Kobler-Spängler-Briefe von 1850 bis 1859: Unterschied zwischen den Versionen

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==== Brief vom 3. Juni 1851 aus Wien: ====
==== Brief vom 3. Juni 1851 von Richard Schlegel an Fanny Kobler ====
 
''Liebe Schwiegermutter! Daß Du so lange ohne Nachricht bist, ist durchaus nicht meine Schuld […] Da müßt Du meinen letzten Brief nicht erhalten haben. Es hat sich gar Nichts zugetragen, ich bin Gott Lob gesund, und so wie früher vor meinem ersten Rigorosum sehr fleißig, um nun ja ganz gewiß mein 2tes Rigorosum noch bis July machen zu können […]''.  
''Liebe Schwiegermutter! Daß Du so lange ohne Nachricht bist, ist durchaus nicht meine Schuld […] Da müßt Du meinen letzten Brief nicht erhalten haben. Es hat sich gar Nichts zugetragen, ich bin Gott Lob gesund, und so wie früher vor meinem ersten Rigorosum sehr fleißig, um nun ja ganz gewiß mein 2tes Rigorosum noch bis July machen zu können […]''.  


Er arbeitet täglich im Spital, studiert zu Hause, geht um 9 Uhr zum Nachtmahl, um 10:30 ins Bett. … das Kind braucht vielleicht neue Kleidung; er war am Sonntag in der Kirche "und Gott gebeten, daß er Euch gesund erhalten möge." … er braucht Geld für das [zweite] Rigorosum und für die Promotion 160 fr [Gulden], auch einen neuen Anzug, aber der ist in Salzburg "wohlfeiler. […] Küsse mein liebes Kind herzlich, und sage ihr, wie ich mich auf sie freue. Lebet wohl und bleibt gesund, die Betty grüße ich herzlich, und freue mich sehr daß sie bey Dir ist. Einen Gruß an die Theres und alle Bekannten von Deinem dankbaren Sohn Richard"
Er arbeitet täglich im Spital, studiert zu Hause, geht um 9 Uhr zum Nachtmahl, um 10:30 ins Bett. … das Kind braucht vielleicht neue Kleidung; er war am Sonntag in der Kirche "und Gott gebeten, daß er Euch gesund erhalten möge." … er braucht Geld für das [zweite] Rigorosum und für die Promotion 160 fr [Gulden], auch einen neuen Anzug, aber der ist in Salzburg "wohlfeiler. […] Küsse mein liebes Kind herzlich, und sage ihr, wie ich mich auf sie freue. Lebet wohl und bleibt gesund, die Betty grüße ich herzlich, und freue mich sehr daß sie bey Dir ist. Einen Gruß an die Theres und alle Bekannten von Deinem dankbaren Sohn Richard"
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==== Brief vom 9. Juni 1851 aus Wien: ====
==== Brief vom 9. Juni 1851 aus Wien: ====
''Liebe Schwiegermutter! Ich danke für das Busserl vom Dirndl [die Tochter Fanni]! Daß Du meinen Brief auch nachträglich nicht erhalten hast, liegt einzig und allein an der Post" … Wieder geht es um Geld, um die Frage, ob die Schwiegermutter sein Silber und Gold in Geld wechseln soll; er bittet, dass sie ihm "200 fr CMz" [Gulden] schickt, "damit ich das nöthige Rigorosumgeld bey der Hand habe. […] Gruß an die Theres u. Bekannte. Lebe wohl Dein Sohn Richard''
''Liebe Schwiegermutter! Ich danke für das Busserl vom Dirndl [die Tochter Fanni]! Daß Du meinen Brief auch nachträglich nicht erhalten hast, liegt einzig und allein an der Post" … Wieder geht es um Geld, um die Frage, ob die Schwiegermutter sein Silber und Gold in Geld wechseln soll; er bittet, dass sie ihm "200 fr CMz" [Gulden] schickt, "damit ich das nöthige Rigorosumgeld bey der Hand habe. […] Gruß an die Theres u. Bekannte. Lebe wohl Dein Sohn Richard''