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| | Die zur Papiergewinnung notwendige Zellulose gewann das Unternehmen aus Holz, das auf der [[Salzach]] bis in den [[Griesrechen]] bei der [[Halleiner Altstadt]] getrifftet wurde. | | Die zur Papiergewinnung notwendige Zellulose gewann das Unternehmen aus Holz, das auf der [[Salzach]] bis in den [[Griesrechen]] bei der [[Halleiner Altstadt]] getrifftet wurde. |
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| − | =====Borregaard=====
| + | ===Borregaard=== |
| | [[Bild:Halleiner Papierfabrik Borregaard.jpg|thumb|Die Borregaard Ära]] | | [[Bild:Halleiner Papierfabrik Borregaard.jpg|thumb|Die Borregaard Ära]] |
| | Die Firma wurde vom englischen Unternehmen "The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd." gegründet. Von [[1918]] bis [[1979]] war die norwegische Holding "Borregaard" Gesellschafter. Noch heute ist der Name des Eigentümers für manche Halleiner ein Synonym für die Papierfabrik. | | Die Firma wurde vom englischen Unternehmen "The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd." gegründet. Von [[1918]] bis [[1979]] war die norwegische Holding "Borregaard" Gesellschafter. Noch heute ist der Name des Eigentümers für manche Halleiner ein Synonym für die Papierfabrik. |
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| − | Am [[5. September]] [[1977]] bricht ein nächtliches Feuer im Werk aus. Drei Hallen der Papierfabrik, 5 000 Tonnen Papier und modernste Maschinen werden vernichtet. Der damalige Generaldirektor [[Herbert Vogel]] spricht "von der größten Katastrophe, die das Unternehmen jemals getroffen hat". | + | Am [[5. September]] [[1977]] brach ein nächtliches Feuer im Werk aus. Drei Hallen der Papierfabrik, 5 000 Tonnen Papier und modernste Maschinen wurden vernichtet. Der damalige Generaldirektor [[Herbert Vogel]] sprach "von der größten Katastrophe, die das Unternehmen jemals getroffen hat". |
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| − | =====Die PWA Jahre=====
| + | ===Die PWA-Jahre=== |
| − | Nach einer mehrheitlichen Übernahme durch die die deutschen '' Papierwerke Waldhof Aschaffenburg (PWA)'' kam es [[1981]] zur Umbenennung in ''Hallein Papier AG''. [[1982]] rüttelt der Fall der Papierpreise an der Existenz des Unternehmens. Die Konzernspitze reagiert und verordnet der "Tochter" in Hallein ein Sanierungskonzept. In die [[1980er]] Jahre fällt auch das erbitterte Ringen um die Umweltauflagen: Die PWA-Belegschaft bläst zum "Marsch auf Salzburg" – 2 000 Menschen demonstrieren im [[Schloss Mirabell]] für die Fabrik. Protestaktionen von Greenpeace in Hallein sorgen wiederum für zusätzliche Emotionen. Die positiven Folgen: [[1991]] rollt der letzte Chlorwaggon ins Werk. Die PWA ist die erste Papierfabrik, die ihre Produktpalette chlorfrei anbietet. In Summe investiert die PWA 2 Mrd. Schilling in den Umweltschutz. 1993 schlittert die Hallein Papier AG in die Insolvenz. Passiva: rund 210 Mill. Euro. Die Firma schafft einen 40-prozentigen Ausgleich. Der Personalstand sinkt von 1100 auf 900. | + | Nach einer mehrheitlichen Übernahme durch die die deutschen '' Papierwerke Waldhof Aschaffenburg (PWA)'' kam es [[1981]] zur Umbenennung in ''Hallein Papier AG''. [[1982]] rüttelt der Fall der Papierpreise an der Existenz des Unternehmens. Die Konzernspitze reagiert und verordnet der "Tochter" in Hallein ein Sanierungskonzept. In die [[1980er]] Jahre fällt auch das erbitterte Ringen um die Umweltauflagen: Die PWA-Belegschaft bläst zum "Marsch auf Salzburg" – 2 000 Menschen demonstrieren im [[Schloss Mirabell]] für die Fabrik. Protestaktionen von Greenpeace in Hallein sorgen wiederum für zusätzliche Emotionen. Die positiven Folgen: [[1991]] rollt der letzte Chlorwaggon ins Werk. Die PWA ist die erste Papierfabrik, die ihre Produktpalette chlorfrei anbietet. In Summe investiert die PWA zwei Milliarden Schilling in den Umweltschutz. 1993 schlittert die Hallein Papier AG in die Insolvenz. Passiva: rund 210 Mill. Euro. Die Firma schafft einen 40-prozentigen Ausgleich. Der Personalstand sinkt von 1 100 auf 900. |
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| − | =====Die Schweden kommen=====
| + | ===Die Schweden kommen=== |
| | [[1995]] folgte die Übernahme durch den schwedischen ''SCA-Konzern'' , was [[1996]] zu einer neuerlichen Umbenennung in ''SCA FINE PAPER Hallein GmbH'' führte. [[1999]] kam es nach Bildung der ''Modo Paper AB'' aus den Feinpapier- und Großhandelsdivisionen der schwedischen Konzerne SCA und MoDo zur weiteren Umbenennung auf ''Modo Paper Hallein GmbH''. | | [[1995]] folgte die Übernahme durch den schwedischen ''SCA-Konzern'' , was [[1996]] zu einer neuerlichen Umbenennung in ''SCA FINE PAPER Hallein GmbH'' führte. [[1999]] kam es nach Bildung der ''Modo Paper AB'' aus den Feinpapier- und Großhandelsdivisionen der schwedischen Konzerne SCA und MoDo zur weiteren Umbenennung auf ''Modo Paper Hallein GmbH''. |
