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Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg ab [[1803]] zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit [[Passau]], [[Eichstätt]] und [[Berchtesgaden]] ein [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] unter Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], dem Bruder von [[Kaiser Franz II./I.]], der damit für den Verlust der Toskana entschädigt wurde.  
 
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg ab [[1803]] zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit [[Passau]], [[Eichstätt]] und [[Berchtesgaden]] ein [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] unter Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], dem Bruder von [[Kaiser Franz II./I.]], der damit für den Verlust der Toskana entschädigt wurde.  
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Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer [[Medizinische Fakultät in Salzburg|medizinischen Fakultät]] an der [[Benediktineruniversität Salzburg|Benediktineruniversität]] führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an das [[Kaisertum Österreich]]. Nur die exponierte Lage an der Grenze zum [[Königreich Bayern]], einem Verbündeten [[Napoléon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes.
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Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer [[Medizinische Fakultät in Salzburg|medizinischen Fakultät]] an der [[Benediktineruniversität Salzburg|Benediktineruniversität]] führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an das [[Kaisertum Österreich]]. Nur die exponierte Lage an der Grenze zum [[Königreich Bayern]], einem Verbündeten [[Napoleon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes.
    
==Wie es zu den Koalitionskriegen kam==
 
==Wie es zu den Koalitionskriegen kam==
Am [[9. August]] [[1805]] wurde die Koalition ([[England]], Österreich, [[Ungarn]], [[Portugal]], [[Russland]], [[Schweden]], Königreich Neapel und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoléon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten Bayern der Krieg erklärt.  
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Am [[9. August]] [[1805]] wurde die Koalition ([[England]], Österreich, [[Ungarn]], [[Portugal]], [[Russland]], [[Schweden]], Königreich Neapel und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten Bayern der Krieg erklärt.  
    
Erzherzog [[Johann von Österreich]] schloss die [[Tirol]]er Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10 000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis [[Lofer]] zu verteidigen und ihre Gesamtstärke betrug ca. 34 000 Mann.
 
Erzherzog [[Johann von Österreich]] schloss die [[Tirol]]er Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10 000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis [[Lofer]] zu verteidigen und ihre Gesamtstärke betrug ca. 34 000 Mann.
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Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt.
 
Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt.
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Am [[14. Oktober]] 1805 verloren die Österreicher Schlachten in Süddeutschland und Oberitalien. Schließlich ging auch die Schlacht bei Ulm zugunsten Napoléon aus und die Franzosen rückten nun mit den verbündeten bayrische Einheiten Richtung [[Tirol]] vor, da dies von großer strategischer Bedeutung war, weil es mit dem Übergang über den Brenner die Landverbindung nach Italien war.
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Am [[14. Oktober]] 1805 verloren die Österreicher Schlachten in Süddeutschland und Oberitalien. Schließlich ging auch die Schlacht bei Ulm zugunsten Napoleon aus und die Franzosen rückten nun mit den verbündeten bayrische Einheiten Richtung [[Tirol]] vor, da dies von großer strategischer Bedeutung war, weil es mit dem Übergang über den Brenner die Landverbindung nach Italien war.
    
==Die Kämpfe um Salzburg==
 
==Die Kämpfe um Salzburg==