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[[Hofrätin]] Dr. phil. '''Elisabeth Gollhammer''' (* [[29. Jänner]] [[1932]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[27. Dezember]] [[2022]])<ref>[[Friedhöfe der Stadt Salzburg#Weblinks|Städtische Friedhöfe, Gräbersuche]]</ref> war Leiterin des Referats für Familien- und Erziehungsberatung des [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 3 - Soziales|Amtes der Salzburger Landesregierung]] und Vorsitzende des [[Katholischer Familienverband|Katholischen Familienverbandes Salzburg und Tiroler Unterland]].
== Leben ==
Elisabeth Gollhammer wuchs im [[Salzburger Stadtteil]] [[Nonntal]] auf, wo sie den Kindergarten und die [[Volksschule Nonntal|Volksschule]] besuchte. Während der Gymnasialzeit war sie als Jungscharleiterin tätig und übernahm in der Folge verschiedene kleine Aufgaben in der [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal]].
1955 schloss sie ihr Psychologiestudium mit dem Doktorat ab und trat in den Salzburger Landesdienst. Eine ihrer Aufgaben war es, die Erziehungsberatung im ganzen Bundesland aufzubauen. Ihr großes Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit wurden mit der Ernennung zur Referatsleiterin ([[1975]]) und zum ersten weiblichen Hofrat des Landes Salzburg ([[1976]]) gewürdigt. In der Familien- und Erziehungsberatung unterstützte sie hilfesuchende Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebensaufgaben. Ein besonderes Anliegen war ihr die Hilfestellung für Schwangere in Notsituationen. Sowohl durch persönliche Beratungsgespräche als auch durch materielle Hilfen konnte sie vielen Frauen helfen.
Ihr ''Referat für Familien- und Erziehungsberatung'' wurde 1989 zum ''Referat für Familienpolitik und Frauenangelegenheiten'' erweitert. Auf ihre Initiative hin wurde im Familienreferat des Landes ein Hilfsfonds eingerichtet und das Projekt „Wohnraum für Schwangere in Not“ in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen umgesetzt. Überhaupt setzte sich Gollhammer in ihrem Berufsleben intensiv für die Familien ein.
Als Referatsleiterin für Familienpolitik und Frauenangelegenheiten war Gollhammers politische Vorgesetzte [[Landesrätin]] [[Gerheid Widrich]]. Dabei trafen zwei Persönlichkeiten aufeinander, die miteinander arbeiten sollten, was jedoch nicht reibungslos funktionierte. Gollhammer tat manchmal nicht das, was sich die Politikerin vorgestellt hatte, und das konnte manche laut geführte Gespräche nach sich ziehen.<ref>[[Rosmarie Drexler|Drexler: Rosmarie]]: Fünf Jahre bei Landesrätin Gerheid Widrich. In: [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]] (Hg.), [https://files.orf.at/vietnam2/files/sbg/201933/gerheid_widrich_buch_695157.pdf Die moderate Reformerin Gerheid Widrich. Landesrätin in Salzburg 1989-1994] (Veröffentlichungen der Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft, Band 17) Salzburg (Eigenverlag der Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft ) 2014. S. 140.</ref>
Im Jahr [[1992]] trat sie in den Ruhestand.<ref> 16. September 1992, [https://www.sn.at/archivsn?img=oT5DWyfht6Wj9CAbsGpurKAf6acmvYg4az4LsfU%2FWf3YjteNeapimTqqaD%2FEnYf%2BX6IBnLcXzigui533cIrLRaTPWoYr6XQWCAfApoTpBMSBMqpKwuSOiJNsOA4OAq%2FX&id1=19920916_17&q=ernennungen%2520zuzan#slide17 S. 17 (SN‑Archivseite)]: ''Ernennungen</ref>
[[1960]] hatte Gollhammer einen Nonntaler Adventmarkt zu Gunsten von Sozialprojekten in San Ignacio, [[Bolivien]], ins Leben gerufen. Dieser Adventmarkt fand danach alljährlich statt. Dieses Projekt, für das Gollhammer viel Unterstützung erhielt, brachte jährlich rund 20.000 Euro an Hilfsgeldern ein. Damit konnte die Sozialstruktur in der Gegend um San Ignacio sehr positiv verändert werden. Es gelang etwa, die Wasserversorgung zu verbessern, mehrere Schulen zu bauen und einen Unterricht für Mädchen einzuführen. Darüberhinaus wurde ein großes Behindertenzentrum für 70 Kinder finanziert und errichtet.
Zehn Jahre lang gehörte Elisabeth Gollhammer dem Vorstand des Katholischen Familienverbandes Salzburg an und war von [[1997]] bis [[1999]] dessen Vorsitzende.
[[2015]] ehrte [[Erzbischof]] Dr. [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] Elisabeth Gollhammer durch Verleihung des [[Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil|Rupert-und-Virgil-Orden]]s in Gold für ihr Lebenswerk.
== Quelle ==
*Katholischer Familienverband Salzburg: [https://web.archive.org/web/20251110204355/https://www.familie.at/site/salzburg/home/article/6835.html Trauer um Elisabeth Gollhammer]
== Einzelnachweise ==
<references/>
{{Zeitfolge
|AMT= Vorsitzende des [[Katholischer Familienverband|Katholischen Familien­verbandes Salzburg]]
|ZEIT=1997–1999
|VORGÄNGER=Anton Weidinger
|NACHFOLGER=Josef Oberauer
}}
{{Zeitfolge
|AMT= Leiterin des Familienreferats des Amtes der Landesregierung
|ZEIT=1975–1992
|VORGÄNGER=–
|NACHFOLGERIN=[[Marie Louise Zuzan]]
}}
{{SORTIERUNG:Gollhammer, Elisabeth}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Beamter]]
[[Kategorie:Geboren 1940]]
[[Kategorie:Gestorben 2025]]