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| | [[1998]] wurden 245 000 t Papier und 130 000 t Zellstoff erzeugt, der Umsatz betrug drei Milliarden Schilling, die Zahl der Beschäftigten 800. | | [[1998]] wurden 245 000 t Papier und 130 000 t Zellstoff erzeugt, der Umsatz betrug drei Milliarden Schilling, die Zahl der Beschäftigten 800. |
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| − | =====Mit Metsä-Serla kommt M-real=====
| + | ===Mit Metsä-Serla kommt M-real=== |
| | [[Bild:Halleiner Papierfabrik Detail.jpg|thumb|Die Halleiner Papierfabrik: Detail]] | | [[Bild:Halleiner Papierfabrik Detail.jpg|thumb|Die Halleiner Papierfabrik: Detail]] |
| | [[2000]] kaufte der finnische Konzern Metsä-Serla die Papierzeugung auf und [[2001]] kam es zur Umbenennung in [[M-real Hallein AG]] | | [[2000]] kaufte der finnische Konzern Metsä-Serla die Papierzeugung auf und [[2001]] kam es zur Umbenennung in [[M-real Hallein AG]] |
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| | Am [[29. September]] [[2008]] wurde bekannt, dass eine (Teil-)Schließung des Unternehmens geplant ist. Dies wurde am [[14. Jänner]] [[2009]] dann auch offiziell bestätigt: Die Schließung der Papierproduktion wird 485 Mitarbeitern bis Ende 2009 den Job kosten. Die Produktion von gestrichenen Papieren wird schon mit [[30. April]] [[2009]] beendet. Erhalten bleiben dagegen vorerst die Zellulose<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Zellulose Wikipedia : Zellulose]</ref>-Produktion und das Elektrizitätswerk in der Fabrik - mit insgesamt rund 200 Arbeitsplätzen. | | Am [[29. September]] [[2008]] wurde bekannt, dass eine (Teil-)Schließung des Unternehmens geplant ist. Dies wurde am [[14. Jänner]] [[2009]] dann auch offiziell bestätigt: Die Schließung der Papierproduktion wird 485 Mitarbeitern bis Ende 2009 den Job kosten. Die Produktion von gestrichenen Papieren wird schon mit [[30. April]] [[2009]] beendet. Erhalten bleiben dagegen vorerst die Zellulose<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Zellulose Wikipedia : Zellulose]</ref>-Produktion und das Elektrizitätswerk in der Fabrik - mit insgesamt rund 200 Arbeitsplätzen. |
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| − | ===== In österreichischer Hand =====
| + | === In österreichischer Hand === |
| − | Zwei Jahre nach der Einstellung der Papierproduktion am Standort Hallein wurde die Suche nach einem neuen Investor für die M-real Hallein GmbH erfolgreich beendet. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am Mittwoch, [[29. Juni]] [[2011]]. Mit [[1. September]] 2011 änderte M-real Hallein seinen Namen in "Schweighofer Fiber GmbH".Bis 2013 will der neue Eigentümer rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der bestehenden Anlagen und die Erweiterung der Geschäftsfelder investieren. „Im Bereich Zellstoff wollen wir eine breitere Produktpalette schaffen und zusätzlich hochreinen Spezialzellstoff für die Herstellung von Textilfasern und für die Lebensmittelindustrie produzieren“, erklärte Gerald Schweighofer im Sommer 2011 bei der Pressekonferenz anlässlich der Übernahme.[http://www.schweighofer-fiber.at/de/presse/artikel/2011/PA_UebernahmedurchSchweighoferGruppe_20110630.pdf] | + | :''Hauptartikel: [[Schweighofer Fibet]]'' |
| | + | Zwei Jahre nach der Einstellung der Papierproduktion am Standort Hallein wurde die Suche nach einem neuen Investor für die M-real Hallein GmbH erfolgreich beendet. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am Mittwoch, [[29. Juni]] [[2011]]. Mit [[1. September]] 2011 änderte M-real Hallein seinen Namen in "Schweighofer Fiber GmbH".Bis 2013 will der neue Eigentümer rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der bestehenden Anlagen und die Erweiterung der Geschäftsfelder investieren. „Im Bereich Zellstoff wollen wir eine breitere Produktpalette schaffen und zusätzlich hochreinen Spezialzellstoff für die Herstellung von Textilfasern und für die Lebensmittelindustrie produzieren“, erklärte Gerald Schweighofer im Sommer 2011 bei der Pressekonferenz anlässlich der Übernahme<ref>siehe [http://www.schweighofer-fiber.at/de/presse/artikel/2011/PA_UebernahmedurchSchweighoferGruppe_20110630.pdf]</ref>. |
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| − | =====Geschichte im Überblick=====
| + | ==Geschichte im Überblick== |
| | * 1890 Englische Gründung „The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd.“ | | * 1890 Englische Gründung „The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd.“ |
| | * 1918–79 war die norwegische Holding „Borregaard“ Gesellschafter, danach mehrheitliche Übernahme durch die PWA Grafische Papiere GmbH | | * 1918–79 war die norwegische Holding „Borregaard“ Gesellschafter, danach mehrheitliche Übernahme durch die PWA Grafische Papiere GmbH |