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Das '''Städtische Leihhaus''' (auch '''Hochfürstliches Versatzhaus''') war ein Gebäude, das sich bis 1907 auf dem Salzburger [[Makartplatz]] befand.
== Baugeschichte==
Erzbischof [[Jakob Ernst Graf Liechtenstein]] gründete in seinem Todesjahr [[1747]] die Stiftung "mons pietatis" (wörtlich: "ein Berg Geld"). Deren Zweck war es, Bedürftigen gegen geringe Zinsen Geldmittel zur Verfügung stellen zu können, ohne dass diese auf Wucherer angewiesen waren. Jakob Ernsts Nachfolger [[Andreas Jakob Dietrichstein]] ließ für die Stiftung ein Gebäude errichten. Es befand sich unmittelbar vor der [[Dreifaltigkeitskirche]] auf dem Makartplatz (früher Hannibalplatz), an der Stelle der heute bestehenden Grünfläche.
Anfang des 20. Jahrhunderts stand das Leihhaus dem zunehmenden Verkehr im Weg. Für die [[Straßenbahn]] vom [[Mirabellplatz]] Richtung [[Schwarzstraße]] war die Kurve zu eng. [[1907]] wurde das Gebäude abgerissen und damit auch der Blick auf die [[Dreifaltigkeitskirche]] möglich. Das Leihamt übersiedelte in die Linzer Straße 72 a und blieb dort bis [[1938]].
==Das Portal==
Vom Gebäude übrig geblieben ist das prächtige Rokoko-Portal mit dem Wappen Erzbischof Liechtensteins und der Inschrift "''Mons pietatis, quem Jac. Ern. Archiep. et Princ. Salisb. ex comit. de Liechtenstein etc. fundavit Ao. MDCCXLVII."''. Es wurde zuerst im Gebäude Rudolfskai 42 (Gewerbeschule, heute Universität, Institutsgebäude für Gesellschaftswissenschaften) eingemauert. Seit [[1952]] ist es Hauptportal des [[Salzburger Sparkasse|Sparkassen]]-Hauptgebäudes am [[Alten Markt]] Nr. 3.
==Quellen==
* Dorn, Herbert: ''Spurensuche in Salzburg. Verschwundene Bauwerke und vergessene Kunstschätze aus acht Jahrhunderten.'' SMCA 1997.
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Nicht mehr existierende Gebäude]]