, was sich sicher günstig auf ihre Auftragslage auswirkte.
    
=== Die Jahre in Bamberg 1821–1825 ===
 
=== Die Jahre in Bamberg 1821–1825 ===

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